Die Christen sah er als Gefahr
Der Panturkist Talât Pascha gilt als Organisator des Genozids gegen christliche Armenier. Hans-Lukas Kiesers politische Biographie zeichnet die Kontinuität von Talât bis Erdogan nach.
Der Panturkist Talât Pascha gilt als Organisator des Genozids gegen christliche Armenier. Hans-Lukas Kiesers politische Biographie zeichnet die Kontinuität von Talât bis Erdogan nach.
Als erster Präsident hat Joe Biden die Massaker an den Armeniern während des Ersten Weltkriegs als Völkermord anerkannt. Die harsche Reaktion aus der Türkei folgte umgehend.
Der amerikanische Präsident Joe Biden spricht in einer Erklärung zu den Massakern an den Armeniern im Ersten Weltkrieg von „Völkermord“. Die Türkei hatte vor diesem Schritt gewarnt.
Schöne Pronomina +++ Volkswagen +++ Roland Koch +++ Der Untertan
Eine tiefe Jugendfreundschaft verband Caspar Neher und Bertolt Brecht, die selbst durch die Mitwirkung des Bühnenbauers an der NS-Propaganda nicht bröckelte. Der Bruch kam später, wie bislang unbekannte Briefe zeigen. Ein Gastbeitrag.
Das Museum der deutschsprachigen Juden in Israel muss aufgeben, aber die Bestände dieser einzigartigen Sammlung sind gesichert und ziehen nach Haifa um. Was hier versammelt ist, findet sich sonst nirgends mehr.
Warum wandte sich die Mitte der Gesellschaft von der Weimarer Republik ab? Der Historiker Ulrich Herbert über sein Buch „Wer waren die Nationalsozialisten?“ und über den Verrat der Eliten an der deutschen Demokratie.
Eine brutale Mordserie erschüttert Serbien. Als Täter gelten radikale Fußballfans. Welche Verbindungen haben sie zum Staat?
Vor hundert Jahren waren unsere Städte voller bunter Tafeln: Emaillierte Reklameschilder war der Trend der Zeit. Im Grassimuseum Leipzig wird er wieder lebendig.
Erst drei Jahre nach Ende des Ersten Weltkriegs konnte Polen in Frieden leben. 1921 endete der Krieg gegen Sowjetrussland. Die Erschöpften schlossen Frieden in Riga.
Ein Jahr Pandemie und kein Ende in Sicht! Was macht das mit unseren Kindern und Teenagern, aber auch mit uns Eltern? Ein Blick auf meine Töchter – und einer in den Spiegel.
Mit bissiger Satire haben die Künstler der Weimarer Republik die ungleichen Verhältnisse ihrer Zeit angeprangert. Zu sehen sind viele dieser gesellschaftskritischen Blätter im aktuellen Katalog der Galerie Joseph Fach in Oberursel.
Zehn Päpste, zwei Weltkriege und nun Corona – die Ordensfrau Schwester André hat schon einiges erlebt. Nach einer überstandenen Corona-Infektion feiert die älteste Einwohnerin Europas am Donnerstag ihren 117. Geburtstag.
Der französische Autor Roger Martin du Gard ist ein in Deutschland vergessener Nobelpreisträger. Es ist Zeit, ihn zu entdecken: mit der beklemmenden Broschüre „Maumort und die Nazis“.
Man braucht viel Phantasie, wenn man sich heute ausmalen will, mit welchen Argumenten der Mehrheit der Bevölkerung ein demokratisches Grundrecht so lange vorenthalten wurde: Wie die Eidgenossenschaft vor fünfzig Jahren das Wahlrecht für Frauen einführte.
Vor 150 Jahren wurde durch die Proklamation des preußischen Königs Wilhelm I. zum deutschen Kaiser der Nationalstaat auf dem Boden des alten Heiligen Römischen Reichs gegründet. Die Folgen der Gründung sind bis heute zu spüren.
Öfter hört man, unser Jahrzehnt könnte ähnlich werden wie die „Goldenen Zwanziger“. Auch damals hatte die Menschheit eine Pandemie hinter sich. Welche Spuren hat die Spanische Grippe in der Kultur hinterlassen?
