Die geschröpfte Mittelschicht
Ludwig Erhards Versprechen vom Wohlstand für alle zählt nichts mehr, zeigte sich gestern Abend bei Anne Will. Umso wichtiger endlich darüber zu diskutieren, wie wir mit dem Reichtum in diesem Land umgehen wollen.
Ludwig Erhards Versprechen vom Wohlstand für alle zählt nichts mehr, zeigte sich gestern Abend bei Anne Will. Umso wichtiger endlich darüber zu diskutieren, wie wir mit dem Reichtum in diesem Land umgehen wollen.
Politiker kennen sich mit einem Thema gut aus: Den Gefahren für ihr Image. Das zeigte die gestrige Sendung von Frank Plasberg. Es stellt sich nur die Frage, was passiert, wenn diese Kernkompetenz nicht mehr ausreichen sollte.
Griechenlands Finanzminister Giannis Varoufakis redet bei Günther Jauch viel und sagt wenig. Trotzdem kommt er gut rüber – denn Widerspruch fällt aus.
„Protektorat“ und „bedingungslose Kapitulation“ – in der Sendung von Anne Will bewegen sich einige Gäste auf rhetorischen Abwegen, als sie kontrovers über Hilfen für Griechenland diskutieren.
Worum geht es in der Islamdebatte? Um gut und böse? Die Schauspielerin Idil Baydar stellte in der Sendung von Sandra Maischberger die richtigen Fragen, die ansonsten unter den Tisch fallen.
Eine Fußball-WM zu Weihnachten? Für einen Theologen unvorstellbar. Aber auch Politik und Wirtschaft geben sich bei „Hart aber Fair“ moralisch: Boykott oder Neuvergabe der Korruptions-WM 2022? Nur Stefan Effenberg hält die Entscheidung der Fifa für richtig.
Ob Putins Russland auf dem Weg in die Diktatur sei, hatte Günther Jauch in seiner Sendung wissen wollen. Die Tochter des ermordeten Boris Nemzow schildert Druck, Beschattung, Drohungen. Und auch die zweite Frau der Runde weiß an diesem Abend zu überzeugen.
Bereits 650 Menschen sind aus Deutschland zum Kampf der Islamisten nach Syrien und in den Irak gezogen, offenbart Bundesinnenminister Thomas de Maizière bei Maybrit Illner. Reicht islamischer Religionsunterricht als Mittel gegen den „Feind im eigenen Land“?
Mit dem Ersten sieht man mittwochs mehr: Erst DFB-Pokal, dann eine Runde zum Thema Hass und Fußball und schließlich: Anne Will in Hochform. Bei ihr wird über Wladimir Putin endlich mal Tacheles geredet.
Von Küchen-Castings scheinen die Sender nicht genug zu kriegen. Vox serviert den nächsten Gang: In „Game of Chefs“ hungern Kandidaten nach Lob vom Vorgesetzten. Ist das eine ausgekochte Strategie?
In der Sendung „Hart aber fair“ geht es diesmal um den Geschlechterkampf unter besonderer Berücksichtigung einer Blüte des Wissenschaftsbetriebs namens “Gender Studies“. Das war recht aufschlussreich.
Das Gesetz zum Mindestlohn enttäuscht die Hoffnungen vieler Arbeitnehmer und bereitet manchen Chefs große Schwierigkeiten. Doch in der Sendung von Günther Jauch reden die Gäste um die eigentlichen Probleme herum.
Um dem Westen Provokationen gegen Russland vorzuwerfen, muss die Wirklichkeit schon ziemlich verdreht werden. Aber immerhin darf man in Deutschland über Waffenlieferungen an die Ukraine diskutieren. Ein großer Fortschritt.
In der Beziehung zwischen Griechen und Euro-Partnern herrscht mehr Frust als Lust. Kann man sich überhaupt noch vertrauen, fragte Anne Will ihre Gäste. Aber zuerst muss sie klären: Wer knebelt hier eigentlich wen?
Bei der BBC gibt es eine Realityshow anderer Art: Bei „I Survived a Zombie Apocalypse“ verbarrikadieren sich zehn Kandidaten in einem Einkaufszentrum.
Ein Jahr lang sollen die Kandidaten der Sat.1-Show „Newtopia“ auf sich selbst gestellt leben. Zuerst einmal werden sie aber quer durch Deutschland gekarrt. Es fließen reichlich Tränen. Ob das die Richtigen für eine neue Welt sind?
