Es war einmal ein gutes Osmanisches Reich
In türkischen Schulbüchern wird der Völkermord an den Armeniern geleugnet. Stattdessen lernen Zehntklässler, es habe ein „Armenierproblem“ gegeben, das gelöst worden sei.
In türkischen Schulbüchern wird der Völkermord an den Armeniern geleugnet. Stattdessen lernen Zehntklässler, es habe ein „Armenierproblem“ gegeben, das gelöst worden sei.
Viele Armenier erhoffen sich hundert Jahre nach dem Völkermord mehr Aufmerksamkeit für das Schicksal ihres Volkes. Doch manche fürchten, dass die Erinnerung an die Vergangenheit zum Gefängnis wird.
Der Erste Weltkrieg geht mit unverminderter Härte weiter. Die Franzosen greifen deutsche Stellungen im Westen an. Die Frankfurter Zeitung schildert am 16. April 1915 den viertägigen Verlauf der Gefechte.
Franziskus’ Rede vom „Völkermord“ an den Armeniern hat nun auch den türkischen Präsidenten auf den Plan gerufen. Erdogan „warnt und rügt“ den Papst für seine Aussage. Und auch mit Deutschland droht ein Konflikt.
Warum halten wir Giftgas für die schrecklichste aller Waffen? Was hat der Einsatz von Drohnen mit dem ersten Gasangriff vor hundert Jahren zu tun? Und lassen sich Krieg und Frieden heute noch unterscheiden? Ein Gespräch mit dem Politologen Herfried Münkler.
Hungerrevolten und Arbeitslosigkeit: Der Erste Weltkrieg stürzte die belgische Kohleindustrie ins Chaos. Wie die Frankfurter Zeitung am 13. April 1915 über die Notlage berichtet.
Franziskus bezeichnet die Massaker an den Armeniern als ersten Genozid des 20. Jahrhunderts und stellte sie in eine Reihe mit dem Holocaust und Stalins Verbrechen in der Ukraine. Die Reaktion aus Ankara ist schroff: Der Papst schüre Hass und Feindschaft.
Psychotests gibt es viele. Manche halten sogar wissenschaftlichen Ansprüchen stand. Andere sind nicht seriöser als Horoskope. Doch beliebt sind sie alle. Wir wollen schließlich wissen, wer wir sind.
Ein Frankfurter Stadtverordneter fragt sich, warum Paul von Hindenburg einst zum Ehrenbürger der Stadt ernannt wurde - und warum er es bis heute geblieben ist.
Die Technischen Hochschulen Deutschlands sind bei Ausländern sehr beliebt. Doch dann beginnt der Erste Weltkrieg. Die Frankfurter Zeitung analysiert am 6. April 1915, wie sich die Situation an den Hochschulen verändert.
Ein Archivar sucht nach Geschichten über sein Unternehmen - und findet verlorene Bücher von viel größerer Bedeutung. Sie handeln von der Wirtschaft im Ersten Weltkrieg. Wegen des kritischen Inhalts ließ man alle Drucke vernichten. Bis auf drei.
Einst hatte die assyrische Kirche Mesopotamiens eine größere Verbreitung als andere christliche Kirchen. Den langen Exodus beschleunigt nun der Terror des IS.
Vor dem Ersten Weltkrieg war die Friedensbewegung in Deutschland sehr erfolgreich. Allein die Deutsche Friedensgesellschaft zählte 10.000 Mitglieder. Wieso konnte sie nicht gegen den Krieg vorgehen?
Die Kommentarlage im Internet zum Ukraine-Konflikt spiegelt nicht die Meinung der Bevölkerung zu diesem Thema wider. Die Mehrheit der Deutschen hält Russland nicht nur für den Schuldigen an der Krise, sondern auch für einen Aggressor.
EU-Ratspräsident Donald Tusk hat in mehreren Zeitungen vor einem versehentlichen Grexit gewarnt. Ein Ausscheiden Griechenlands wäre „dramatisch“. Auch der Erste Weltkrieg sei das Resultat von „Missverständnissen, Unfällen und dummen Telefonaten“ gewesen.
„Würdig und Schlicht, ernst und erhaben“ – mit diesen Worten wird ein einzigartiges Projekt zum Gedenken der Gefallenen beschrieben. Wie die neue Grabstätte aussehen soll, verrät die Frankfurter Zeitung am 15. März 1915.
Als politische Strömung sucht man den Liberalismus in Frankreich vergeblich. „Liberal“ gilt als Schimpfwort, das den politischen Gegner mundtot machen soll. Dennoch braucht Frankreich Reformen – ob das Land sie liberal nennt oder nicht.
Es gab Sittlichkeitsnoten, Prügel und Maulschellen: Das Schulmuseum von Schwäbisch Gmünd erinnert an vergangene Zeiten, die mitunter düster waren.
