Die heimliche Enteignung der Sparer
Zentralbanken drücken die Zinsen, real sind sie vielfach sogar negativ. Wie nach 1945 hilft „finanzielle Repression“ den Staaten, ihre Schuldenlasten zu verringern. Die Sparer macht sie aber arm.
Zentralbanken drücken die Zinsen, real sind sie vielfach sogar negativ. Wie nach 1945 hilft „finanzielle Repression“ den Staaten, ihre Schuldenlasten zu verringern. Die Sparer macht sie aber arm.
Da keine marktbewegenden Daten auf der Agenda stehen, stellen sich die Händler auf einen ruhigen Börsentag ein. Die deutschen Aktienindizes werden daher auch am Mittwoch freundlich erwartet. An den vorangegangenen drei Handelstagen hat der deutsche Leitindex bereits mit einem Kursanstieg von 6,96 Prozent auf die Beschlüsse vom EU-Gipfel reagiert.
Seit fünf Jahren kämpfen die Zentralbanken mit einer ungewöhnlich lockeren Geldpolitik gegen die Finanz- und Schuldenkrise. Jetzt spricht die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich - die „Zentralbank der Zentralbanken“ - von Grenzen der Belastbarkeit.
Elring-Klinger macht weniger Gewinn als erwartet, bei Douglas sind die Pläne vom Tisch, die Buchsparte zu verkaufen und Sony will sein Fernsehgerätegeschäft nicht aufgeben. Die Bundesregierung verfehlt ihre Sparziele für 2011, die Bank of England greift den Bankensektor scharf an und die EU-Kommission nimmt die Schattenbanken ins Visier. Das japanische Verbrauchervertrauen hat sich eingetrübt und die deutschen Großhandelspreise steigern so schwach wie seit zwei Jahren nicht mehr.
Sowohl die Europäische Zentralbank als auch die Bank of England lassen ihre Leitzinsen unverändert. In London werden allerdings weitere Staatsanleihen aufgekauft.
Die Geldschöpfung durch Käufe von Wertpapieren und Kreditgewährung an Banken hat die Güterwirtschaft nicht überall erreicht.
Die Abwertung des Pfunds kann die britische Wirtschaft bisher nicht beflügeln. Aus diesem Grund hält sich die Bank of England weitere Wertpapierkäufe offen. Zusammen mit sehr tiefen Zinsen halten diese Faktoren das Pfund schwach.
Die EZB, die amerikanische Fed, die Bank of England, die japanische Notenbank und die Schweizer Nationalbank wollen den Geschäftsbanken der Eurozone zusätzliche Kredite gewähren.
Am Dienstag ist das britische Pfund gegenüber dem amerikanischen Dollar den vierten Tag in Folge unter Druck geraten. Innerhalb eines Monats hat das Pfund zum Dollar rund 3 Prozent an Wert verloren. Die sich verschärfenden Probleme ...
Der Dax hat am Donnerstag nach volatilem Handel nur ein hauchdünnes Plus ins Ziel gerettet. Kritische Aussagen von EZB-Chef Jean-Claude Trichet zum Wirtschaftswachstum und schwache wöchentliche amerikanische Arbeitsmarktdaten belasten.
Die deutschen Aktien tendieren am Donnerstag vor der Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) uneinheitlich. Nebenwerte zeigen sich stärker, während die Standardwerte unter Druck stehen.
Die jüngsten Kursturbulenzen stecken den Anlegern am deutschen Aktienmarkt im frühen Freitagshandel noch in den Knochen gesteckt. Den Fokus dürften die Anleger auf die Rede von Amerikas Notenbankchef Ben Bernanke in Jackson Hole richten.