Bevor heute Nachmittag in Brüssel Geschichte geschrieben wird, beschäftigte sich Frau Illner mit der Zukunft Griechenlands in der Eurozone. Sogar Brüsseler Technokraten könnten daraus etwas lernen.
„Die Tierdocs“ ist eine Dokuserie für alle, die mit einem Tiermedizinstudium liebäugeln. Der Job wird ihnen in den schönsten Farben ausgemalt. Schade nur, dass niemand übers Geld spricht.
Bei Günther Jauch kommt es zum spannenden diplomatischen Gipfeltreffen – mit dem Botschafter der Ukraine, Russlands und dem CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen. Der hat am Ende eine Prophezeiung parat, die für 2015 nichts Gutes verheißt.
Im Schatten von Minsk diskutierten auch Anne Will und ihre Gäste über die Ukraine-Krise. Das Gespräch zeigte, was in dem Konflikt bisher schief gelaufen ist: Russlands Interessen dürfen nicht länger ignoriert werden.
Ob Griechenland am Monatsende in Konkurs geht, wissen wir nicht. Aber immerhin könnte man in dieser Debatte anfangen, die richtigen Fragen nach der Zukunft Europas zu stellen.
Die Diskussion über den Krieg in der Ukraine gerät in Deutschland zur nationalen Familienaufstellung. Da die Putinversteher, dort Kissingers kühle Realpolitik. Nur von Günther Jauch hört man nichts.
Wer einen Krieg in der Ukraine verhindern will, muss wissen, wo die Grenzen der eigenen Handlungsmöglichkeiten sind. Maybrit Illner versuchte daher zu klären, was Merkel und Hollande in Moskau verhandelt können. Das ist durchaus gelungen.
Der neue griechische Finanzminister will seinem deutschen Kollegen Schäuble einen Schuldenschnitt schmackhaft machen. Bei „Anne Will“ werden wir schon vorher in die Geheimnisse der europäischen Krise eingeweiht.
Angesichts eines Stromausfalls bei Jauch war schnell von „griechischen Verhältnissen“ die Rede. Man sollte besser über „deutsche Verhältnisse“ reden. Und nicht vergessen, wer vor ein paar Jahren noch als „kranker Mann Europas“ galt.
Was macht denn der Freddy da? Im Kölner „Tatort“ tanzt Kommissar Schenk in den zweiten Frühling, bis Kollege Ballauf ihm die Leviten liest. Ein erstklassig gespielter Fall mit dichter Atmosphäre.
Politik ist der Kampf um die Deutungshoheit. So auch gestern bei Maybritt Illner. Vielleicht solle man es mal mit mehr Wissenschaft versuchen – und den griechischen Finanzminister einladen.
Die griechische Tragödie hätte bei „Hart aber fair“ Anlass für eine starke Debatte sein können. Doch die Gäste blieben blass und leidenschaftslos. Dabei beginnt jetzt das Endspiel im Poker um neue Milliarden-Hilfen.
In dem Film „Blindgänger“ leistet der einstige Bombenentschärfer Conny Stein zivilen Ungehorsam. Er versteckt ein Flüchtlingskind. In Dresden.
Kann es siebzig Jahre nach der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau immer noch um Aufklärung gehen? Ja, sagt Günther Jauch. Es muss sogar wieder darum gehen, denn das Vergessen hat schon begonnen.
In der Islam-Debatte wird zumeist diskutiert wie im theologischen Seminar. Bei Maybrit Illner konnte man erleben, wie es auch anders geht. Selbst Politiker wie Jürgen Trittin überraschten positiv.
In der Diskussion über Terrorgefahr in Deutschland dominiert die Sehnsucht nach Eindeutigkeit. Dabei liegt darin der Denkfehler, wie bei Frank Plasberg deutlich wurde.
Dass eine der Pegida-Organisatorinnen im Studio saß, verbuchte das Team um Jauch wohl schon als Großleistung. Kritische Analysen oder neue Erkenntnisse lieferte jedenfalls kaum einer der Anwesenden.
Eine pflichtbewusste Kommissarin schaut sich auch in der Disco der Dorfschenke um. Aber im „Tatort. Die Sonne stirbt wie ein Tier“ glänzt vor allem ein Nebendarsteller.
Kasperletheater mit Nonnen, Bürgermeister und einem Wachtmeister obendrein: Warum „Um Himmels Willen“ wieder ein großer Erfolg ist.
Sandra Maischberger widmet sich den Gefahren islamistischer Gewaltakte in Europa. Migranten in Deutschland müssten sich anpassen, doch dürfe nicht jeder Kleindiebstahl als Signal eines Kulturkrieges gelten.