Erzähle mir vom Krieg
Ein fünfzehn Jahre altes Kostkind und ein kaum älterer Deserteur im Wien des Ersten Weltkriegs: In ihrem Roman „Der Rosengarten“ führt Kathrin Steinberger junge Leser an verschiedene Frontlinien.
Ein fünfzehn Jahre altes Kostkind und ein kaum älterer Deserteur im Wien des Ersten Weltkriegs: In ihrem Roman „Der Rosengarten“ führt Kathrin Steinberger junge Leser an verschiedene Frontlinien.
Die Zentralbanken überprüfen ihre Strategien in der Geldpolitik. Die von nicht wenigen deutschen Ökonomen befürwortete Idee der „Bidenomics“ ist gescheitert.
Hitler war links, Lenin ein Liberaler: Welche Rolle spielt Geschichtspolitik in den Strategien der Neuen Rechten und Populisten? Der Historiker Volker Weiß warnt vor einem Angriff auf die demokratische Gegenwart.
Lange hatte man nichts mehr von Jonas Lüscher gelesen. Nun meldet er sich mit einem Donnerschlag zurück: Sein Roman „Verzauberte Vorbestimmung“ ist ein erzählerischer Triumph.
Gesichtsbehaarung schien lange nur etwas für Verlierer zu sein. Aber jetzt wagen sich selbst Spitzenpolitiker wieder an Bärte und senden damit auch Signale aus. Ganz ohne Risiko ist das Unrasiertsein aber noch immer nicht.
In diesem Jahr wird Rainer Maria Rilkes 150. Geburtstag gefeiert. 1916 wurde der Dichter in einer konzertierten Aktion vor dem Einsatz im Ersten Weltkrieg bewahrt. Wie konnte das gelingen?
Am Montag jährt sich der Geburtstag von Walther Schücking zum 150. Mal. Er war der erste und einzige deutsche Richter am Ständigen Internationalen Gerichtshof. Der Völkerrechtler stand sich durch seine ethischen Überzeugungen manchmal selbst im Weg.
Wo man die Ärzte noch länger an dem Sinnlosen hantieren sah, sammelt sich das Leben im Weckglas, und die Zeit steht still: Thomas Manns Roman „Der Zauberberg“, auf seine sprachlichen Mittel untersucht.
Was ist der Unterschied zwischen Champagner und Sekt? Und wie genießt man die Perlgetränke am besten? Christoph Graf und Florian Franke, Geschäftsführer und Kellermeister der Sektmanufaktur Schloss Vaux, erklären es.
In diesem Jahr feierte der „Zauberberg“ hundertstes Jubiläum. Und viele Autoren feierten mit, indem sie dem Stoff und seinem Erfinder hinterherdichteten. Aber das war noch nicht alles. Und etwas fehlt.
Im Fernsehen kommen jeden Abend Krimis? Stimmt. Aber was für welche. Besser bedient ist man mit dem, was Buchverlage alles aus dem Hut zaubern. Hier ein paar Anregungen für einen spannenden Jahresausklang.
Gott hab sie selig: Der Kirchenhistoriker Jörg Ernesti legt eine um katholische Ausgewogenheit bemühte Geschichte der Päpste seit 1800 vor, die so manche Frage offen lässt.
Das Jugendstilforum Bad Nauheim präsentiert eine Gesamtschau zur sogenannten Belle Époque. Dabei geht es nicht nur um die Entwicklung des Jugendstils, auch Beispiele technischer Errungenschaften sind zu sehen.
Emir Kusturica hat Jugoslawien auf die Landkarte des Weltkinos gesetzt. Aber der serbische Nationalismus, dem er seit vielen Jahren anhängt, färbt auf seine Filme ab. Jetzt wird er siebzig.
Eine hochinfektiöse Lektüre, auch nach 100 Jahren noch: Thomas Manns „Zauberberg“ ist einer der wenigen großen komischen deutschsprachigen Romane.
Fazination der Asymmetrie: Vom Eigensinn eines totgesagten Baums – der Ulme.
