Das Leid, der Schmerz, die Angst sind stets gleich
Vierzehn Menschen im Ersten Weltkrieg, vierzehn Lebenswege, die eine Erfahrung verbindet, an die sich Europa erinnern muss: Die Reihe „14 Tagebücher“, zuerst bei Arte, läuft nun im Ersten. Hinsehen!
Vierzehn Menschen im Ersten Weltkrieg, vierzehn Lebenswege, die eine Erfahrung verbindet, an die sich Europa erinnern muss: Die Reihe „14 Tagebücher“, zuerst bei Arte, läuft nun im Ersten. Hinsehen!
Ulrich Herberts Darstellung der Geschichte nach 1945, in der die Bundesrepublik das erlangte, was das Kaiserreich einst vergeblich erstrebt hatte: einen „Platz an der Sonne“, hinterlässt einen vorsichtig-affirmativen Eindruck.
Jeder zeigt sich am Wahlabend zufrieden. Verbittert sind nur die CSU, bei der es für Seehofer nun schwerer wird, sowie die FDP, deren Weg zurück äußerst steinig ist. Die Liberalen und die Union müssen über ihr Verhältnis zur AfD nachdenken.
Russland, Deutschland, Österreich: Im Ersten Weltkrieg stürzten drei Monarchien. Doch das Imperium ist nicht tot zu kriegen - schon gar nicht in der Populärkultur.
Kaum mehr als tausend Menschen sprechen noch Zimbrisch. Dennoch hält man auf der Hochebene von Lusern in Norditalien an dieser uralten Sprache und ihrer Kultur fest - und hofft auf den Tourismus als Überlebensretter.
Generationenkonflikt, Traumata, Nationalgefühl: In Wiesbaden wird das Stück „Weltkrieg für alle“ von John von Düffels uraufgeführt. Pointenschweinsgalopp durch die Jahre 1914 bis 1983 inklusive.
Das Vorgehen Moskaus in der Ukraine-Krise folgt Traditionen und Mustern imperialer Politik, die von russischen Herrschern von Iwan dem schrecklichen bis zu Stalin vorgezeichnet wurden. Im Zentrum stand dabei immer der Schutz slawischer Glaubensbrüder.
Christopher Clark, Herfried Münkler, schön und gut - aber das wichtigste Buch zum Ersten Weltkrieg legt Jörn Leonhard mit „Die Büchse der Pandora“ vor. Es ist unübertrefflich.
Alle waren böse und gierig, die Deutschen außerdem naiv: Der Historiker Jörg Friedrich träumt in seinem neuen Buch davon, wie die Deutschen den Ersten Weltkrieg hätten gewinnen können.
Zur Eröffnung der Welfen-Ausstellung „Der Weg zur Krone“ im niedersächsischen Schloss Marienburg in Pattensen gehen der Adel und Politik in Niedersachsen auf Tuchfühlung. Dabei geht es vor allem ums Geld.
Die Tagebücher von vierzehn Menschen montiert der Regisseur Jan Peter zu einem einzigartigen Zeugnis des Ersten Weltkriegs. Das ist packend und anrührend und wahr - ein Meilenstein für das europäische Fernsehen.
In „Das Attentat - Sarajevo 1914“ wartet das ZDF mit einer seltsamen Kriegserklärung auf. Der Fernsehfilm spekuliert zu viel um das tatsächliche Geschehen herum.
An den an ihrem Volk verübten Genozid haben Armenier in der Paulskirche erinnert. Die Beileidsbekundung des türkischen Ministerpräsidenten Erdogan befriedigt sie nicht.
Im Willy-Brandt-Haus in Berlin werden überraschende Farbfotos des Ersten Weltkrieges gezeigt. Die seltenen Aufnahmen, vor allem zu Propagandazwecken angefertigt, liefern ungewöhnliche Einblicke in die Kriegsjahre 1914 bis 1918.
Fast ein Jahrhundert nach der Ermordung von Armeniern im Ersten Weltkrieg hat Recep Tayyip Erdogan als erster Regierungschef der Türkei sein Bedauern bekundet. Die Zahl der Toten ist weiterhin umstritten.
Wie Kinderbücher zum Ersten Weltkrieg eine ganze Generation prägten, zeigt das Frankfurter Institut für Jugendbuchforschung in einer Ausstellung und mit Vorlesungen.
In der Gruft des Schlosses im niederösterreichischen Artstetten wurden die beiden Opfer des Attentats von Sarajevo Anfang Juli 1914 beigesetzt. Dort gibt es seit drei Jahrzehnten ein Museum für Franz Ferdinand und seine Frau Sophie, die der Archivar Aichelburg und die Historikerin Hannig würdigen.
Sie fielen im Ersten Weltkrieg, begraben sind sie in Istanbul: Warum ein Bundeswehr-Oberst dem Schicksal deutscher Soldaten auf dem Friedhof Tarabya nachspürt.
