Zündhölzer aus Pappelholz
Wer per Fahrrad mit der Günter-Grass-App zwischen Lübeck und Mölln unterwegs ist, erfährt nicht nur viel Neues über den Nobelpreisträger, sondern lernt auch über Treidler, Salzprahme und den Hering als solchen dazu.
Wer per Fahrrad mit der Günter-Grass-App zwischen Lübeck und Mölln unterwegs ist, erfährt nicht nur viel Neues über den Nobelpreisträger, sondern lernt auch über Treidler, Salzprahme und den Hering als solchen dazu.
Mit Thomas Mann sind viele Wohnsitze verbunden. Was sagen sie über ihn aus? Der Schriftsteller prägte die Häuser, und sie prägten sein Werk. Dieser Gastbeitrag wirft einen tiefen Blick in Manns Wohnen und Leben.
Wie hat Thomas Mann gelebt, gefühlt, geträumt? Der irische Schriftsteller Colm Tóibín weiß alles und inszeniert es in seinem Roman „Der Zauberer“ in bruchloser Illusion. Aber ist das literarische Freiheit oder übergriffige Indiskretion?
„Für die anglophone Welt ist das jetzt die Geschichte Thomas Manns“: ein Gespräch mit Kai Sina über Colm Tóibíns neuen Roman „Der Zauberer“ und dessen Einseitigkeit – und ein Gedicht von Johann Wolfgang von Goethe.
Das gab es nur einmal: Thomas Mann und Max Beckmann verbrachten im Sommer 1947 zehn gemeinsame Tage an Bord eines Überseedampfers. Die beiden eitlen Künstler belauerten sich dabei.
Rudern in der Früh und Städte am Wasser: Olaf Scholz, Kanzlerkandidat der SPD, beantwortet den Fragebogen, den der Schriftsteller Marcel Proust gleich zweimal ausfüllte. Dabei verrät er viel über sich selbst.
Detlev Buck hat Thomas Manns „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“ verfilmt, nach einem Drehbuch von Daniel Kehlmann. Der Film macht aus dem Bildungsroman eine Romanze – und wirkt dadurch erst recht schulbuchhaft.
Ständig war er in Gefahr, im Exil doch noch in die Mühlen des Krieges zu kommen: Daniel Birnbaums Roman „Dr. B.“ über die Stockholmer Jahre seines Großvaters.
Ein Archiv deutscher Geschichte, ein Zeugnis des Widerstandsgeistes: Die Berliner Staatsbibliothek erwirbt den Vorlass des Poeten und Sängers Wolf Biermann. Dass es seine Tagebücher noch gibt, verdankt er einem findigen Freund.
„Je, den Düwel ook, c’est la question, ma très chère demoiselle!“ Eine Antwort mit einem alten kapitalistischen Bonmot, Thomas Mann und meinem Vater. Ein Gastbeitrag.
Taugt der Autor zur Waffe gegen die Identitätspolitik? Ein New Yorker Ideenhistoriker bejaht diese Frage im Vorwort zu den „Betrachtungen eines Unpolitischen“.
Sophie Scholl ist eine deutsche Ikone – und als solche vielen heute recht fern. Zu ihrem hundertsten Geburtstag wird versucht, sie nah an uns heranzuholen. Auf Instagram kann man ihre letzten zehn Lebensmonate beobachten.
Ein Mann muss tun, was ein Mann tun muss: In „Heute stirbt hier Kainer“ reibt sich Martin Wuttke als lebensmüder Einsiedler zwischen Provinzscharmützeln auf.
Vergessen wir mal alle Politik: Wären die Deutschen überhaupt mental bereit für einen Bayern im Kanzleramt? Unser Redakteur hat die Beweise gesichtet.
Die arktische Reiseerzählung der Schriftstellerin und Kritikerin Arezu Weitholz kommt ohne Eisbären und Schiffbruch aus. Sie beeindruckt allein durch ihre meisterliche Lakonie.
Man ist buchstäblich auf der Höhe des Lebens, aber dieses damit eben auch auf der Kippe: Was macht die Mittelalten zu einer so gefährdeten Gruppe? Ein Blick in die Literaturgeschichte.
1941 proklamierte der amerikanische Präsident Roosevelt vier grundlegende menschliche Freiheiten. Die wichtigste: Angstfreiheit. Auf Einladung des Thomas Mann House nehmen Künstler in Videos dazu Stellung.
