Was Anleger jetzt wissen müssen
Nach der EZB ist vor der Fed: In der kommenden Woche geht es weiter mit der Suche nach dem Zinshöhepunkt in aller Welt. Was das bedeutet.
Nach der EZB ist vor der Fed: In der kommenden Woche geht es weiter mit der Suche nach dem Zinshöhepunkt in aller Welt. Was das bedeutet.
Die Renditen auf Staatsanleihen sind in kurzer Zeit stark gestiegen. Das weckt unangenehme Erinnerungen. Warum die Situation heute dennoch eine andere ist als bei der Schuldenkrise vor 16 Jahren – und was Privatanleger tun sollten.
Nach zehn Erhöhungen der Leitzinsen hat die EZB eine Pause eingelegt. Eine Senkung der Leitzinsen steht jedoch noch nicht bevor. Aus guten Gründen.
Zwar wird immer wieder eine Rezession für die USA vorhergesagt. Doch bisher zeigt sich deren Wirtschaft viel stärker als erwartet.
Aufs Jahr hochgerechnet ist das Bruttoinlandsprodukt in den Vereinigten Staaten zuletzt um fast 5 Prozent gewachsen. Laut Ökonomen hat das auch mit Taylor Swift zu tun.
Grundsätzlich sind die Bedingungen zum Immobilienkauf gut, heißt es vom Institut der deutschen Wirtschaft. Doch sind es andere Umstände, die heutzutage den Erwerb erschweren.
Nur minimal mehr Darlehen an Unternehmen
Philipp Hildebrand war Schweizer Notenbankchef. Heute arbeitet er für Blackrock, den größten Investor der Welt. Ein Gespräch über die Hartnäckigkeit der Inflation, das Problem mit den Schulden und das Ende der Credit Suisse.
Auf der EZB-Zinssitzung am Donnerstag dürfte Notenbankpräsidentin Christine Lagarde vor allem hervorheben, dass die Zinsen für längere Zeit hoch bleiben. Offen ist, ob die Zinssteigerungen nur ausgesetzt werden – oder weitere folgen.
Wer, statt einen Kredit zu tilgen, lieber in Aktien investiert, gilt als gierig. Diese archaische Gier nach Belohnung lässt sich mit Geld, Koks oder Sex befriedigen. Mit zunehmendem Alter wächst aber oft die Sehnsucht nach Ruhe.
Höhere Zinsen und maue Konjunktur lassen Geldhäuser vorsichtiger in der Vergabe werden. Dienstleister sind besonders betroffen.
Gestiegene Zinsen, maue Konjunktur: Für hiesige Unternehmen wird es schwieriger, an neue Darlehen zu kommen. Bei den Banken ist demnach mehr Zurückhaltung zu spüren.
Wer immer über 2 oder 3 Prozent Zinsen jubelt, vergisst die verheerende Wirkung der Inflation auf die Ersparnisse.
Höhere Zinsen und Kursgewinne an der Börse haben die Bundesbürger abermals reicher gemacht. Dennoch bleibt der alte Rekord ein gutes Stück entfernt. Und die Inflation belastet die Rendite.
Ökonomen erörtern, ob die Krisenpolitik der vergangenen Jahre das Wachstumspotential gedrückt hat. Die Antwort gleicht dem Radio Eriwan: Im Prinzip ja, aber.
Die Bank of America profitiert von den höheren Zinsen. Goldman Sachs erleidet einen Gewinnrückgang, wirkt aber stabilisiert im Investmentbanking. Was bedeutet das für die bevorstehenden Geschäftszahlen der Deutschen Bank?
Auch eine Zeitenwende: Das Wachstum privater und staatlicher Schulden stößt angesichts einer schwachen Wirtschaft und hoher Zinsen an Grenzen. Das hat auch für Deutschland Folgen.
Vor allem auch Projektentwickler sind von der Zurückhaltung betroffen. Sie leiden unter steigenden Zinsen und höheren Baukosten. Die Rückstellungen der Finanzinstitute wachsen.
