Die Zentrale des Terrors
In den dreißiger Jahren verkaufte die Cronstetten-Stiftung ein Haus im Frankfurter Westend an die Gestapo. Unter Zwang, wie es viele Jahre lang hieß. Eine Historikerin ist jetzt zu einem anderen Urteil gelangt.
In den dreißiger Jahren verkaufte die Cronstetten-Stiftung ein Haus im Frankfurter Westend an die Gestapo. Unter Zwang, wie es viele Jahre lang hieß. Eine Historikerin ist jetzt zu einem anderen Urteil gelangt.
So lange Wien tanzt, kann die Welt eben doch untergehen: Philipp Stölzl verfilmt Stefan Zweigs „Schachnovelle“ neu. Dabei verfällt er teils in Effekthascherei.
Die „Rote Kapelle“ war ein kommunistisches Spionagenetzwerk im Zweiten Weltkrieg. Eine neue Dokumentation erzählt ihre Geschichte mithilfe von Filmzitaten, Interviews und Aufnahmen der historischen Schauplätze.
Lehren aus der Katastrophe +++ Sichtweise der Opfer +++ Vergessenes Extremwetter +++ Dag Solstad zum Geburtstag +++ Berliner Stadtschloss
Er gilt als Gründervater der Europäischen Union. Vor dem Sündenfall des Jahrhunderts aber war er nicht gefeit. Jetzt steht der französische Politiker Robert Schuman vor der Seligsprechung.
Leichtsinn? Drogen? Opfertod? Nichts davon. Neue Überlegungen zur Verhaftung der Geschwister Hans und Sophie Scholl im Februar 1943. Ein Essay.
Jede Lesung eine Kundgebung, jede Kundgebung eine Lesung: Heute vor hundert Jahren wurde Erich Fried geboren. Eine ganze Generation zitierte seine Liebesgedichte.
Die Frankfurterin Erica Ludolph half von Nazis Verfolgten. Später leitete sie die „Hilfsstelle für rassisch verfolgte Christen“. Am Donnerstag wird sie 100 Jahre alt.
Die Frankfurter Polizei erinnert sich an drei Beamte, die sich dem NS-Staat widersetzt haben. Das hat auch mit der Gegenwart zu tun.
Das letzte Tabu: Enthüllungsbücher über Inzest und Pädophilie in der Elite erschüttern Frankreich. Die höchsten Kreise des Landes sind alarmiert.
Noch gibt es letzte Überlebende des Holocaust. Wer sind diese Menschen, wie gehen sie mit ihrer Geschichte um, wie konnten sie ihr Leben weiterführen?
Die EVP ringt mit den Ungarn. Jüngst brachte ein Gestapo-Vergleich das Fass zum Überlaufen. Eine Möglichkeit zum Ausschluss des Fidesz schien endlich gefunden – dann intervenierte Berlin.
Adam Boniecki hat sein Leben in den Dienst der polnischen Kirche gestellt. Doch weil er Kritik an Polens Regierung übte und einen Black-Metal-Musiker verteidigte, hat ihm der Marianerorden Redeverbot erteilt.
Sekretär von Jean Moulin im besetzen Frankreich, bedeutender Galerist und Historiker der französischen Widerstandsbewegungen: Zum hundertsten Geburtstag von Daniel Cordier.
Er war im Widerstand gegen die Nazis, im Januar 1945 wurde er ermordet. Aus seiner Gefängniszelle schrieb Helmuth James von Moltke seiner Frau Freya. In seinen Briefen ging es häufig um Garten und Bienen, Felder und Wald: Natur als Sehnsuchtsort.
Ein Debakel wie 1940: Frankreich denkt wegen des Virus an die düsterste Zeit seiner Geschichte. Corona sei wie die Gestapo, heißt es. Die deutsche Besatzung soll nicht in Vergessenheit geraten.
Die Russin Lilija Derjabina, 83, wurde als Kind in deutsche Zwangsarbeit verschleppt. Jetzt hat sie ihre Erinnerungen aufgeschrieben. Ihr Leid endete nicht mit der Rückkehr in die sowjetische Heimat.
Als Jurist hat sich Manfred Roeder nach dem Krieg im hessischen Glashütten nützlich gemacht. Dass er im „Dritten Reich“ an vielen Todesurteilen beteiligt war, hatte für ihn keine Folgen.
