Eine stille Qual, noch immer
Thomas Medicus spürt einem mehr als ein halbes Jahrhundert zurückliegenden Suizid nach: in dem eindrucksvollen autobiographischen Buch „Vaterlos“. Aber ist es wirklich ein „Tatsachenroman“?
Es geht um den Vorwurf des Sexismus, persönliche Beleidigungen und Erfolg: Was bleibt von der Debatte um Ildikó von Kürthy, Denis Scheck, Elke Heidenreich und Sophie Passmann? Wie weit darf Literaturkritik gehen?
Thomas Medicus spürt einem mehr als ein halbes Jahrhundert zurückliegenden Suizid nach: in dem eindrucksvollen autobiographischen Buch „Vaterlos“. Aber ist es wirklich ein „Tatsachenroman“?
Ist Martin Heideggers Werk durch seine NS-Verstrickung belastet? Oder lassen sich Person und Philosophie säuberlich trennen? Der Schlüssel zur Deutung liegt in einer dritten Position. Eine Betrachtung anlässlich des 50. Todestags.
Sein gefeierter Thomas-Mann-Roman „Königsallee“ ist auch ein Klaus-Heuser-Roman. Hans Pleschinski lädt seine Leser ein, unausgeschöpfte Möglichkeiten des Lebens zu erkunden, ohne sich falschen Hoffnungen hinzugeben.
Historische Stoffe prägen den Wettbewerb von Cannes. Der Film der deutschen Regisseurin Valeska Grisebach bildet eine Ausnahme und dreht gleich ein ganzes Genre um.
Die Buchhändlerin und Publizistin Rachel Salamander hat Ende 2022 ihr Archiv der Stadt München übergeben. Eine Ausstellung führt nun vor Augen, wie wertvoll dieses Geschenk ist.
Sandra Hüller gibt in Cannes Thomas Manns älteste Tochter Erika, die den Vater 1949 nach Deutschland begleitet. Und Akte-X-Star Gillian Anderson tritt als Femme fatale im Horrorfilm „Teenage Sex and Death at Camp Miasma“ auf.
Bei einer Google-Suche nach Thomas Mann wird ein KI-Bild des Schriftstellers vorgeschlagen. Dahinter steckt eine künstlich generierte Literatur-Website, aber auch die logische Konsequenz der KI-Cover des S. Fischer Verlags.
Was zählt? Das sollte man selbst wissen. Denn Johanna Wehners dichte Inszenierung der „Buddenbrooks“ am Schauspiel Frankfurt überlässt die Interpretation dem Publikum.
Wenn Kunst politisch wird: Das Münchener Literaturfest macht die Stadt noch eine Woche lang zur Heimat des literarischen Exils. Und es findet vielfältige Präsentationsformen. Nicht nur Marija Aljochina von „Pussy Riot“ ist zu Gast.
Keine Stadt der großen Gefühle? Der Soziologe Stefan Müller-Doohm erzählt einnehmend davon, wie seine Vaterstadt Frankfurt ihn formte.
Ein Epos auf Abendlänge kürzen ist nicht die einzige Herkulesaufgabe, die Johanna Wehner gerade stemmt. Mit Baby und den „Buddenbrooks“ ist die Regisseurin zurück am Schauspiel Frankfurt.
Die westliche Welt fürchtet die Kinderlosigkeit. Der rechte Rand macht den Feminismus verantwortlich. Aber ist Kinderlosigkeit nicht eher eine männliche Erfindung? Ein Blick auf den Kanon der Weltliteratur legt das zumindest nahe.
Der Unterscheidung von Fakten und Fiktion entzog er sich und suchte nach der Wahrheit: Zum Tod des Filmemachers und Autors Alexander Kluge.
Eine Kulturbranche, die vorauseilend säubert, eine Behörde, die illegal abhört, ein Staat, in dem Loyalität mehr zählt als Können: Die Kommunistenjagd während der McCarthy-Ära erinnert an das Amerika von heute.
Jede Woche fragen wir Menschen aus dem Kulturbetrieb, was sie lesen und welches Buch in ihrem Schrank sie ganz bestimmt nicht lesen werden. Diesmal antwortet der französische Theaterregisseur Julien Gosselin.