Bausparkassen freuen sich über zahlreiche Neuabschlüsse. Doch Altkunden streiten sich mit ihren Anbietern über Kündigungen, Boni und Gebühren. Kommt ein Brief von der Bausparkasse, ist Vorsicht geboten.
Lange machten niedrige Zinsen vor allem Riester-Rentenversicherungen zu schaffen. Doch zuletzt erhöhte die EZB den Leitzins zum zehnten Mal in Folge. Können Sparer nun auf bessere Verträge hoffen?
Die Sparkassen werden wegen ihrer niedrigen Tagesgeldzinsen kritisiert. Der Präsident des Sparkassenverbandes kontert: In Zeiten hoher Inflation ergebe es wirtschaftlich wenig Sinn, aufs Tagesgeld zu setzen.
Mehr als eine halbe Billion Euro haben Zinssparer seit 2011 an Kaufkraft verloren. In diesem Jahr könnten die Einlagen erstmals rückläufig sein.
Die Kosten für den Corona-Aufbaufonds explodieren: 225 Milliarden Euro Zinsen muss die EU bis 2058 zahlen. Geld ist eben doch nicht umsonst. Die EU sollte sich das eine Lehre sein lassen.
Als die Zinsen noch niedrig waren, kümmerte kaum jemanden, wie teuer die Finanzierung des Wiederaufbaufonds für die EU werden würde. Interne Papiere zeigen nun: Es könnte ein dreistelliger Milliardenbetrag werden.
Ob Wertverluste bei Anleihen, kaum Nachfrage für Festgeld und Baufinanzierungen oder wenig Angebot an Schuldscheinen: Privatleute wie Unternehmen brauchen Zeit, um sich an höhere Zinsen zu gewöhnen.
Weil die Zinsen steigen, müssen viele Unternehmen ihre hohen Schulden abbauen, um die Fremdkapitalkosten zu drosseln. Das betrifft Konzerne aus allen Branchen. Finanzchefs stehen vor einem Mammutprojekt.
Erst treiben die Ölstaaten den Ölpreis hoch, dann lassen die Zinsen ihn fallen, bevor die schrecklichen Ereignisse in Israel für einen Preissprung sorgen. Solche Volatilität hat Folgen.
Angesichts hoher Zinsen grassiert die Angst vor einer Immobilien- und Bankenkrise in den USA. Vor allem am Büromarkt ist die Stimmung schlecht. Anderswo ist die Situation deutlich besser.
Wer derzeit von den höheren Zinsen der Zentralbanken profitieren will, der findet am Geldmarkt die beste Möglichkeit. 3,9 Prozent sind dort im Jahr drin – sicherer und einfacher als beim Tagesgeld.
Steigende Zinsen sind Gift für Aktien: Das Jahr 2023 ist nicht 2022 – die Technische Analyse.
Vor kurzem brachten die Ölstaaten mit dem hochgetriebenen Preis für Rohöl die Notenbanken in Schwierigkeiten. Jetzt drücken die Zinsen den Preis – das trifft die Ölstaaten.
Hohe Zinsen und Energiepreise belasten die Kaufkraft der kleinen exportlastigen Volkswirtschaft.
Die steigenden Zinsen haben viele Auswirkungen - sogar am Ölmarkt.
Neue Bauvorhaben sind rar, Kaufpreise sinken – die Lage für die Branche ist ernst. Auf der Immobilienmesse Expo Real machen die Unternehmen gute Miene.
Der Goldpreis notiert nahe seinem Jahrestief. So kurz er von der Inflation profitierte, so sehr leidet er jetzt unter der globalen Zinswende. Manche Privatanleger nutzen das zum Kaufen.
Die Schulden der öffentlichen Hand sind 2023 auf 76,1 Milliarden Euro gestiegen. Besonders die hohen Zinsen belasten den Haushalt von Bund und Ländern.