Auf den Hocker gekommen
Hocker stehen oft nur im Weg rum und sind nicht gerade die bequemsten Sitzgelegenheiten. Ihrer Beliebtheit tut das freilich keinen Abbruch. Viele Modelle sind zu echten Designikonen avanciert.
Hocker stehen oft nur im Weg rum und sind nicht gerade die bequemsten Sitzgelegenheiten. Ihrer Beliebtheit tut das freilich keinen Abbruch. Viele Modelle sind zu echten Designikonen avanciert.
Ein Frauenfeind wird umerzogen: In einer bisher vernachlässigten Handschrift erhält die Märchensammlung „Tausendundeine Nacht“ einen sensationellen neuen Schluss. Ein Besuch bei der Übersetzerin Claudia Ott.
Open Access macht alles kaputt – die Verlage, die Bücher, die Wissenschaft. Dahinter steckt auch ein schlimmer Denkfehler: Digitale Verbreitung ist kein Kavaliersdelikt wie das Kopieren von Seiten. Ein Gastbeitrag.
Er war in Russland Investigativjournalist auf verlorenem Posten und wurde darum Schriftsteller. In seinen Büchern jagt er die jüngere Geschichte seines Landes, als sei sie eine giftige Schlange. Eine Begegnung mit Sergej Lebedew.
In San Sebastián ist das europäische Kulturhauptstadtjahr 2016 eröffnet worden. Frieden, Dialog und Zusammenleben sind die Kernbegriffe seines Programms. Doch die flauschigen Formeln verdecken die wahren Konfliktlinien.
Eine Retrospektive in Paris zeigt das Werk von Anselm Kiefer: Die Titel der Gemälde und Skulpturen handeln von den großen Menschheitsthemen. Was aber ist in den Räumen zu sehen?
Die „Visual China Group“ kauft Bill Gates die Bibliothek der Agentur Corbis ab und verbündet sich mit Getty: Die Bilder der Welt sind nun in Peking.
In Regiefesseln: Luk Perceval bringt John Steinbecks Roman „Früchte des Zorns“ in Hamburg auf die Bühne. Aber wo bleibt die Wut?
Die Evangelische Akademie am Römerberg wird umgebaut. Neben einem Fachwerkhaus schwebt bald ein Gebäude mit Glasfassade. Kann das gutgehen?
Dreihunderttausend Bücher besitzt der Modeschöpfer Karl Lagerfeld, verstreut auf sieben Wohnungen. Als Sammler im klassischen Sinn sieht er sich aber nicht – Lesen ist für ihn tägliche Nahrung.
Der Pariser Auktionsmarkt bleibt beständig und vielseitig. Christie’s schiebt sich vor Sotheby’s und Artcurial an die Spitze. Asien punktet. Die Bilanz für 2015.
Vorschau: Bücher und Graphik bei Nosbüsch & Stucke in Berlin
Überschnappen als schreiberisches Prinzip: „Mein Kampf“ ist eine einzige Lügenrede. Die kritische Edition aus München zerstört diese Beschallung. Das hätte längst geschehen sollen.
Am Freitag kommt eine Neuausgabe von Adolf Hitlers „Mein Kampf“ auf den Buchmarkt. Doch nicht jeder Frankfurter Buchhändler wird die „kritische Edition“ in seine Regale stellen. Auch Bibliotheken verleihen „Mein Kampf“ weiterhin nicht.
Man möchte diesen Feingeist so gern schützen: „Kress“ ist eine einzigartige Figur der Gegenwartsliteratur. Eine Begegnung mit dem jungen Schriftsteller Aljoscha Brell in Berlin-Neukölln.
Weil Jean Sulpice ihn mit Mohnblüten besänftigt. 2300 Meter über dem Meer führt der Zweisternekoch in den französischen Alpen die Kräuterküche in ganz neue Höhen.
Was läuft im Fernsehen? Nix. Zumindest nichts Neues. Das stimmt natürlich so nicht. Aber Überraschungen sind rar. Dabei läuft den Sendern durch die neue Konkurrenz aus dem Internet die Zeit davon.
Sir Ian McKellen ist eine Schauspielerlegende, ein Mann, der im Shakespeare-Theater ebenso zu Hause ist wie in Tolkiens „Herr der Ringe“. Hier spricht er über die Bilanz seines Lebens, sein spätes Coming-out und seine Ängste vor jeder neuen Rolle.
