In Großbritannien könnten die Zinsen weiter steigen
Die Notenbank entscheidet neben den Zinsen auch über die Höhe ihrer Anleiheverkäufe. Die „Quantitative Straffung“ könnte auf 90 bis 100 Milliarden Pfund pro Jahr erhöht werden.
Die Notenbank entscheidet neben den Zinsen auch über die Höhe ihrer Anleiheverkäufe. Die „Quantitative Straffung“ könnte auf 90 bis 100 Milliarden Pfund pro Jahr erhöht werden.
Der frühere Fed-Chef Ben Bernanke soll die Londoner Zentralbank durchleuchten, nachdem sie mit Inflationsprognosen mehrfach danebenlag.
Zwar schwächt sich die Teuerungsrate in Großbritannien ab, doch viele Ökonomen sind alles andere als beruhigt.
Die Rückabwicklung ihres großen Anleihekaufprogramms wird für die Bank of England eine teure Angelegenheit, und sie wird auch den britischen Fiskus stark belasten. 150 Milliarden Pfund Verluste werden erwartet.
Zentralbanker streiten mit unabhängigen Ökonomen über die richtigen Mittel gegen die hohe Teuerung. Dabei geht es nicht nur um die Ursachen – sondern auch um die Frage, wer dabei mithelfen muss.
Ein viel beachtetes Ereignis in dieser Woche war das Treffen zahlreicher Notenbanker auf dem EZB-Symposium. Gesucht wurde ein Weg, um die hohen Inflationsraten in den Griff zu bekommen. Der Dax erkämpfte sich trotz allem zum Ende der Woche eine wichtige Marke zurück.
Im Herbst und Winter könnte Großbritannien doch noch in die Rezession gleiten. Der Aktienmarkt habe das schon eingepreist, meint Goldman Sachs. Doch wer in dem Land investieren will, muss genau hinschauen.
Die Chefs der vier größten Notenbanken der Welt diskutieren über die weitere Bekämpfung der Inflation. Sie geben sich unterschiedlich entschieden – nur eine umstrittene Idee halten alle vier für falsch.
In ruhigen Zeiten sind Prognosen zumindest auf kurze Frist häufig recht gut, aber nur von eingeschränktem Nutzen. In turbulenten Zeiten bleiben Prognosen höchst unzuverlässig. Können Big Data und Künstliche Intelligenz daran etwas ändern?
Bei sieben Prozent Inflationskernrate musste die Bank of England handeln – auch wenn es wehtut.
Der Leitzinsentscheid der Bank of England hat viele Marktteilnehmer überrascht.
Anders als erwartet, sinkt die Inflation in Großbritannien nicht, sondern blieb im Mai bei 8,7 Prozent. Wie stark wird die Notenbank den Leitzins nun noch erhöhen?
Die unselige Dynamik einer sich abzeichnenden Lohn-Preis-Spirale könnte die Bank of England durch schockartige Leitzinserhöhungen durchbrechen, doch scheut sie möglicherweise drastische Schritte, die eine Rezession auslösen würden.
Eine Rezession wurde bislang vermieden, aber die Inflation wird „viel länger“ bleiben als gedacht. Der Zinsschock wird vielen Häuserkäufern wehtun.
Die Inflation sinkt weniger als erwartet auf 8,7 Prozent. Damit muss der Markt seine Prognose für den Leitzinsanstieg dramatisch ändern.
Vor 25 Jahren nahm die Europäische Zentralbank ihre Arbeit auf – und bis vor Kurzem hat sie die Inflation in Schach gehalten. Aber ihre Geschichte wirft Fragen nach der Rolle einer unabhängigen Notenbank auf.
Erst Anfang 2025 soll die Teuerungsrate wieder unter den Zielwert von 2 Prozent sinken. Das erwartet die Bank of England jetzt und reagiert. Damit bleibt der Leitzins weiterhin ein gutes Stück oberhalb des Niveaus im Euroraum.
Ökonomen erwarten fast einhellig eine Anhebung auf 4,5 Prozent in dieser Woche. Unklar ist, ob und wie viele weitere Schritte danach noch kommen können.
Britische und amerikanische Großkanzleien machen Milliardengeschäfte. Auch Deutsche eröffnen Büros. Die Einstiegsgehälter nähern sich 180.000 Pfund.
Weil die Zinsen steigen und die Kurse fallen, könnte das Anleihekaufprogramm der Bank of England zu Nettoverlusten von 100 Milliarden Pfund führen. Das belastet den Staatshaushalt und die Steuerzahler.
Im März sinkt die Inflation in Großbritannien weniger stark als erwartet. Mit 10,1 Prozent liegt sie so hoch wie in keinem anderen Land in Westeuropa. Vor allem ein Ausgabenposten treibt die Preise.
Notenbank-Gouverneur Andrew Bailey deutet ein höheres Limit an. Bislang sind bei britischen Banken umgerechnet knapp 100.000 Euro versichert – weniger als in den USA.
Die Regulierung der Banken ist besser geworden. Aber der Umgang der Finanzhäuser mit ihren Risiken ist längst noch nicht optimal.
In Europa sind Bank-Aktien massiv unter Druck geraten – vor allem die der Deutschen Bank. Bundeskanzler Olaf Scholz sprach ihr demonstrativ das Vertrauen aus.
Das Bankenbeben hatte Unsicherheit über weiteren Zinsentscheidungen aufkommen lassen. Doch nicht nur Amerikas Währungshüter zeigen sich entschlossen – die Reihe der Zinsschritte dürfte noch nicht zu Ende sein.
Mit der Bank of England passt die nächste Notenbank ihren Leitzins um 0,25 Prozentpunkte an. Mit 4,25 Prozent liegt dieser auf dem höchsten Stand seit der Finanzkrise.
Statt zu sinken, ist die Teuerungsrate im Königreich von 10,1 auf 10,4 Prozent gestiegen. Das macht die Lage für die Notenbank schwieriger.
Die Turbulenzen rund um die Pleite von US-Banken und den Kursrutsch der Schweizer Bank Credit Suisse führen auch in Deutschland zu Verunsicherung. Der Bundesfinanzminister setzt nun auf eine klare Botschaft.
Die Notenbanken können Verluste erzielen und trotzdem erfolgreich arbeiten. Aber sie sollten den Menschen erläutern, warum sie rote Zahlen nicht zu fürchten brauchen.
Ähnliche Pläne wie für Euro und Krone im Gespräch
Großbritannien will einen neuen Währungsweg beschreiten: Finanzministerium und Notenbank sprechen über ein digitales Pfund.
Leitzinsen steigen um 0,5 Prozentpunkte
Die EZB hebt die Zinsen noch mal um 0,5 Prozentpunkte an
Die britische Notenbank hat den Leitzins zum zehnten Mal in Folge erhöht. Die Entscheidung fiel aber nicht einstimmig.
Nicht nur der Zinsentscheid, sondern auch die Verlautbarungen der amerikanischen Notenbank, haben die Hoffnungen der Aktienanleger sprießen lassen. Das erwartungsgemäße Handeln der EZB hat sie nicht gebremst. Mahner gibt es aber dennoch.
Drei große Notenbanken wollen in dieser Woche die Leitzinsen anheben. Diesmal wird die EZB womöglich stärker zuschlagen als Amerikas Notenbank Fed. Was heißt das alles für Verbraucher?