Terror im Namen Deutschlands
In Hamburg sind Jugendliche angeklagt, die zur Verteidigung der „deutschen Nation“ Anschläge begangen haben sollen. Manche waren erst 14 Jahre alt, als sie festgenommen wurden.
Als die Staatengemeinschaft scheiterte: Susanne Heim hat ein verstörendes Buch über die verzweifelte Suche europäischer Juden nach Schutz und Zuflucht geschrieben.
In Hamburg sind Jugendliche angeklagt, die zur Verteidigung der „deutschen Nation“ Anschläge begangen haben sollen. Manche waren erst 14 Jahre alt, als sie festgenommen wurden.
In Frankfurt-Heddernheim befand sich von 1942 an ein berüchtigtes Arbeitserziehungslager der Gestapo. Nun befasst sich eine Historikerin mit den Verbrechen dort und ihrer juristischen Aufarbeitung in diesen Tagen vor 75 Jahren.
Jagd auf Kinder, erst bedichtet vom Augenzeugen Jacques Prévert und nun als Roman erzählt von Sorj Chalandon: „Herz in der Faust“.
Staatliche Gewalt erfordert eine unabhängige Kontrolle. Hier zeigt sich der Charakter eines Regimes.
In Rhöndorf am Rhein schuf Konrad Adenauer nach Jahren der Heimatlosigkeit ein neues Zuhause. In seinem Garten am steilen Rebhang fand er nicht nur Entspannung, sondern auch einen Lehrmeister.
Ein Jude, schrieb der liberale Rabbiner Leo Baeck, fragt nicht, was er glauben soll, sondern was er tun soll. Was sollen wir heute tun? Eine Rede, die am 9. November in der Frankfurter Synagoge nicht vollständig vorgetragen werden konnte.
Die amerikanische Journalistin Dorothy Thompson wurde durch ihre Berichte aus Nazi-Deutschland zum Star. Heute haben ihre Texte unheimliche Aktualität. Höchste Zeit, sie wiederzuentdecken.
Die Wiedereinweihung der Synagoge im Frankfurter Westend jährt sich zum 75. Mal. Im gleichen Jahr steht damals ein Frankfurter Gestapomann vor Gericht. Beide Ereignisse führen in eine Zeit zwischen vorsichtiger Hoffnung und unfassbaren Verlusten.
Der Fernsehfilm „An einem Tag im September“ erzählt von einem historischen Treffen zwischen Konrad Adenauer und Charles de Gaulle. Dabei macht er vieles richtig. Wenn er nur nicht so brav und ordentlich wäre!
Der NS-Kriegsverbrecher Klaus Barbie half, Bolivien zum „Narco-Staat“ zu machen. Die Doku „Das Nazi-Kartell“ zeigt seine Verbindung zum „King of Cocain“, Roberto Suárez, auf. Als True-Crime-Story erzählt, ist das zu überwältigend.
Mit 103 Jahren ist die Holocaustüberlebende Margot Friedländer gestorben. Hannah und Raymond Ley haben 2023 einen beeindruckenden Film über sie gedreht. In der ZDF-Mediathek ist er zu sehen: „Ich bin! Margot Friedländer“.
Die Holocaustüberlebende Margot Friedländer ist gestorben. In hohem Alter war sie von Amerika nach Deutschland zurückgekehrt – nicht als Anklägerin, doch als Mahnerin und Anwältin der Menschlichkeit. Im Januar vergangenen Jahres hat sie uns ihre Geschichte erzählt.
In Italien wird dem Kriegsende schon am 25. April gedacht. Es ist ein Tag, an dem es immer Spannungen gibt. Denn die Rechte schätzt den Antifaschismus gering.
Unsere Autorin dachte lange, ihr Großvater sei im Zweiten Weltkrieg Soldat gewesen. Dann erfuhr sie: Er war für die SS in Polen. Mit ihrer Mutter sprach sie zwanzig Jahre lang nicht darüber – bis jetzt.
Am 80. Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz haben EZB-Präsidentin Christine Lagarde und Oberbürgermeister Mike Josef an die Deportationen Frankfurter Juden erinnert.
Die polnische Jüdin Leokadia Justman entkommt den Nazis und überlebt in Innsbruck den Holocaust. Das verdankt sie auch österreichischen Helfern.