Vor 75 Jahren etablierte sich wieder die Demokratie in Frankfurt. Die Parteien im Römer stritten – doch SPD und CDU fanden schließlich für lange Zeit zusammen.
Fatale Sehnsucht nach Tradition: Martin Mosebachs neuer Roman „Krass“ erzählt von einem Machtmenschen, aber eigentlich geht es wieder nur um Stil.
Der Mann, der im Bahnhofsviertel Menschen attackiert haben soll, kommt in die Psychiatrie. Am Donnerstag soll das Urteil im Prozess um die Ermordung von Walter Lübcke fallen. Die F.A.Z.-Hauptwache blickt auf die Themen des Tages.
Grete de Francesco schrieb in den dreißiger Jahren ein Buch über die Figur des Scharlatans. Seine Neuausgabe zeigt, wie überraschend aktuell das Thema gerade jetzt ist.
Der Anfang von Beethovens fünfter Symphonie wurde als Sendezeichen der BBC, als V-Zeichen für „Victory“ und „Vrjheid“ und als Morsecode zum Widerstandssymbol gegen die Nazis.
Die große Essayistin wollte auch gerne eine große Erzählerin sein: Susan Sontags kurze Prosa orientiert sich am Höchsten, doch gerade durch diesen Ehrgeiz verfehlt sie das Ziel.
Worauf beruft sich die Kunst, um sich von Fitnessstudios, Spielhallen und Wettannahmestellen abzuheben? Und was kann zur Förderung der Künstler, zur Sicherung ihrer Existenz geschehen? Ein geschichtlicher Streifzug.
ARD und ZDF plündern zu Weihnachten das Werk der Brüder Grimm und den Sagenschatz Norwegens. Sie machen daraus heutiges Haltungsfernsehen.
Er lacht, pfeift und lärmt – aber kann er auch singen? Hildegard von Bingen spricht Luzifer diese Fähigkeit ab. Eine kleine Phänomenologie des Teufels in der Musik
Eine neue, wunderschön produzierte Werkausgabe zeigt Günter Grass als Redner, der das liberale Deutschland von heute vorwegnahm.
Armin Mueller-Stahl war erst der populärste Star der DDR, später der Held des westdeutschen Autorenkinos, dann entdeckte ihn auch der internationale Film. Ein Glückwunsch zum 90. Geburtstag des großen Schauspielers.
Im Internet-Format „MutuallyMann“ stellt das Thomas Mann House die 1945 gehaltene Rede „Deutschland und die Deutschen“ zur Diskussion. Nach der amerikanischen Präsidentenwahl ist das Muster von Manns nationaler Selbstprüfung so aktuell wie damals.
Ein Journalist widmet sich der französisch-deutschen Aussöhnung: Das vielseitige Leben des Schriftstellers und Botschafters Wilhelm Hausenstein.
Knapp dreißigmal ist Arnold Böcklins „Toteninsel“ vertont worden, so oft wie kaum ein anderes Gemälde. Seine Wirkung reicht vom Fin de siècle bis zu Experimentalbands und Elektronikopern. Gemeinsam ist ihnen die Sehnsucht nach Ruhe.
In drei großen Fragen bietet ein amerikanischer Präsident Joe Biden große Chancen: für die Zukunft der Demokratie, das Ziel einer gerechteren Welt und ein starkes Europa. Deutschland muss alles dafür tun. Ein Gastbeitrag.
Um kostenlos an teuren Events teilnehmen zu können, soll sich ein Mann als Redakteur ausgegeben haben. Für die F.A.Z. ist es nicht die erste Begegnung mit ihm. Der Prozess hat am Montag mit einer überraschenden Wendung geendet.
Bei der Reichstagswahl im Oktober 1930 stieg der Stimmanteil der Nationalsozialisten sprunghaft um ein Vielfaches an. Schriftsteller Thomas Mann ist besorgt und richtet einen Appell an die Deutschen. Die Frankfurter Zeitung ordnet seine Rede ein.
Ihre Bedeutung auch im digitalen Zeitalter, in dem die Selbstverständlichkeit des Lesens verloren ist, untermauert der kleine Wortschatz der Studentenschaft. Ein Gastbeitrag.