Neue Brüche, neue Bonds
Der sozialistische Präsidentschaftsanwärter François Hollande wird mit einem linkslastigen Wahlprogramm, das sich am Vorbild Mitterrands inspiriert, gegen Nicolas Sarkozy antreten. Sein Ziel: Der „Bruch mit der Finanzwelt“.
Der sozialistische Präsidentschaftsanwärter François Hollande wird mit einem linkslastigen Wahlprogramm, das sich am Vorbild Mitterrands inspiriert, gegen Nicolas Sarkozy antreten. Sein Ziel: Der „Bruch mit der Finanzwelt“.
Griechenland braucht laut EU-Kommissar Rehn mehr Hilfe von öffentlichen Kreditgebern als bisher geplant. Ein Forderungsverzicht privater Gläubiger reiche nicht aus, um Athens Staatsschuld wieder tragfähig zu machen.
Der ehemalige Präsident Präsident der Europäischen Zentralbank, Jean-Claude Trichet, hat offenbar ein neues Betätigungsfeld gefunden: Er soll einem Medienbericht zufolge einen Sitz im Verwaltungsrat des Luftfahrtkonzerns EADS erhalten.
Die Europäische Zentralbank will sich auf keinen Fall am Schuldenschnitt für Griechenland beteiligen. Allerdings mehren sich die Forderungen, die genau das von ihr verlangen.
Zwischen Frankfurt und Offenbach herrscht dicke Luft. Es geht um materielle Vorteile und handfeste Interessen.
Die Berufung von Peter Praet zum EZB-Chefvolkswirt war eine Überraschung. In seinem ersten Interview nach der Berufung dämpft er Hoffnungen auf weitere Zinssenkungen. Eine Ausweitung des Rettungsfonds sieht er skeptisch.
Griechenland und andere Krisenländer leben noch immer über ihre Verhältnisse. Die Eliten in Athen scheinen nicht gewillt zu sein, die eigenen Pfründen abzuschaffen sowie Korruption und Steuerhinterziehung zu bekämpfen. Die EU zahlt dennoch. Und wer steht am Pranger?
Bundeskanzlerin Merkel hat sich fürs Erste dagegen ausgesprochen, bedrängten Euro-Staaten mit zusätzlichen Mitteln zu helfen. IWF-Direktorin Lagarde will den geplanten Rettungsfonds ESM hingegen kräftig aufstocken - andernfalls drohten drastische Folgen.
Amerikanische Geldmarktfonds kaufen wieder Zinspapiere aus dem Euroraum - vor allem französischer und spanischer Banken. Die Kosten für den Zugang zu Dollar fielen auf das niedrigste Niveau seit fünf Monaten.
Drastische Warnung des Internationalen Währungsfonds (IWF): Solange der geplante Rettungsfonds ESM nicht kräftig aufgestockt werde, drohe eine Zahlungskrise in Italien und Spanien. IWF-Direktorin Lagarde setzt damit Kanzlerin Merkel weiter unter Druck - doch die spielt auf Zeit.
Die italienische Regierung versucht, ihren Landsleuten die geplanten Liberalisierungen und Reformen mit konkreten Zahlen schmackhaft zu machen. Von der deutschen Regierung verlangt Ministerpräsident Monti Schützenhilfe - und zwar deutlich mehr, als Berlin geben will.
Der italienische Ministerpräsident Mario Monti drängt die Bundesregierung angeblich dazu, einer Verdopplung des Euro-Rettungsfonds ESM auf eine Billion Euro zuzustimmen. Unterstützung bekommt er dabei offenbar von einem anderen Italiener: EZB-Präsident Mario Draghi.
Die Aktienkurse steigen, die CDS-Preise fallen: Europäische Banken werden an den Märkten wieder etwas positiver gesehen. Aber der Weg ins Licht ist noch lang.
Nach der Eröffnung eines Verfahrens gegen sein Land hat der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán sich kompromissbereit mit der EU gezeigt. Die beanstandeten Gesetze könnten „schnell und einfach“ korrigiert werden, sagte er in Straßburg.
Die EU-Kommission hat rechtliche Schritte gegen die ungarische Regierung eingeleitet. Nach Ansicht der Kommission verstoßen Ungarns jüngste Gesetzesänderungen auf drei Feldern gegen das EU-Recht.
Die Ratingagentur S&P stuft auch die Kreditwürdigkeit des Euro-Rettungsfonds EFSF herab. Politik und Finanzwirtschaft wollen allerdings die große Bedeutung von Bonitätsnoten nicht mehr hinnehmen - dabei war sie einst politisch gewünscht.
Eine Konferenz in Bayreuth stellt griechische und baltische Positionen zur Euro-Krise gegenüber.
Nach der Herabstufung mehrerer Euro-Staaten durch die Ratingagentur Standard & Poor’s entwickelte sich der deutsche Aktienmarkt am Montag gelassen.