Der Fuldaer Rabbiner Michael Cahn ließ sich zur Jahrhundertwende eine prächtige Villa bauen. In der NS-Zeit wurden seine Nachfahren aus ihr vertrieben. Wie geht die heutige Eigentümerin der Villa damit um?
Maria Terwiel opferte ihr Leben dem Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Ihr Fall zeigt, wie ein Mensch bedingungslos für die eigenen Ideale einstehen kann.
Von meinen Eltern, die den Holocaust überlebten, lernte ich, Deutschland zu verachten. Bin ich bereit zur Versöhnung?
Voller Bewunderung, guter Beobachtungen und Zuneigung ist Daniel Kehlmanns Buch über den jüdischen Schriftsteller Leo Perutz. Und doch verkennt es einen entscheidenden Aspekt.
Gedenken an die erste Massendeportation: Historikerin schildert die Schicksale der jüdischen Frankfurter, die 1941 in den Osten verschleppt worden sind.
Andreas Dresens Film „In Liebe, eure Hilde“ erzählt die Geschichte des Widerstands gegen Hitler aus neuer Perspektive: als Opfergang einer Frau, für die Politik und Gefühl nicht zu trennen sind.
Deutschen Teams bei Olympischen Sommerspielen gehörten viel mehr NSDAP- und SS-Mitglieder an als bislang bekannt. Manche Gemeinden und Verbände halten an der Ehrung ihrer „Sporthelden“ fest.
Geschmeidigkeit und Konzilianz sind seine Sache nicht: Der Münchner Architekturhistoriker Winfried Nerdinger hat als Ausstellungsmacher und Autor Maßstäbe gesetzt. Jetzt feiert er seinen achtzigsten Geburtstag.
Die Nationalsozialisten sind in Frankfurt angeblich auf mehr Widerstand als in anderen deutschen Großstädten gestoßen. Ein neu erschienenes Buch räumt mit dieser Legende auf.
Das Netzwerk des 20. Juli 1944 hatte einen wichtigen Knotenpunkt in Frankfurt. Die Fäden liefen zusammen bei Wilhelm Leuschner, der schon als hessischer Innenminister versucht hatte, die Nazis zu demaskieren.
Über das Gedenken an den christlichen Widerstandskämpfer Alfred Delp und dessen geistiges Vermächtnis im „Kreisauer Kreis“.
Der Historiker Michael Wolffsohn sagt, für Juden in Deutschland sei Geschichte Gegenwart geworden. Das darf in Deutschland niemanden ruhen lassen. Ein Interview.
Glanz und Elend: Die bedeutende rheinische Abtei Brauweiler feiert ihren tausendsten Geburtstag. In ihrer bewegten Geschichte war sie Kunst und Wissensspeicher, Arbeitsanstalt und KZ – und ist nun Gedenkstätte
Vom fraglosen Nutzen der Polykratie der Ämter: Zum abschließenden Band der Geschichte des deutschen Buchhandels im Nationalsozialismus.
Nachts im Museum: Jennifer Lesieur schildert, wie Rose Valland, Trägerin des Bundesverdienstkreuzes, den Kunstraub der Nationalsozialisten dokumentierte.
Die Gestapo und ein Literat: In einer ARD-Serie wird behauptet, Schriften von Franz Kafka lagerten im Bundesarchiv. Dem widerspricht das Haus. Drehbuchautor Daniel Kehlmann bleibt gelassen. Ihn interessiert an dem Fall etwas ganz anderes.
Sein Leben liest sich selbst wie ein Roman: Mit „Es muß nicht immer Kaviar sein“ publizierte Johannes Mario Simmel das bis heute erfolgreichste deutschsprachige Buch der Nachkriegsgeschichte.
Googles KI hat zwecks Diversität schwarze Menschen in Naziuniformen gezeigt. Der Fall zeigt ein schwer aufzulösendes Dilemma.
Kilian Riedhofs Film „Stella“ erzählt die Geschichte einer Berliner Jüdin im Holocaust, die andere Juden an die Gestapo verraten hat – und verhebt sich an seinem schwierigen Stoff.
„Stella. Ein Leben“ – ein Film ohne ästhetische Haltung. Kilian Riedhof erzählt von der Jüdin, die Juden an die Gestapo verriet.