Sie flüchteten im Ersten Weltkrieg um den halben Globus: Die ARD erzählt die Geschichte der „Männer der Emden“. Der Film dauert drei Stunden, ist mit Nebensächlichkeiten überladen und lebt vor allem von der Erotik der Exotik.
Hugo von Hofmannsthal verfolgte den Ersten Weltkrieg hinter den Kampflinien. Publizistisch war er aber ein glühender Verteidiger der sterbenden Donaumonarchie. Das zeigt eine Frankfurter Ausstellung.
Er kam nach Berlin, weil er sich in einen deutschen Leutnant verliebte: Die Neue Nationalgalerie entdeckt den amerikanischen Maler Marsden Hartley.
Vor mehr als hundert Jahren hat Freud nachgewiesen, dass der Mensch sich selbst zensiert. Im Zeitalter digitaler Massenüberwachung droht uns Selbstzensur in ganz anderem Ausmaß: Unser Verhalten ändert sich grundlegend.
Beim „Zivildienst mitten im Krieg“ war Kurt Freiherr von Plettenberg offiziell Generalbevollmächtigter der Hohenzollernschen Verwaltung, inoffiziell ein Berater jenes Widerstandskreises, der sich regelmäßig auf Schloss Neuhardenberg traf.
Ende 1914 waren die Erwartungen eines raschen Sieges gescheitert. Der Bewegungskrieg erstarrte im Westen zum Stellungskrieg. Nach vielen verlustreichen Angriffen und Gegenangriffen, nach Millionen von Toten war die Front Anfang November 1918 ungefähr dort, wo sie im November 1914 gewesen war.
In Japan und in China sehen viele einen Krieg zwischen ihren Ländern kommen. In dem Konflikt geht es um eine Gruppe von Inseln im Ostchinesischen Meer, doch dahinter steht auf beiden Seiten eine zweitausend Jahre alte Geschichte von Überlegenheitsgefühl und Demütigung, von Revanche und vom Ringen um nationale Würde.
Max Hildebert Boehm, bis 1945 Professor für Volkstheorie und Volkstumssoziologie in Jena, war einer der einflussreichsten Vordenker der völkischen Ideologie. Seine Konzepte für Volk und Raum wurden häufig von der Politik herangezogen, im „Dritten Reich“ wie in der Bundesrepublik.
Verdun gilt als Symbol des Ersten Weltkriegs. Viele Dörfern rund um die Stadt wurden ausgelöscht, mit ihnen verschwanden Straßen, Häuser und Menschen - einen Bürgermeister haben die Geisterdörfer trotzdem noch.
In London hat Kulturministerin Maria Miller das künstlerische Programm zum Gedenken an den Ersten Weltkrieg vorgestellt und sich dabei auch auf vermintes Vokabular eingelassen. Ansonsten ist Gewaltiges geplant.
Barack Obama trifft in Brüssel die Spitzen der EU. Die Partner, die sich in der NSA-Affäre entzweit hatten, erneuern die transatlantische Freundschaft.
Keine Ratten, keine Flöhe, keine Verwesung, kein Dreck - der Tod im Plüschfeld: Das ZDF erzählt in „Mit Jubel in die Hölle“ zu harmlos von Soldatenschicksalen aus dem Ersten Weltkrieg.
Die nationale Verspätung Deutschlands ist mit der im Jahr 1990 gefundenen staatlichen Einheit endgültig Geschichte: Erstmals seit der revolutionären Epoche um 1800 ist Deutschland nationalstaatlich keine offene Frage mehr. Indes zeitigt die Verspätung derzeit einen besonderen Ertrag: Die wirtschaftliche Stärke der Bundesrepublik.
Bundespräsident Gauck lobt das Krisenmanagement der Kanzlerin. Die Deutschen ruft er in der Sendung „Beckmann“ zur Besonnenheit im Konflikt mit Russland auf.
Das ZDF will Serien machen, wie sie die Welt noch nicht gesehen hat. Sie spielen in Bayern oder Hessen. Eine soll das deutsche „Breaking Bad“ werden. Doch was hat Bastian Pastewka damit zu tun?
Die Gäste bei Illner halten eine weitere Eskalation in der Ukraine für möglich. Doch die Sendung zeigt: Es gibt durchaus Möglichkeiten zu einer Lösung des Konflikts. Vor allem der frühere Außenminister Hans-Dietrich Genscher hat gute Ideen.
Der Beginn des Ersten Weltkriegs jährt sich zum 100. Mal. Grund genug, einen Blick auf Ehrenmäler in Frankfurt zu werfen. Sie sind offenbar ein ungeliebtes Erbe.
Zwei Jahre war der Schriftgestalter an der Front. Er schrieb Tagebuch und zeichnete. Rudolf Koch hat das Grauen mit Worten und Zeichenstift festgehalten. Seine Bilder sind nun erstmals zu sehen.