Europäische Union verschiebt Gipfel
Weil Rezepte zur Bankenrettung fehlen, hat die Europäische Union (EU) ihren für nächste Woche geplanten Gipfel auf übernächste Woche verlegt.
Weil Rezepte zur Bankenrettung fehlen, hat die Europäische Union (EU) ihren für nächste Woche geplanten Gipfel auf übernächste Woche verlegt.
Die Situation im ölreichen Libyen stabilisiert sich und auch Schuldenkrise sowie Konjunktursorgen drücken die Ölpreise weiter.
Diplomatische Spannungen mit der EU: Weißrussland hat am Freitag seine Teilnahme am EU-Gipfel zur östlichen Partnerschaft abgesagt. Zuvor hatte auch Kanzlerin Merkel heftige Kritik an Minsk geübt.
Die Generalbundesanwältin Monika Harms wurde in den Ruhestand verabschiedet. Sie ließ sich nicht verbiegen, war eine Einzelkämpferin - und zuletzt sehr still.
Die Abstufung Italiens ist ein weiterer Schritt in die neue Welt der Staatsanleihen. Entweder sind sie riskant oder ertragsschwach. Das liegt am säkularen Umbruch der Weltwirtschaft.
Griechenland erwägt ein Referendum über den Verbleib im Euroraum, Brasilien plädiert Europa über den IWF zu helfen, Russland signalisiert Hilfsbereitschaft. China will weiter amerikanische Staatsanleihen kaufen.
Die kommende Woche wird „sehr kritisch“ - und damit sagt Griechenlands Ministerpräsident Papandreou seine Reise nach Amerika ab. Die „Troika“ kommt aber nicht am Montag nach Athen.
Vor einem halben Jahr hat die Erhebung gegen das Regime Baschar al Assads begonnen. Die Regierung in Damaskus reagierte mit Repression, konnte die Demonstrationen aber zu keinem Zeitpunkt eindämmen.
Polen befürchtet, vor lauter Krisenräten der Euro-Länder in Brüssel immer mehr an Einfluss zu verlieren. Deshalb präsentiert sich Warschau als Verfechter der Finanzdisziplin - meistens.
Die Hoffnung, dass China Staatsanleihen der EU-Staaten kaufen wird, könnten sich als verfrüht erweisen. Banken und Regierungsvertreter dämpften die Erwartungen.
Chinas Auftritt in der Euro-Schuldenkrise ist womöglich nur der Auftakt zu einem gemeinsamen Vorgehen der Schwellenländer. Sie beraten über Käufe europäischer Staatsanleihen. Der Wunsch nach einer Alternative zum Dollar ist ein Motiv.
Die sieben führenden Industrienationen und Russland suchen sich neue Verbündete, um Länder wie Ägypten, Jordanien, Marokko und Tunesien auf dem Weg zur Demokratie beizustehen. Saudi-Arabien zählt dazu und will den Ton angeben.
Jörg Asmussen soll Nachfolger von Jürgen Stark bei der Europäischen Zentralbank (EZB) werden. Das bestätigte Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) beim G-8-Treffen in Marseille. Unterdessen verschärft sich die Kritik am Kurs der EZB.
Die EU will Diktator Baschar al Assad nun offenbar mit einem Öl-Embargo schwächen. Das Regime zeigt sich bisher unnachgiebig: Auch die Arabische Liga und Russland haben in Damaskus bislang kein Ende des gewaltsamen Vorgehens der Sicherheitskräfte erreicht.
In Damaskus soll es am Samstag die bisher größten Proteste seit Beginn des Aufruhrs gegen Machthaber Assad gegeben haben. Die Arabische Liga und Russland wollen in dem Konflikt vermitteln.
Die libyschen Rebellen rücken unter heftigem Gegenfeuer auf die Heimatstadt Gaddafis, Sirte, vor. Nach unbestätigten Angaben gebe es Anzeichen für Massenexekutionen. Gaddafi ruft in einer Audiobotschaft Frauen und Kinder zum Kampf auf.
Die EU-Kommission ist zufrieden mit den Ergebnissen des deutsch-französischen Gipfeltreffens - auch die FDP lobt die Pläne einer europäischen Wirtschaftsregierung. SPD, Grüne und Linkspartei halten die Ergebnisse dagegen für unzureichend.
Syrien gerät auch in der arabischen Welt zunehmend unter Druck. Die Arabische Liga forderte Reformen und ein Ende der Gewalt. Saudi-Arabien zog seinen Botschafter ab. Auch die Bundesregierung ist „zunehmend besorgt“.
Das syrische Regime setzt seine Massaker an der Zivilbevölkerung fort. Eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrates endete ohne konkrete Ergebnisse. In Hama und Deir al Zor hat es in den vergangenen Tagen möglicherweise 200 Tote gegeben.
China hat wirtschaftlich die Nase vorn. Ein Beleg für die Überlegenheit des Systems ist das nicht, im Gegenteil: Der Aufstieg ist kein Vorbild und keine Erfolgsformel für das 21. Jahrhundert, sondern in vieler Hinsicht ein ökonomischer und zivilisatorischer Rückschritt.
Die PLO will sich zunächst im UN-Sicherheitsrat um die Anerkennung eines Staats für die Palästinenser bemühen – nicht in der Vollversammlung. Doch dieser Gang hat keine Aussicht auf Erfolg. Amerika hat schon sein Veto angekündigt.
Der neue Spielraum soll zur Sanierung der Finanzen genutzt werden. Weil die Finanzämter überfordert sind, will Finanzminister Evangelos Venizelos die Steuereintreibung privatisieren.
Spitzenvertreter der Frankfurt School of Finance und der ESMT Berlin besprechen Konzepte für eine gemeinsame „Führende Business School“. Ein Wegzug der Schule nach Berlin ist aber unwahrscheinlich.
Vom bisher wichtigsten Gipfeltreffen im Mai 2010 führe eine direkte Linie zum jetzigen Gipfel, sagt Sarkozy. Das stimmt doppelt. Der Euroraum ist zur kompletten Haftungsgemeinschaft geworden. Der gestärkte Europäische Krisenfonds wird zum Europäischen Währungsfonds.
Das Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs der Euro-Staaten konfrontierte Berufspolitiker mit den Feinheiten der Finanzmärkte: Silvio Berlusconi schwieg still, Nicolas Sarkozy ließ sich korrigieren - und Angela Merkel musste ablesen.
Was ist los mit Sarkozy? Anders als früher trat er nach dem Gipfel nicht als Triumphator auf. Aus deutscher Sicht mag man die Ansicht vertreten, er hätte sich in der Krise oft genug gegen Merkel durchgesetzt. Innenpolitisch scheint ihm das nicht zu nutzen.
Die Euroländer wollen Griechenland Kredite mit niedrigeren Zinsen geben. Das geht aus dem Entwurf für die Abschlusserklärung des Treffens in Brüssel hervor. Erstmals wollen sich Banken freiwillig an der Rettung beteiligen.