Steinmeiers große Illusion
Der Außenminister wollte Russland wieder an Europa heranführen. Modernisierungspartnerschaft hieß das. Nun zerstört die Krim-Krise all seine Pläne.
Der Außenminister wollte Russland wieder an Europa heranführen. Modernisierungspartnerschaft hieß das. Nun zerstört die Krim-Krise all seine Pläne.
Vor allem in den Wahlkämpfen der frühen 1930er Jahre machte sich die NSDAP das Anliegen einer angemessenen Behandlung der Kriegsbeschädigten zu eigen. Die Weimarer Republik machte es den Nazis aber auch leicht.
Deutschland hat angeboten, syrische Chemiewaffen zu zerstören. In Munster soll das geschehen, wo die Geschichte der chemischen Kampfstoffe einst auch begann.
Deutschlands Orient-Politik im Ersten Weltkrieg war zu keinem Zeitpunkt Resultat einer soliden Planung, sondern „eher Ergebnis einer Politik, deren Absichten die verfügbaren Ressourcen nicht entsprachen“.
Vom Krieg gezeichnet: Die Doppelausstellung von „Les Gueules Cassées“ und „Wounded - The Legacy of War“ des Rockmusikers Bryan Adams kann man nachdrücklich empfehlen. Zu sehen sind die Bilder in der Kunsthalle Mainz.
Nicht nur für die Menschen, auch für die Natur hatte der Erste Weltkrieg verheerende Folgen. Ein Beispiel: der Urwald von Białowieża in Polen. Wisente und uralte Bäume fielen Wilderern und Soldaten zum Opfer.
Die Mitgliederzahlen sinken, die Verbände sind zersplittert: Warum Deutschlands studentische Verbindungen seit Ende des zweiten Weltkriegs immer mehr in die Bedeutungslosigkeit abgedriftet sind.
Sachkundig und anschaulich schildert Herfried Münkler den Verlauf des Ersten Weltkrieges vom Scheitern des Schlieffen-Plans im September 1914 bis zum Waffenstillstand im November 1918.
Die schreckliche Geschichte der 80 Millionen Menschen, die im 20. Jahrhundert über europäische Grenzen verjagt worden sind, erzählt der polnische Historiker Piskorski.
Der philippinische Präsident Aquino appelliert mit einem unglücklichen Hitler-Vergleich an die Welt und sucht damit Unterstützung im Streit mit China.
Vom Haus der Kunst in München wechselte der 1966 in Wiesbaden geborene Ausstellungsmacher Leon Krempel zum Jahresbeginn nach Darmstadt. An seiner neuen Wirkungsstätte will er einiges verändern.
Die große Koalition verdrängt, dass die Alterung der Bevölkerung das Wachstum bremst. Notwendig wäre eine weitere Verlängerung der Lebensarbeitszeit, keine Verkürzung.
Britannien hätte sich aus dem Ersten Weltkrieg heraushalten sollen, meint der britische Historiker Niall Ferguson. Mit einem deutschen Sieg hätte es leben können. Die These sorgt im Gedenkjahr für Furore.
Welche Lehren müssen wir aus dem Ersten Weltkrieg ziehen? Waren die Deutschen an allem schuld? Der Politologe Herfried Münkler erklärt, wie es zur Geburtsstunde der modernen Katastrophen kam.
Pornographie im Netz ist das „stillste Big Business der Welt“: Allein in Amerika werden zwischen drei und zehn Milliarden Dollar jährlich verdient. Steckbrief einer visuellen Großmacht.
Pünktlich zum Beginn des Gedenkjahres stellt das in Frankfurt ansässige Deutsche Filminstitut historische Filme aus ganz Europa zum Ersten Weltkrieg online.
Sicher hat bei der Begründung der nationalen Rotkreuzbewegungen ein genuin humanitäres Moment eine wichtige Rolle gespielt. Die Sorge galt dabei dem Opfer und nicht der Nation.
Die Geschichte des Hiroo Onoda klingt wie aus einem Film: Nach der Kapitulation Japans wollte der Soldat nicht glauben, dass der Zweite Weltkrieg beendet war - und kämpfte im Dschungel bis 1974 weiter. Nun ist er gestorben.
