Der neue Alte
Die UBS holt Sergio Ermotti zurück an die Spitze. Der Schweizer soll die schwierige Zwangsehe mit der Credit Suisse zum Erfolg führen. Ralph Hamers muss gehen – dabei wäre er gern geblieben.
Die UBS holt Sergio Ermotti zurück an die Spitze. Der Schweizer soll die schwierige Zwangsehe mit der Credit Suisse zum Erfolg führen. Ralph Hamers muss gehen – dabei wäre er gern geblieben.
Die Fusion der Schweizer Großbanken UBS und Credit Suisse ist komplex und politisch brisant. Dass Sergio Ermotti an die Spitze der UBS zurückkehrt, ist deshalb eine gute Entscheidung.
Nach dem Kauf der Credit Suisse holt die Schweizer Großbank UBS ihren ehemaligen CEO zurück. Bis 2020 stand Ermotti bereits für neun Jahre an der Spitze der Schweizer Großbank.
Zentralbanken sind in Finanzkrisen als Retter gefordert. Im modernen Finanzmarktkapitalismus spielen sie eine andere Rolle als vor Jahrzehnten – das können auch ihre Kritiker nicht ignorieren.
Der Anstieg der Sichteinlagen der Schweizerischen Nationalbank deutet darauf hin, dass die Credit Suisse und die UBS stark auf die zur Verfügung gestellte Liquiditätshilfe zugegriffen haben.
Die Fehler der Vergangenheit lasten immer noch auf der Deutschen Bank. Um die Finanzmärkte zu überzeugen, muss die Bank in einem schwierigen Umfeld nachhaltig erfolgreich wirtschaften.
Die Schweizer Finanzmarktaufsicht Finma moniert einen „fahrlässigen Umgang mit Risiken“. Sie sehen auch Schwächen im eigenen Haus.
Der frühere Commerzbank-Chef und UBS-Vorstand Martin Blessing über die Ursachen für den Absturz der Credit Suisse, die Risiken in der Übernahme durch die UBS – und die Gefahr einer globalen Finanzkrise.
In Europa sind Bank-Aktien massiv unter Druck geraten – vor allem die der Deutschen Bank. Bundeskanzler Olaf Scholz sprach ihr demonstrativ das Vertrauen aus.
Das Banken-Beben hält die Anleger weiter in Atem. Der deutsche Aktienindex Dax verliert am Freitag weiter. In ganz Europa vermindern sich die Kurse von Finanzwerten. Sogar der Kanzler schaltet sich ein.
Die Schweizerische Nationalbank hält die Rettung der Credit Suisse für alternativlos. Deren Abwicklung hätte eine Finanzkrise ausgelöst.
Die Finma begründet ihre Anordnung mit vertraglichen Bedingungen und der Notverordnung der Regierung. Gläubiger verlieren dadurch 16 Milliarden Franken.
Laut Notenbank-Präsident Thomas Jordan hat sich die UBS voll und ganz zur Übernahme der Credit Suisse verpflichtet. Und der Bund unterstützt den Kauf, indem er der UBS Garantien von bis zu 9 Milliarden Franken verspricht.
Gerade erst emittiert, macht die UBS den Besitzern von Bail-in-Anleihen Rückkaufangebote.
Dank des dicken Risikopuffers könnte sich die Übernahme der Credit Suisse als echter Coup erweisen. Für viele Mitarbeiter ist sie ein Albtraum.
In den 1990er Jahren brachte er mit seinen Betrügereien die britische Investmentbank Barings zum Kollaps. Jetzt will er eine zweite Karriere starten.
Die Stempel der Wirtschaftsprüfer unter den Bilanzen der drei Kriseninstitute Credit Suisse, Silicon Valley Bank und Signature Bank waren noch ganz frisch. Was nützen solche Testate?
Karin Keller-Sutter begleitet federführend die Rettung der Credit Suisse. Sie ist erst seit Januar Finanzministerin der Schweiz.