Der unvermeidliche Kollaps des Osmanischen Reiches Ende 1918 war ein Wendepunkt in der Geschichte des Mittleren Ostens. Anstelle von Freiheit gab es für die Randgebiete des zerfallenen Reiches nur neue Herren.
Im November 1918 hatte der Rat der Volksbeauftragten die Akten des Auswärtigen Amts beschlagnahmt mit dem Ziel, daraus die Schuldigen am Versagen in der Juli-Krise 1914 ermitteln zu können. Für die Revolutionäre war das einfach.
Vor 70 Jahren zerstörte ein Luftangriff der Alliierten große Teile Dresdens. Dabei verlor Anita John ihre Eltern. Myriam Schütze dagegen rettete die Bombardierung der Stadt das Leben.
Noch herrscht in Asien trügerische Ruhe: Doch die Konflikte im chinesischen Meer zwischen China und weiteren Staaten können jederzeit in Kriegen münden. Sie sind jedoch nicht unabwendbar. Ein Gastbeitrag.
„Arktischer Sommer“ von Damon Galgut ist eine Romanbiographie über den Schriftsteller E. M. Forster, Jahrgang 1879. Was bewegt einen südafrikanischen Autor, heute über einen Engländer in Indien vor dem Ersten Weltkrieg nachzudenken?
Der Erste Weltkrieg war kein Kampf zwischen Heroen, sondern eine Auseinandersetzung zwischen Maschinen, denen Soldaten zum Opfer fielen, ohne den Gegner überhaupt gesehen zu haben.
Im Jahr 1883 wurde in Gabersee die erste Irrenanstalt Bayerns gegründet. Heute ist sie ein Museum - und ein Ort, der ebenso anrührend wie erschreckend ist.
Bereits im Ersten Weltkrieg war es ein propagandistischer Kampfbegriff, heute schreiben ihn die Pegida-Demonstranten auf Transparente: Eine Jury von Sprachwissenschaftlern hat „Lügenpresse“ zum Unwort des Jahres 2014 gewählt. Zur Auswahl standen auch „Social Freezing“ oder „Putin-Versteher“.
Ob windig, kalt, warm, regnerisch oder mild – dank Meteorologen wird das Wetter ein wenig berechenbarer. Wie schwierig Wetterprognosen im Krieg sind und wichtig zugleich Vorhersagen für die Kriegsplanung sind, berichtet die Frankfurter Zeitung am 5. Januar 1915.
Er ist der letzte oder zumindest älteste Europäer in der Regierung: Finanzminister Wolfgang Schäuble über dicke Bücher, Edward Snowden und den wahren Grund, warum er einmal mit Angela Merkel im Kino war.
Das Jahr, in dem der Erste Weltkrieg hundert Jahre zurück liegt, neigt sich nun dem Ende zu. Das sollte man nochmals auskosten. Wie die Supermarktkette Sainsbury Werbung mit dem Mythos der Kriegsweihnacht von 1914 macht.
Vor 100 Jahren feierten Deutsche, Briten und Franzosen gemeinsam Weihnachten. Mitten im Krieg, an der Front. Es war ein kleines Wunder zum Fest.
Im Tolkien-Kosmos kann man schnell die Übersicht verlieren. Man sollte eine Expertin dabei haben. Zum Filmstart von „Der Hobbit 3“ an diesem Mittwoch halten wir uns an die Lektorin Lisa Kuppler, eine der größten Kennerinnen.
Großbritannien ist ein Land mit viel Tradition. Auch auf dem Anleihenmarkt. Mit der Tilgung einer Anleihe aus dem I. Weltkrieg geht jetzt ein Stück Tradition zu Ende.
Professor Clark spricht sehr gut Deutsch. Zudem hat er einen Bestseller über den Ersten Weltkrieg geschrieben und ist in allerlei Talkshows aufgetreten. Fürs ZDF fährt er nun im roten Käfer-Cabrio durch Deutschland. Was dabei wohl rauskommt?
Gegen die Kälte wappnen sich die Russen mithilfe allerhand Methoden. Wie die Frankfurter Zeitung am 27. November 1914 berichtet, ist die Wahl des Pelzes dabei im Ersten Weltkrieg von besonderer Bedeutung.
Alexander Watson zeichnet nach, wie die Ententemächte im Ersten Weltkrieg ihren um die Kaiserreiche der Hohenzollern und Habsburger gelegten „Ring aus Stahl“ schließen konnten.
Spät kommen sie, doch nicht zu spät: Die Einstürzenden Neubauten widmen sich mit Platte und Performance dem Ersten Weltkrieg. Auf der Suche nach Obskurem und Unbekannten entstand ein großartiges Album.