Zum größten hessischen Naturschutzgebiet „Kühkopf“ gehört auch die nördlich anschließende „Knoblochsaue“. Unterwegs im Geiste Elisabeth Langgässers im unbekannteren Teil zwischen Rheinufer und „Dschungel“.
Rund 12.000 jüdische Soldaten starben im Ersten Weltkrieg. Am Donnerstag wurde bei einer Gedenkfeier der Jüdischen Gemeinde Frankfurt an sie erinnert.
Die Staaten am Kaspischen Meer können Russland und die Golfstaaten als Energielieferanten nicht ersetzen, schreibt Yunis Gurbanov.
Der Vorarlberger Maler Rudolf Wacker war das Puzzleteil, das bislang im großen Bild der Neuen Sachlichkeit noch fehlte. Nun zeigt das Wiener Leopold Museum dessen eindrückliche gemalte Magie.
Persönlicher und zugleich politischer als der italienischstämmige Franzose Baru arbeitet niemand im europäischen Autorencomic. Der Abschlussband seiner Albentrilogie „Bella Ciao“ führt diese Erzählkunst auf einen neuen Höhepunkt.
Dr. Seuss’ Kinderbuch-Klassiker, das famose Antikriegsbuch „Die Butterbrote-Besseresser-Schlacht“ liegt endlich in fabelhafter deutscher Übersetzung vor.
Weit mehr als Psychoanalyse und Zwölftonmusik: Richard Cockett spürt dem Einfluss Wiens auf die moderne Welt nach. Dabei zeigt er, dass es leichtfertig wäre, das zwanzigste Jahrhundert einzig und allein als Zeitalter der Amerikanisierung zu betrachten.
Als liberaler Jurist jüdischer Herkunft war Albrecht Mendelssohn Bartholdy eine Ausnahmegestalt unter den Juraprofessoren der Weimarer Republik. Seine Leidenschaft für das Recht bewahrte ihn nicht vor Verirrungen.
Wie 1914 eine internationale Friedensmission im Handumdrehen in Kriegstreiberei umschlug: Zur Geschichte der Bugra in Leipzig.
Der ukrainische Präsident stellte den Staats- und Regierungschefs in Brüssel seinen „Siegesplan“ vor. Bundeskanzler Scholz reagierte zurückhaltend auf die darin enthaltenen Forderungen.
Levin Westermann begibt sich in „Zugunruhe“ auf die Suche nach von Menschen noch unkontaminierter Natur. Aber ein toter Mauersegler macht noch keinen Roman.
Stefan George soll im Ersten Weltkrieg auf seine Ernennung zum Reichskanzler gewartet haben.
Das Brauen war früher Frauensache, wobei jede ihr eigenes Rezept hatte. Von der Tradition zeugen Brau- und Kühlkeller in der Altstadt.
Die Margarethenhöhe in Essen wurde vor 100 Jahren von Krupp errichtet – und bewahrt bis heute unbeirrt ihren Geist des Idylls.
Die slowenische Drei-Sterne-Köchin Ana Roš wurde schon zur besten Köchin der Welt gewählt. Zu ihr pilgern Gourmets aus aller Welt.
Zwei Wiener Ausstellungen feiern die bekannte Architekten- und Designerdynastie Auböck aus dem 7. Bezirk, die in fünfter Generation schöne Dinge gestaltet.
Robert Harris hat es wieder geschafft: Mit seinem gerade in England erschienenen Roman „Precipice“ erzählt er Zeitgeschichte wie einen Thriller. Diesmal geht es um Ausbruch und Beginn des Ersten Weltkriegs aus der Sicht des fatal verliebten britischen Premierministers.
Splitter der deutschen Geschichte, im Fleisch der Familien steckend:Ein Gedicht über den Krieg, seine Fratzen und seine Profiteure.
Die Weltmachtstellung des Dollars an den Finanzmärkten wird bisher nicht in Frage gestellt. Eine stetig wachsende Staatsverschuldung in den USA könnte sie in Zweifel ziehen.
Humor ablegen bei allem Leid: Die faszinierenden Gedichte der israelischen Lyrikerin Agi Mishol erscheinen erstmals deutsch in einem Auswahlband.