Eine verletzbare und leicht exaltierte junge Frau, die vom Krieg nichts mehr hören will: Wie Siegfried Kracauer auf die Kritik einer Buchhändlerin reagierte, die ihm als Vorbild für eine Romanfigur diente.
Werbekampagne Impfen +++ Reichsgründungsjubiläum +++ erstes deutsches Wirtschaftswunder I +++ erstes deutsches Wirtschaftswunder II +++ erstes deutsches Wirtschaftswunder III
Wer das Kaiserreich auf Pickelhauben und Marschmusik reduziert, liegt falsch. In dieser wirtschaftlich dynamischen Zeit verwandelte sich Deutschland vom Agrarland zur führenden Industrienation und feierte große Erfolge in Forschung und Wissenschaft.
Was, wenn der Jahresurlaub bloß soziale Pflicht statt verdiente Wohltat ist? Der Historiker Valentin Groebner spricht im Interview über Privilegien von Reisenden – und den Irrglauben, Urlaube würden unser Leben verändern.
Schon die Prohibition vor hundert Jahren hat gezeigt: Mit Fruchtpunsch kommt man nicht weit, die Saufgelage verlagern sich nur. Ob das bei Corona-Regeln genauso ist?
ARD und ZDF plündern zu Weihnachten das Werk der Brüder Grimm und den Sagenschatz Norwegens. Sie machen daraus heutiges Haltungsfernsehen.
Vor hundert Jahren war die Welt nicht weniger fragmentiert als heute – doch damals fehlte es nicht an einer Staatsutopie. Eine Erinnerung an H. G. Wells’ „Outline of History“.
In seinem Roman schildert Erich Maria Remarque die Schrecken des Ersten Weltkriegs aus der Sicht eines jungen Soldaten. Als Nationalsozialisten dagegen auf die Straße gehen, wird der Film gestoppt. Aber liegt das wirklich an ihnen?
Literarische Reportage als Steigbügelhalter berühmter Schriftstellerinnen: Endlich kann man wieder Texte von Milena Jesenská, Gabriele Tergit und Helen Wolff lesen.
Verstrickt in einem Geisternetz haben Umweltschützer eine deutsche Verschlüsselungsmaschine aus der Ostsee geborgen. Sie wurde wohl bei Kriegsende von einem Schiff aus über Bord geworfen und ist durchaus wertvoll.
Die Verschuldung in der Welt steigt auf einen Rekordwert von 277 Billionen Dollar. Der Wirtschaftswissenschaftler Sinn sieht die EZB-Geldpolitik kritisch und erwartet eine Inflation.
Die ehemalige amerikanische Außenministerin Albright engagiert sich auch nach Ende ihrer politischen Karriere.
Höchst ansehnlich: „Vienna Blood“ führt zwei Ermittler in die schön-schaurigen Abgründe des Fin-de-Siècle-Wiens.
Knapp dreißigmal ist Arnold Böcklins „Toteninsel“ vertont worden, so oft wie kaum ein anderes Gemälde. Seine Wirkung reicht vom Fin de siècle bis zu Experimentalbands und Elektronikopern. Gemeinsam ist ihnen die Sehnsucht nach Ruhe.
Was machte der legendäre Wirtschaftsminister Ludwig Erhard vor 1945? Ein neues Buch gibt die Antwort.
Historiker Christopher Clark +++ Hohenzollern +++ Greser & Lenz
In Australien wurde an das Ende des 1. Weltkrieges vor 102 Jahren erinnert.
Altenburg in Thüringen ist berühmt für die Schönheit von Barbarossas Marktplatz, die Kühnheit des Reformators Georg Spalatin, die eigensinnige Kunst Gerhard Altenbourgs. Doch der Weltruhm kam mit einem Kartenspiel.
Weltkriegssoldat, DDR-Spion, Rechtsradikaler: Jonas Nay brilliert in historischen Rollen, die in einer Zeit spielen, die er selbst meist nur vom Hörensagen oder aus dem Geschichtsbuch kennt.