Der Chef des Gase- und Energiekonzerns Linde hat recht, und er muss das so auch einmal sagen dürfen: Wenn der Euro auseinanderfiele, könnte Deutschland den Schock verkraften, und die Wirtschaft wäre nach einigen Jahren relativ betrachtet sogar wettbewerbsfähiger. Natürlich wäre ein solcher Schock alles andere als wünschenswert, und er ist auch nicht wahrscheinlich. Aber es wäre für die Diskussion über die Zukunft des Euro – und die deutsche Verhandlungsposition in Brüssel – hilfreich, würde dieses Szenario von den Politikern nicht tabuisiert.
Die Ratingherabstufungen von S&P sorgen für Kopfzerbrechen. Zudem stocken die Gespräche zur Umschuldung Griechenlands. Die Lage am internationalen Finanzmarkt könnte besser sein.
Wie wichtig ist der Euro für die deutsche Wirtschaft? Im vergangenen Sommer hatten deutsche Spitzenmanager in Tageszeitungen Anzeigen geschaltet und für Hilfen an angeschlagene Länder geworben. Linde-Chef Wolfgang Reitzle schlägt jetzt etwas andere Töne an.
Die Ratingagentur Standard & Poor’s verteidigt ihren Rundumschlag gegen die Eurozone. Die Noten für Frankreich und Co. seien trotz Herabstufung noch sehr gut. Kritik, sie mache Politik und verschärfe die Krise, lässt die Agentur abprallen. Das AAA-Rating für den EFSF steht nach der Herabstufung Frankreichs auf der Kippe.
Standard & Poor’s straft neun Länder der Eurozone ab. Die Krise eskaliert. Die Euro-Kernländern und die sogenannten Peripheriestaaten driften auseinander. Und die Rettung wird noch teurer.
Im Streit zwischen Frankfurt und Offenbach geht es nicht nur um ein umstrittenes Einkaufszentrum und eine Mainbrücke. Der Grenzverlauf zwischen den Kommunen steht zur Disposition.
Die gelungenen Auktionen von spanischen und italienischen Staatspapieren sorgen dafür, dass die Renditen für Staatsanleihen vieler Euroländer fallen. EZB-Präsident Mario Draghi äußerte sich optimistisch, die Bank beließ ihren Leitzins bei 1 Prozent.
Was tun in der Schuldenkrise? Der Ökonom Henrik Enderlein gehört zu den Befürwortern einer Gemeinschaftshaftung. Er plädiert für die Ausweitung der deutschen Garantien. Sein Standpunkt.
Schwache Konjunkturdaten aus Amerika und mit Enttäuschung aufgenommene Aussagen der EZB haben den Dax am Donnerstag einen Großteil seiner Gewinne gekostet.
Dank freundlicher Vorgaben und der Hoffnung auf eine Entspannung in der Schuldenkrise knüpft der deutsche Aktienmarkt zum Wochenschluss an seine jüngsten Kursgewinne an. Der Dax legte in den ersten Minuten 0,94 Prozent auf 6237 Punkte zu.
Trotz Schuldenkrise kann Deutsche Bundesbank-Vorstandsmitglied Andreas Dombret keine allgemeinen Anzeichen für eine Kreditklemme auszumachen. Und die Europäische Zentralbank warnt einem Zeitungsbericht zufolge vor einer Aufweichung des EU-Fiskalpakts. In China sind die Devisenreserven erstmal seit 1998 gesunken. Auf Unternehmensebene plant die Deutsche Telekom nach dem gescheiterten Verkauf bei ihrer Mobilfunktochter in Amerika wieder in Marke und Netz zu investieren. Investieren will auch VW. Nach einem Rekordabsatz sind in China Milliardeninvestitionen angedacht.
An diesem Donnerstag ist in Frankfurt zum ersten Mal der Rat der Europäischen Zentralbank in neuer Besetzung zusammengekommen. Nun wird sich zeigen, wie sich die Machtverhältnisse im neu zusammengesetzten Gremium auswirken.
Der Euro verliert seit Monaten an Wert, besonders gegenüber dem Yen oder den Kronen aus Norwegen und Schweden, aber auch gegenüber dem Dollar. Bei langfristiger Betrachtung relativiert sich aber so mancher Kursrückgang der jüngeren Vergangenheit.
Bei der Finanztransaktionssteuer wollen Berlin und Paris an einem Strang ziehen - und die Steuer notfalls ohne die Briten in Europa einführen. Die FDP ist gegen einen Alleingang im Euroraum.
Erstmals in seiner Amtszeit könnte EZB-Präsident Draghi am Donnerstag den Leitzins unverändert lassen. Doch viele Banken erwarten, dass es nach einer kurzen Pause weiter nach unten geht.
Banken brauchen in der Krise dringend Geld. Und locken deshalb die Sparer mit attraktiven Zinsen. Das Geld ist sicher.
Elisa Klapheck ist Rabbinerin der liberalen Gemeinde in Frankfurt. Im Interview spricht sie über Schuld und Schulden, das jüdische Zinsverbot und was Antikapitalismus und Antisemitismus gemein haben.
Was in Deutschland die Affäre Wulff, ist in der Schweiz die Causa Hildebrand. Der Schweizer Nationalbankpräsident ist in diesen Tagen wegen lukrativer Devisengeschäfte seiner Ehefrau in Bedrängnis. Jetzt werden die Regeln verschärft.