In hundert Szenen und Höllen führend
Was hätte ein Karl Kraus heute versammelt? Das Schauspielprogramm der Salzburger Festspiele eröffnet mit „Die letzten Tage der Menschheit“ und einer blutigen Protestaktion.
Was hätte ein Karl Kraus heute versammelt? Das Schauspielprogramm der Salzburger Festspiele eröffnet mit „Die letzten Tage der Menschheit“ und einer blutigen Protestaktion.
Wo Operette und Krieg zusammengingen: Karl Kraus’ „Letzte Tage der Menschheit“ und die Wiener Spektakelgesellschaft.
Mit Gewittersegen: Dieses Gedicht, entstanden vermutlich am Vorabend des Ersten Weltkriegs, ist auch das Zeugnis einer Schaffensbeziehung zweier Dichter.
Vom Kaiserreich bis in die Gegenwart – die IAA spiegelt über 125 Jahre Automobilgeschichte und gesellschaftlichen Wandel wider. 1904 ist Frankfurt zum ersten Mal Gastgeber der internationalen Automobilmesse. Eine Chronik.
Mütter, Liebhaberinnen, Freundinnen: Margaret Goldsmiths Roman von 1928 über die Vertreterinnen eines neuen Frauenbildes erscheint erstmals in deutscher Übersetzung.
Zum 210. Jahrestag der Schlacht von Waterloo zeigen Forscher, dass die Geschichte in Teilen neu geschrieben werden muss. Ein Großteil der in Sammlungen und Museen vorhandenen Überbleibsel des Kampfes ist offenbar gefälscht.
Frankreichs Medien werden von Mogulen beherrscht. Der gefährlichste ist Vincent Bolloré. Er krempelt Sender und Redaktionen um und führt einen Kulturkampf von rechts außen.
Der Tennisspieler Jannik Sinner zahlt Steuern in Monaco, die Meraner Bürgermeisterin Katharina Zeller legt die Trikolore ab – schon wird in Italien wieder über die „Italienischkeit“ der Südtiroler gestritten.
Unterordnung ist aufrechtzuerhalten: Eine Studie wirft neues Licht auf die Arbeit in den Maschinenräumen der britischen Handelsflotte im Zeitalter des Imperialismus.
An Veteranen, gefallene Soldaten und die zahllosen Kriegsopfer erinnern dieser Tage verschiedene Blumen. Das hat auch eine botanische Grundlage.
Die Mathildenhöhe in Darmstadt ist seit 2021 Weltkulturerbe. Die Stadt baut ein Besucherzentrum, um die Eigenheiten des Ensembles zu erklären. Unter anderem soll es aufklären, warum der Begriff „Darmstädter Jugendstil“ irreführend ist.
Der Deutsche Akademische Austauschdienst treibt seit hundert Jahren den Wissenschaftsaustausch voran. Ein Gespräch mit Präsident Joybrato Mukherjee strategische Herausforderungen in einer rauer gewordenen Welt.
Gerd Krumeichs Lebensthema sind der Erste Weltkrieg und seine Folgen. In Büchern und auf Tagungen erzählt er davon, als hätte er alles selbst erlebt. Jetzt wird er achtzig Jahre alt.
Der Würzburger Historiker Benjamin Hasselhorn schmiedete in neurechter Gesellschaft Schlachtpläne für den Kampf um die Seele der Deutschen. Heute schwiege er lieber darüber. Dass Studenten auf korrekte Autorenangaben Wert legen, soll Rufmord sein.
Die Erben des im KZ Dachau gestorbenen Kunstsammlers Fritz Grünbaum haben einen weiteren juristischen Sieg errungen. Doch das Art Institute of Chicago will das nicht ohne Weiteres akzeptieren.
Heute wollen Wissenschaftler und Medienschaffende aus den USA unter Trump auswandern. Bis zum Ersten Weltkrieg zog es hingegen Hunderttausende jährlich dorthin – für ein besseres Leben. Bis ein republikanischer Präsident die Einwanderungspolitik verschärfte.
Lange haben sich Historiker gewehrt, Donald Trump und andere Rechtspopulisten mit den Faschisten der 1930er Jahre zu vergleichen. Doch in Trumps zweiter Amtszeit gibt es viele Parallelen.