Verdun lebt mit den Toten des Ersten Weltkriegs - und von ihnen. Aus der Erinnerung an die Schlacht vor 100 Jahren wird nun ein Spektakel.
Im Bemühen, es den Kämpfern gleich zu tun: Wie der Künstler Max Liebermann 1914 seinen Beitrag zur Kriegsanstrengung der Nation leisten wollte.
Nicht nur der Erste Weltkrieg wird hundert in diesem Jahr: Die Jubiläen des Jahres 2014 - von Facebooks zehntem bis zum 2600. Jahrestag der neubabylonischen Zwangsumsiedlung.
Krieg und Zerstörung sind Garanten für schlechte Laune und unangenehme Personen. Wer sich 2014 an Jubiläen erinnern möchte, kann mit dem Jahr 1714 stilsicher und geschmackvol feiern, verschwenden und tafeln.
Im Sommer 1914 fuhr Guillaume Apollinaire aus der friedlichen Provinz nach Paris. Die Reise hinterließ Spuren in seinem Werk. Ein kurzes Gedicht lässt uns die Epochenwende spüren.
Der hundertste Jahrestag der „Urkatastrophe“ des vergangenen Jahrhunderts bringt den Ersten Weltkrieg ins Bewusstsein zurück. Wir veröffentlichen eine Serie mit literarischen und künstlerischen Zeugnissen aus den Jahren zwischen 1914 und 1918.
Das große Weltkriegsgedenkjahr fällt 2014 damit zusammen, dass die „Schuldfrage“ nicht mehr so beantwortet wird, wie das fast hundert Jahre lang üblich war. Was folgt daraus für die Europapolitik?
In gewissen Finanzmodellen hängt der Wert einer Aktie nur von der Gegenwart, nicht von der Vorgeschichte ab. Sollte man diese Einstellung auch auf die menschlichen Beziehungen übertragen?
Der aus Buttenhausen (Württemberg) stammende Multifunktionär Matthias Erzberger war auch in den eigenen Reihen umstritten. Er hatte den Mut, im November 1918 den von den militärischen Verlierern des Ersten Weltkriegs geforderten Waffenstillstand zu unterzeichnen.
Welches ist für Sie das bisher beste Buch über den Ersten Weltkrieg, die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts? So lautete unsere Frage an eine illustre Reihe von Experten. Hier sind die Antworten, die mit dem Plädoyer für ein Bild beginnen.
Zu den Vorzügen der beiden Neuerscheinungen gehört es, dass das Kriegsgeschehen der Jahre 1914 bis 1918 wiederholt aus der Perspektive der einfachen Soldaten beleuchtet wird, die sich rasch auf die Bedingungen eines Stellungskrieges einstellen mussten.
Der Schauplatz des ersten Informationskriegs, inspiziert im Zeitalter der europäischen Krise: Was geschieht, wenn man mit Martin Schulz, dem Präsidenten des europäischen Parlaments, die Schlachtfelder besucht.
Die Grand Fleet war im Ersten Weltkrieg ein Eckpfeiler der britischen Fernblockade, die deutsche Hochseeflotte sicherte die eigenen Küsten und war für die U-Boot-Einsätze ein Rückhalt.
Selbst die wachsende wirtschaftliche Integration kann die Zuspitzung von Territorialkonflikten in Asien nicht verhindern. Manches erinnert an die Lage vor dem Ersten Weltkrieg in Europa. Bisher leidet der Handel noch kaum darunter.
China behauptet sich in der Welt, aber was bedeutet sie ihm? Scheinbar nur so viel, wie die Welt den eigenen Interessen dienen kann.
Die vielbeschworene Freundschaft zwischen Deutschen und Türken in den Jahren 1918 bis 1933 ergab sich aus der Ausgangslage der Verlierermächte.
Die Friedensordnung nach dem Ersten Weltkrieg war der Auftakt zu weiterem Verhängnis. Nicht für alle Weltregionen war der Krieg aber eine Katastrophe. Eine Münchner Konferenz erklärt, woran die Neuordnung der Welt scheiterte.
Dreißig Autoren gelingt es, allgemeinverständlich und höchst anschaulich den Weg der preußisch-deutschen Armee und der Kaiserlichen Marine in und durch den Ersten Weltkrieg nachzuzeichnen.