Jörg Friedrich hat das Videospiel „Through the Darkest of Times“ mitentwickelt. Es geht um Widerstand gegen das NS-Regime, den Holocaust und alternative Geschichtsverläufe.
Gabriela Zerhau hat aus der Rettung des Berges durch die Dörfler von Altaussee keine Heldengeschichte gemacht: „Ein Dorf wehrt sich“ erzählt vom mühsamen Widerstand einer Gemeinde gegen die Vernichtungswut der Nazis.
Verstiegener Plot, verblasener Stil: Ulrich Tukurs erster Roman sucht die finstere Vergangenheit in einer blassen Zukunft und scheitert fulminant.
Vor achtzig Jahren scheiterte Georg Elsers Anschlag auf Adolf Hitler – seine Bombe zündete nur wenige Minuten zu spät. Einen würdigen Platz in der Geschichte fand der Widerstandskämpfer jedoch lange nicht.
Fünf Jahre nachdem er das einzige Barfuß-Tor der WM-Geschichte sah, überlebt Noah Klieger in Auschwitz dank seines Bauchgefühls. Bis zu seinem Tod vergaß er nichts „aus der Zeit, die nicht mehr existiert“.
Falsches Idyll: Christian Schwochows Verfilmung der „Deutschstunde“ von Siegfried Lenz will den Roman vor seinen heutigen Lesern retten, indem er ihn an der entscheidenden Stelle fatal entschärft.
Zum 75. Mal jährt sich der Warschauer Aufstand. Was aber wissen wir von den Helden des polnischen Widerstands? Es wird Zeit, der Opfer der deutschen Besatzung Polens öffentlich zu gedenken. Ein Gastbeitrag.
Am 20. Juli 1944 fiel im Rhein-Main-Gebiet kein Schuss. Dabei hatte sich hier ein besonders dichtes Netzwerk von Widerständlern gebildet. Eine Spurensuche.
Thomas Karlauf stellt Stauffenberg in seiner Biographie als unpolitischen Soldaten dar. Ein wichtiges Argument sind Vergleiche mit anderen Offizieren. Was leisten solche Analogieschlüsse?
1944 wurde Henriette Cohen von der Gestapo festgenommen. In Auschwitz zur Zwangsarbeit verpflichtet, wog sie nach der Befreiung nur noch 35 Kilogramm. Nun ist sie gestorben.
Die Erben von Stella Goldschlag wollen gegen den Hanser Verlag und die Neuköllner Oper juristisch vorgehen. Der Roman mache aus dem Schicksal der jüdischen „Greiferin“ kulturindustrielle Unterhaltung.
Wolfgang Petersens Kinofilm „Das Boot“ ist ein Klassiker. Jetzt kommt „Das Boot“ als Serie bei Sky. Der Titel ist derselbe, der Stoff ist es ganz und gar nicht.
Mondäne Atmosphäre, erlesene Gesellschaft: André François-Poncet lebte mit Herzoginnen und Prinzessinnen in einem Luxushotel im Kleinwalsertal – auf Kosten des NS-Regimes. Doch der französische Botschafter war eine politische Geisel.
Schon 1937 wurde Hans Scholl verhaftet – wegen „unzüchtiger Handlungen“ mit einem Jungen. Damals begann er am NS-Regime zu zweifeln. Es war ein Wendepunkt im Leben des späteren Widerstandskämpfers und seiner Familie.
Viele Zeugen Jehovas wurden im „Dritten Reich“ verfolgt und mit dem Tod bedroht. Spuren ihrer Schicksale sind auch in Frankfurt immer noch sichtbar.
Die Warnungen vor einem „zweiten Fall Galilei“ waren ebenso vergebens wie der Kampf des Mainzer Weihbischofs Reuss. Ein Blick hinter die Kulissen von „Humanae vitae“.
Gestohlene Judaica: Herauszufinden, woher sie stammen und wann die Nazis sie raubten, ist für Provenienzforscher eine der schwierigsten Aufgaben. Eine Fachtagung in Berlin dreht sich um diese Fragen.
Als Araber stand der Titelheld für die Nazis auf der „richtigen“ Seite. Aber er verhielt sich nicht wie erwartet.