Am Ende seines „Zauberbergs“ schildert Thomas Mann den Ersten Weltkrieg – mit Worten, die an Ernst Jüngers „Stahlgewitter“ erinnern. Eine neue Analyse zeigt: Das war wohl kein Zufall.
Für den Umgang mit dem US-Präsidenten lässt sich vom preußischen Heeresreformer Carl von Clausewitz einiges lernen. Aus den Ratschlägen des Generals können die Europäer Strategien ableiten, um sich gegen Trumps Taktiken zu behaupten.
Taumeln wir mit traumwandlerischer Sicherheit in die Katastrophe hinein? Eine kurze Geschichte des Aufwachens in neuen Zeiten von Kaiser Justinian bis Annalena Baerbock.
Seekriegsgräber in der Ostsee werden von Wrackräubern geplündert. Historiker Christian Lübcke warnt vor illegalen Tauchgängen und fordert strengere Maßnahmen.
Am 26. März 1925 starb der Journalist und Schriftsteller Hugo Bettauer nach einem Attentat durch einen Rechtsextremen. Ein Fall, der das Land bis heute bewegt.
António Sousa Ribeiro hat Karl Kraus ins Portugiesische übersetzt. Das ist nicht nur aufgrund der Wortspiele herausfordernd sorgt aber für Begeisterung.
Robert Musils „Mann ohne Eigenschaften“ erklärt den Ausbruch des Ersten Weltkriegs mit gesellschaftlichen Mustern, die noch heute relevant sind. Eine Wiederlektüre erinnert an Social-Media-Diskussionen.
Dirigentinnen debütieren bei den Berliner Philharmonikern: Während Joana Mallwitz das Drama sucht, aber nicht immer Harmonie findet, beeindruckt Dalia Stasevska durch technische Ökonomie und glücklichen Atem.
Das Bemühen um die jüdische Identität im Habsburger-Reich war eines um Anerkennung des Jiddischen als „landesübliche“ und als Literatursprache.
Vor hundert Jahren erschien ein Roman, der seitdem nie an Aktualität verloren hat. Denn „The Great Gatsby“ von F. Scott Fitzgerald erzählt vom modernsten Mann, den wir uns vorstellen können.
Vor 150 Jahren wurde Maurice Ravel geboren. Eine Ausstellung in Paris und ein Kinofilm würdigen den Komponisten des „Boléro“. Noch näher kommt man ihm in seinem Haus in Montfort-l'Amaury.
Hitlers Befehl vor 80 Jahren lautete: Sämtliche 40 Rheinbrücken sprengen! Doch eine hielt stand. Zum Jahrestag erinnerten sich Zeitzeugen im Jahr 2020 an die Geschehnisse.
Die Kunst des „Blauen Reiters“ war keine rein bayerische Angelegenheit, ihre Spuren führten auch in die deutsche Hauptstadt. Das zeigt eine sehenswerte Ausstellung im Berliner Kupferstichkabinett.
Mit der Serie „1923“ kehrt der Produzent Taylor Sheridan als Meister differenzierten Serienerzählens im Western-Stil zurück. Zuletzt schien es so, als stelle auch er sich auf die Dumpfära von Donald Trump ein.
Nicht nur das politische System, auch unsere Freiheit ist in Gefahr. Wir müssen unsere großartige Republik viel entschiedener verteidigen: gegen äußere Feinde und deren willige Helfer im Inneren. Europa braucht neue Krieger.
Als der Bundestag über die Migrationspolitik stritt, fühlte sich der Historiker Christoph Nonn ins Jahr 1930 zurückversetzt. Was lässt sich aus dem warnenden Beispiel der Weimarer Republik vor dem Wahlsonntag lernen?
Die neueste Studentenbewegung ist eine Flucht aus den Palaverfächern: Pointiert betonte der Philosoph Odo Marquard vor 40 Jahren die Modernität der Geisteswissenschaften, die jetzt zum Anachronismus zu werden drohen.
Aby Warburg analysiert Antisemitismus und Ritualmordlegenden. Seine Beobachtungen und Ängste reflektieren die Geisteskrise Europas.
Moskau feiert die Gespräche in Riad. Dabei geht es nicht allein um die Ukraine. Der frühere russische Diplomat Boris Bondarew rechnet mit einem baldigen Schritt gegen die NATO.