Ich bin bereit, das christliche Abendland zu verteidigen
Gibt es so etwas wie einen Mustereuropäer? Der Schriftsteller Dževad Karahasan kommt diesem Ideal als bosnischer Muslim ziemlich nah. Neue Folge unserer Europa-Serie.
Gibt es so etwas wie einen Mustereuropäer? Der Schriftsteller Dževad Karahasan kommt diesem Ideal als bosnischer Muslim ziemlich nah. Neue Folge unserer Europa-Serie.
Architektinnen werden schlechter bezahlt und schneller vergessen – auch wenn sie wie Renée Gailhoustet Wegweisendes geschaffen haben.
Es wird getrunken und gelesen: Das Rheingau Literatur Festival findet im September zum 25. Mal statt. Und Ingo Schulze erhält den diesjährigen Festivalpreis. Sowie 111 Flaschen Wein.
Alte Kunst vor Zeitgenossen: Der Auktionsmarkt in Spanien macht keine großen Sprünge, hält sich aber gut. Hier die wichtigen Zuschläge des ersten Halbjahrs
Der englische Theologe und Naturforscher Joseph Priestley war mit seinen bahnbrechenden Versuchen Ende des 18. Jahrhunderts seiner Zeit weit voraus und saß mit seinen Erkenntnissen zwischen allen Stühlen.
In den zwanziger Jahren machte Konrad Adenauer aus Köln eine moderne Stadt. Die Gegenwart ist zum Heulen – wie lauter Projekte zeigen, die nicht vorangehen.
Im Römer wird über eine Räumung des besetzten Hauses „Au“ diskutiert. Auch andere linksautonome Zentren geraten in die Kritik.
Die Deutsche Nationalbibliothek sammelt alle deutschen Bücher – und erschließt sie mit Schlagworten. Diese Arbeit sollen künftig keine Menschen mehr verrichten. So macht die Digitalisierung Wissen unzugänglich.
Die Lederjacke ist jetzt, in diesem wechselhaften Sommer, oft im Einsatz. Doch sie ist kein harmloses Kleidungsstück. Wer eine trägt, sollte wissen, was sie bedeutet.
Mit der Regenbogenreihe revolutionierte Willy Fleckhaus die deutsche Bücherlandschaft. Über drei Jahrzehnte galt er als einer der wichtigsten Grafikdesigner. Nun würdigt die Villa Stuck seine bedeutendsten Werke.
Man kann nicht nicht kommunizieren, stellte der Kommunikationswissenschaftler Paul Watzlawick einst fest. Doch mit wem man zu kommunizieren bereit ist, hängt stark von sozialen Konventionen ab.
Zwölf Kapitel von „Sanditon“ standen auf dem Papier, als Jane Austen starb. Ihr letzter Roman gewährt einen aberwitzigen Ausblick in eine Gesellschaft des Konsums und der Spekulation.
Unsere schriftliche Überlieferung ist in Gefahr. Die Schätze deutscher Bibliotheken können nur gerettet werden, wenn Digitalisierung und Buchrestaurierung Hand in Hand gehen. Ein Gastbeitrag.
Als unverheiratete Verwandte zog Jane Austen immer ihrer Familie hinterher. Vor zweihundert Jahren starb die Autorin – doch bis heute steht in Großbritannien ihr letzter Wohnort für Besucher offen.
In Brüssel werden Fotos belgischer Kulturschätze ausgestellt. Besonders ist daran: Sie wurden vor hundert Jahren von Deutschen mit der Absicht von Propaganda aufgenommen. Doch sie erzählen noch viel mehr.
Phantastische Geschichtsromane spiegeln die Enttäuschung der Afroamerikaner über das Steckenbleiben der Bürgerrechtsbewegung. Unterdessen entdecken Historiker die Handlungsmacht der Sklaven.
Mit seiner zweiten Programmausstellung „Vorsicht Kinder!“ ist das Humboldtforum dabei, zur Konsensmaschine zu werden. Dabei muss um das Projekt noch weiter gestritten werden.