Warum Olivenöl statt Butter, wenn man es hinterher doch nicht herausschmeckt? In Bastian Jordans neuem Buch bieten auch Rezepte von Meisterköchen nur Ansätze einer Antwort.
Essen, Schlafen, ein bisschen Lernen - viel gibt es in der Flüchtlingsunterkunft am Offenbacher Kaiserlei für die Menschen nicht zu tun. Ehrenamtliche laden deshalb zum Stadtspaziergang ein, um ihnen eine Auszeit vom Camp zu ermöglichen.
Starökonom Hans-Werner Sinn tritt ab. Ein Gespräch über Freund und Feind, seine linke Vergangenheit und die hohe Kunst des Taxifahrens.
Für Nachzügler tickt die Uhr – doch noch bleibt etwas Zeit für letzte Besorgungen. Das Feuilleton der F.A.Z. hilft mit Empfehlungen für Bücher, Platten, Filme und Serien.
Jakobsmuschel aus Ochsenmark und Heu-Bearnaise: Andreas Döllerers „Cuisine Alpine“ befreit die Regionalküche vom Geruch des Hinterwaldes.
Die Universitäten der Region bauen ihre Zusammenarbeit aus. Die Studierenden können fortan die Bibliotheken aller drei Unis nutzen, zudem wurde die Anerkennung von Prüfungsleistungen vereinfacht. Auch die Chancen auf Drittmittel sollen sich erhöhen.
Auch Schalengenüssen sollten Kinder nicht entsagen: Das Slow-Food-Kochbuch für die ganz jungen Anfänger enthält ihnen Naturgeschmackserlebnisse vor.
Schon die Kulturpolitik von Marine Le Pen ist von Einflussnahme und gezielten Kürzungen geprägt. Doch ihre Nichte Marion führt einen ideologischen Kulturkampf, in dem sie tatsächlich von „entarteter Kunst“ schwadroniert.
Ein neues Meisterwerk von Chen Jianghong: In seinem Bilderbuch „Ich werde Berge versetzen!“ trifft Chinas Tugendlehre auf eine atemberaubende Geschichte.
Der französische Unternehmer Pierre Bergé trennt sich in Paris von seiner Bibliothek. Die erste Offerte umfasst einzigartige Schätze unter anderen von André Breton und Blaise Cendrars mit Sonia Delaunay.
Die Angriffe auf Kulturstaatsministerin Monika Grütters und das neue Gesetz zum Schutz von Kulturgut werden immer schriller. Gerechtfertigt sind sie nicht. Ein Gastbeitrag.
Erst Bilder, dann Theater, Ballett und Musik: Das Google Cultural Institute beamt die analoge Kultur ins Digitale. Jetzt machen auch die Berliner Philharmoniker mit. Aber lohnt sich die Aufführung auch?
Grünes Lego: David Kikillus ist erst dreiunddreißig Jahre alt und hat schon eine schöpferische Ruhepause hinter sich. In seinem ersten Buch zeigt er sich als lernfähiger Bastler.
Die Polizei in Kalifornien hat ein Roboterauto von Google gestoppt, weil es zu langsam gefahren ist. Nun verrät der Konzern weitere Details über seine futuristischen Fahrzeuge.
Facebook-Mitgründer Mark Zuckerberg will 99 Prozent seines Vermögens spenden. Für den guten Ruf? Das hat schon ganz anderen Magnaten genützt.
Bergromantik war gestern. Immer mehr Südtiroler Neubauten machen mit moderner Architektur von sich reden. Auf Kosten der regionalen Identität geht das nicht. Im Gegenteil.
Der neue deutsche Glaubenskampf findet sein Opfer. In dieser Woche war es der Präsident des Zentralrats der Juden. Was Josef Schuster über Flüchtlinge gesagt hat und was behauptet wurde, dass er es gesagt habe – eine Klärung.
Die Suche nach NS-Raubgütern in Museen, Archiven und Bibliotheken ist die größte Aufgabe des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste. Uwe M. Schneede, der Vorstand der Stiftung, zieht nach dem ersten Jahr im Gespräch Bilanz.