Die Credit Suisse ist am Ende. Trotzdem verteilt sie Boni an die Mitarbeiter. Das stößt auf Widerstand. Die Schweizer Regierung friert nun Teile der Boni vorläufig ein.
Die Angst vor einer neuen Finanzkrise geht um. Nach der Notfusion zwischen Credit Suisse und UBS fragen sich alle: Wie konnte es so weit kommen? Und was ist da in der Schweiz schiefgelaufen? Antworten hat der Schweiz-Korrespondent der F.A.Z., Johannes Ritter.
Zäsur am Markt für Bankanleihen: Die Abschreibungen bei der Credit Suisse offenbaren, wie nachrangige Schuldtitel schnell sehr gefährlich werden können.
Welche Folgen hat der Niedergang der Credit Suisse für den Finanzplatz? Experten geben Entwarnung – womöglich könnten Frankfurter Banken gar Kunden gewinnen.
Die Credit Suisse ermöglichte einst den wirtschaftlichen Erfolg der Schweiz. Doch in den letzten Jahren verlor sie das Vertrauen der Kunden. Dass sie nun von der Erzrivalin UBS übernommen wird, ist nicht ohne Ironie.
Die Ratingagenturen Moody’s und Standard & Poor’s reagieren auf die angekündigte Übernahme der Credit Suisse. Es gibt Spekulationen über einen gewaltigen Stellenabbau.
Österreichs EZB-Ratsmitglied Robert Holzmann ist im Kampf gegen die Inflation von seiner jüngsten Forderung nach drei weiteren Zinserhöhungen um jeweils 50 Basispunkte etwas abgerückt.
Die Verluste an der Wall Street und den Nasdaq-Börsen wurden größtenteils wieder wettgemacht. Unter den Branchen in den USA waren Finanzwerte wieder gefragt.
16 Milliarden Franken verlieren Anleger in einer bestimmten Art Schuldtiteln, die die Credit Suisse begeben hatte. Das versetzt den Markt in Aufregung.
Die Vorschriften für das Eigenkapital der Banken müssen verschärft und groteske Privilegierungen abgeschafft werden.
Karin Keller-Sutter hütet erst seit Jahresbeginn die Finanzen der Eidgenossenschaft. Mit der Rettung der Credit Suisse hat sie nun alle Hände voll zu tun.
„Eine Bedrohung der deutschen Wirtschaft sehe ich nicht“, sagt Wirtschaftsminister Habeck der F.A.Z. Und auch die EZB-Präsidentin bemüht sich nach den Geschehnissen rund um Credit Suisse und Silicon Valley Bank um Beruhigung.
Die Schweiz zimmert mit der Übernahme der Credit Suisse durch die UBS einen Koloss. Der könnte das Land im Falle einer Rettung zu teuer kommen.
An der Börse steht die Übernahme der Credit Suisse im Fokus: Der Aktienkurs der in Not geratenen Bank halbiert sich, aber auch die Titel der UBS verlieren zeitweise mehr als 11 Prozent. Später beruhigt sich die Entwicklung.
Hat mal wieder eine große Bank hundsmiserabel gewirtschaftet, steht der Staat als Sanitäter mit dem Geldkoffer schon parat. Wollen wir uns als Kunden und Steuerzahler wirklich klaglos daran gewöhnen?
Die Regierung in Bern hat Druck auf die UBS erzeugt, den angeschlagenen Konkurrenten Credit Suisse zu übernehmen. Die Börsen sind misstrauisch. Notenbanken gehen koordiniert vor, aber stellen weitere Zinserhöhungen in Aussicht.
Die Auffanglösung für die Credit Suisse hat schwere Mängel. Das Eigentumsrecht wird geschwächt – und das Wettbewerbsrecht ausgehebelt.
Credit Suisse und Silicon Valley Bank zeigen: 15 Jahre nach der Finanzkrise machen wir uns schon wieder Sorgen um die Geldhäuser. Es wird nicht das letzte Mal sein.