Das Glas ist halbvoll: Während Erdogan in Hamburg bei G 20 verhandelt, findet in Köln eine prominent besetzte Solidaritätsveranstaltung für Deniz Yücel statt. Sie zeigt, wie wichtig es ist, den Humor nicht preiszugeben.
Fuat Sezgin hat eine große Bibliothek aufgebaut – darf sie aber nicht von Frankfurt in die Türkei bringen. Seine Bücher stecken im Zoll fest, sein Büro wurde versiegelt. Warum?
„Café Libretto“ in der Innenstadt ist eine Institution. Sie wirkt wie ein Treffpunkt, in dem schon die Großeltern Kaffee getrunken und Kuchen gegessen und mit Freunden geplaudert haben.
Warum eigentlich verliert unser Gehirn unter der täglich wachsenden Informationsflut nicht den Faden? Weil es phantastisch organisiert ist. Nur bei „Fake-News“ gerät es auf die schiefe Bahn. Eine Glosse!
Nickt der Bundestag die Reform des Wissenschaftsurheberrechts noch ab? Dann schießen die Große Koalition und Justizminister Heiko Maas den nächsten Bock. Sie sollten Sommerpause machen. Ein Kommentar.
Peter Sloterdijk illuminiert das stellenweise sehr graue Haus der Philosophie in feurigen Farben. Heute wird der Meister des Assoziativen siebzig Jahre alt.
Hinter einer Geheimtür in der Bibliothek eines Antiquitätenhändlers hat die argentinische Polizei Nazi-Relikte entdeckt. Wie sind sie dort hingelangt?
Hoch lebe das Papiermaché! Ein Besuch im Barockschloss Ludwigslust in Mecklenburg-Vorpommern.
Kommt die Novelle zum Wissenschaftsurheberrecht durch den Bundestag? Gegenüber Autoren und Verlegern zeigte sich nicht einmal der Justizminister optimistisch.
Vor 20 Jahren trafen Kugeln der Camorra die Mutter der zehnjährigen Alessandra Clemente. Sie wurde ein zufälliges Opfer der neapolitanischen Mafia. Wie geht ihre Familie damit um?
Das Kulturerbe der irakischen Stadt Mossul hat unter dem IS stark gelitten. Doch auch die heftigen Kämpfe um die noch nicht befreiten Viertel und die Region verursachen immense Zerstörungen.
Alles hier ist ruhig, geduldig, langsam reifend: In der tiefen, zentralfranzösischen Provinz Berry fand die Schriftstellerin George Sand Muße und Inspiration.
Das lässt einen nicht kalt: Jonathan Franzen geht auf Kreuzfahrt in die Antarktis und David Safier hat ein Theaterstück aus dem Warschauer Getto wiederentdeckt.
Manche Fälle bringen Rechtsmediziner Michael Tsokos an seine Grenzen. Das passiert wenn Eltern ihre Kinder zu Tode schütteln. Ortstermin in der Berliner Charité
Ivars hat sein gutes Leben in Lettland hinter sich gelassen und ist in Berlin gestrandet. Dort fasst er keinen Fuß. Unter anderem scheitert er an der Sprache.
Es ist das am längsten besetzte Haus Deutschlands: Seit 34 Jahren ist die „Au“ im Frankfurter Stadtteil Rödelheim ein linksautonomes Wohnprojekt. Die Stadt lässt die Bewohner gewähren.
Es gibt viele Liebeserklärungen an Shakespeare, aber diese ist der Wahnsinn: Günter Jürgensmeier packt die Quellentexte zu sämtlichen Dramen in einen einzigen dicken Band.
Eine Doppelschau in Bern verfolgt die Einflüsse der russischen Revolutionskunst bis in die Gegenwart. Im Klee-Zentrum wird dabei der Suprematismus in seiner Wirkung ausgebreitet.
Die EU-Kommission will bei der Online-Verwertung von Filmen das „Territorialprinzip“ abschaffen: Produzenten können Lizenzen nur einmal abgeben. Das stärkt Sender und Streaming-Portale und trifft die Kreativen ins Mark. Der Countdown läuft.