Am Freitag erscheint Paul Ingendaays Buch „Entscheidung in Spanien“. Es erzählt, wie Freiwillige aus mehr als fünfzig Ländern 1936 zu Hilfe kamen, um auf der Seite der Spanischen Republik gegen die Erhebung rechter Militärs zu kämpfen. Ein Auszug.
Thomas Manns „Zauberberg“ bleibt ein Publikumsliebling. Beim Roman-Herzog-Institut in München zeigt sich, warum die Deutschen „ihren“ Mann so gerne lesen – das hat nicht nur inhaltliche Gründe.
In Thomas Langs Roman „Melville verschwindet“ besichtigt ein Autor sein abgebrochenes Werk. Was er findet, ist ein Abgrund: Das Manuskript spiegelt sein eigenes Leben.
Auch in Zeiten der Verfolgung während der Nazi-Zeit schrieben Autoren über Liebe und Sex. Bertolt Brecht huldigte dem „Liebesakt“, Lion Feuchtwanger berichtete aus seinem „intensiven Leben“.
Nelio Biedermann steht mit seinem Roman „Lázár“ seit einem halben Jahr auf der Bestseller-Liste. Jetzt will Tom Tywker das Buch verfilmen lassen. Was sein Erfolg über die Bedürfnisse von Lesern sagt – und über die Literaturkritik.
Archäologie und Kriminalistik können voneinander profitieren – bei einem mysteriösen Mordfall aus dem antiken Nida ebenso wie bei einem verschwundenen Geschäftsmann der Moderne.
Hier wurde die Wiedergewinnung von Normalität im Exil eingeübt: Im Londoner Club 43 trafen sich NS-Verfolgte – ein Raum, der sich der Kultur verschrieb, nicht dem Überleben.
Merz hält Rede in Davos +++ Geburtstag von E.T.A. Hoffmann +++ Konservatismus +++ Erneuerbare Energien
In Davos hält der Bundeskanzler eine Rede, die fast spiegelbildlich zu der von Trump wirkt. Er schlägt darin einen pragmatisch poetischen Ton an und richtet sich plötzlich an seine „deutschen Hörer“.
Geld, Gold und Schmuck lagerten in 3000 Sparkassenfächern in Gelsenkirchen. Jetzt ist alles weg. Wir sind mit dem F.A.Z.-Korrespondenten Reiner Burger auf Spurensuche.
US-Käufe von Territorium +++ Thomas Mann und seine Hunde +++ Grateful-Dead-Gitarrist gestorben
Hinter dem Literaturhaus München wurde eine Installation zur Familie Mann aufgestellt, die Thomas Manns Bruder Heinrich weglässt. Das hat dieser nicht verdient.
Über Hunde hat Thomas Mann sich oft liebevoller geäußert als über Menschen - waren sie ihm am Ende doch näher? Bestandsaufnahme keiner Nebensächlichkeit zum Ende des Jubiläumsjahrs.
Das ideale Geschenk für Weihnachtsmuffel, für Leute mit Köpfen in Wolken, für Verwandte und Verwöhnte? Zehn Empfehlungen – und ein neues Literaturrätsel.
Kunst in Kontrovesersen +++ Europa gegen USA +++Debatte über Feiertage +++ Investitionsstreik
Vor rund 30 Jahren ging „Die Harald Schmidt Show“ auf Sendung. Der Jubilar spricht im Interview über seine schmale Rente und verrät, warum er mit seinem Sohn die „Haftbefehl“-Doku geschaut hat.
Während Thomas Mann schon im Exil ist, sind seine Tagebücher noch in München. Was könnte passieren, wenn sie in die Hände der Nazis kämen? Ein Gespräch mit Florian Illies über die Familie Mann in Sanary und die Frage, was er in seinem neuen Buch erfunden hat und was nicht.
Humor gilt immer noch als Männerdomäne – als könnten Frauen Männer rein biologisch nicht zum Lachen bringen. Und dann ist da Kabarettistin Teresa Reichl, angetrieben von ihrer Wut auf das Patriarchat.
Was verschenken Sie zu Weihnachten? Redakteure aus dem Feuilleton der F.A.Z. empfehlen in sechs Kategorien nicht nur Bücher, Platten, Filme und Serien zu Weihnachten.
Jede Woche fragen wir Menschen aus dem Kulturbetrieb, was sie lesen und welches Buch in ihrem Schrank sie ganz bestimmt nicht lesen werden. Diesmal antwortet der Schauspieler Hans-Jochen Wagner.