Es gilt die Umschuldungsvermutung
„Stella. Ein Leben“ – ein Film ohne ästhetische Haltung. Kilian Riedhof erzählt von der Jüdin, die Juden an die Gestapo verriet.
„Stella. Ein Leben“ – ein Film ohne ästhetische Haltung. Kilian Riedhof erzählt von der Jüdin, die Juden an die Gestapo verriet.
Eine neue Publikation erinnert an die fast vergessenen Widerstandskämpfer Rose und Bodo Schlösinger, die die Verbrechen der Nationalsozialisten dokumentierten und dafür ihr Leben verloren.
Die antisemitische Unterströmung im postkolonialen Denken hat eine lange Vorgeschichte. Eine ihrer Schlüsselszenen ist der Prozess gegen Klaus Barbie, den Gestapo-Chef von Lyon, im Jahr 1987. Ein Gastbeitrag.
Der Weg zur Einigung war lang: Bei Neumeister in München sicherte sich eine öffentliche Sammlung Lovis Corinths „Liegenden weiblichen Akt“. Die Nationalsozialisten hatten das Bild dem Sammler Oskar Skaller geraubt.
Warum Bundespräsident Steinmeier die Schirmherrschaft über einen kaum mehr bekannten Maler übernahm: Die Ausstellung der Pfalzgalerie in Kaiserslautern zu Rudolf Levy zeigt die Berechtigung überdeutlich.
Durs Grünbeins neues Buch „Der Komet“ ist eine Studie der Dresdener Gesellschaft, auf die im Februar 1945 die Bomben fielen. Es kommt an manchen Stellen ziemlich pompös daher.
Der Antisemitismus zeigt sich in Deutschland so offen wie lange nicht. Josef Schuster, der Präsident des Zentralrats der Juden, ist gefragt und bemüht sich um Differenzierungen.
Jetzt bitte keine Panikmache: Norman Ohler erzählt Episoden aus der Geschichte von LSD, Helena Barop führt vor Augen, welche Motive den War on Drugs bis heute antreiben.
War Pius XII. der „Schweigepapst“ im Angesicht des Holocausts, oder hat er Tausende Juden gerettet? Nach der Öffnung der Archive gibt es jetzt erste Forschungsergebnisse.
Interniert als Bürger eines Feindstaats: Simon Parkin beschreibt das Leben deutscher Künstler in einem britischen Lager auf der Isle of Man.
Der amerikanische Architekt Ralph Stern sucht seit Jahrzehnten nach Spuren seiner jüdischen Vorfahren in Deutschland. Das Bild der Familie ist bisher nur in Umrissen erkennbar. Und deutsche Archive haben sich nicht immer hilfreich gezeigt.
Vor 80 Jahren wurde Rose Schlösinger, Mitglied der Widerstandsgruppe „Rote Kapelle“, verurteilt und enthauptet. Danach wurde sie von ihrer Heimat lange vergessen.
Mildred Harnack, Widerstandskämpferin der „Roten Kapelle“, übersetzte vor ihrer Hinrichtung in Plötzensee Gedichte von Goethe. Aber wo ist das Original ihres Buchs geblieben? Und wer hat heute die Deutungshoheit, Mildred Harnacks Geschichte zu erzählen?
Die Doku „Die Nazis, der Rabbi und die Kamera“ erzählt die Geschichte des Unternehmers Ernst Leitz II. Sein berühmter Fotoapparat half den Nazis bei der Propaganda, während er selbst Menschen rettete.
Das Hausgefängnis der Gestapo in Berlin wurde zum Schicksalsort für viele Gegner von Hitlers Regime. Eine Ausstellung in der Topographie des Terrors erzählt davon.
Das Freie Schauspiel Ensemble bringt Anne Webers preisgekrönten Versroman „Annette. Ein Heldinnenepos“ als Theaterstück auf die Bühne.
Mariam Kühsel-Hussainis Roman „Emil“ begibt sich in die Köpfe von Akteuren in der Anfangszeit des Nationalsozialismus.
Beschämt arbeitet Europa seit Jahren die eigene Kolonialgeschichte auf. Dabei betreibt es mitten in Europa selbst Kolonialismus: in Bosnien-Hercegovina.
Die BND-Historikerkommission hat ihre Arbeit beendet. Zum Abschluss legt Gerhard Sälter eine eindrucksvolle Studie über NS-belastete Mitarbeiter des Geheimdienstes vor.
Die Garnisonkirche in Potsdam war kein Ort der deutschen Demokratie. Den Befürwortern ihrer Rekonstruktion mangelt es an einer klaren Abgrenzung gegen die Neue Rechte. Ein Gastbeitrag.
Hertha Paulis Erinnerungen an ihre Flucht aus Wien nach dem „Anschluss“ liegen in einer neuen Ausgabe vor.
In Amsterdam lernte sie Anne Frank kennen, in deren Tagebuch sie auch vorkommt. Nun ist die Holocaust-Überlebende Hannah Pick-Goslar im Alter von 93 Jahren gestorben.
In „An den Gestaden des Wortes“ versammelt Brita Steinwendtners diskrete Liebeserklärungen an die großen am Leben Gescheiterten der Literatur.
Ist Berlin noch zu heilen? Eine psychologisch gestützte Kunstschau im Gropiusbau verneint das und versucht es zugleich.
Vier junge Frauen aus preußischem Militäradel auf eigenen Wegen: Gottfried Paasche erzählt aus der Geschichte seiner Familie Hammerstein. Der Großvater zählte zu den Skeptikern und Gegnern Hitlers in der Reichswehrführung.
Objekte können eindringlich erzählen. In der Sonderausstellung „Eine Stadt macht mit – Frankfurt und der NS“ im Historischen Museum Frankfurt berichten sie von Verfolgung, Massenmord, aber auch vom Willen zur Aufarbeitung.
Am Samstag eröffnet die Documenta, überschattet vom Verdacht auf Antisemitismus. Unter denselben Verdacht stellt das Deutsche Historische Museum die allererste Documenta. Trifft er zu?
Mit „Swing High“ erzählt Cornelia Franz von der Hamburger Swingjugend und erschafft ein atmosphärisch dichtes Porträt einer bestimmten Form des Widerstands gegen den Nationalsozialismus.
Er war fast zwanzig Jahre lang hessischer Ministerpräsident. Der Sozialdemokrat Georg August Zinn hat sowohl das Bundesland geprägt als auch bundespolitisch Pflöcke eingeschlagen. Seine Biographie war überfällig.
Christian Setzepfandt führt zum Festival „Frankfurt liest ein Buch“ an die Schauplätze des Romans „Nach Mitternacht“ von Irmgard Keun. Sie schrieb mit scharfem Humor.
Als die Nationalsozialisten das Sagen hatten, wurde die Familie von Astrid Werndt von fast allen im Stich gelassen. Nur ihr Haus an der Allerheiligenstraße in Frankfurt schützte sie wie eine Trutzburg. Eine beinahe unglaubliche Geschichte.
Zwölf Tore zählten die Kunsthistoriker in der Kölner Stadtmauer, woraus sie schlossen, dass die Stadt als Abbild des himmlischen Jerusalems geplant gewesen sei. Was ins Bild solcher Legenden nicht passt, zeigt das NS-Dokumentationszentrum, dessen Zukunft kurzzeitig gefährdet aussah.
Die Nazis trieben die Frankfurter Familie Feiner aus ihrer Wohnung und ermordeten die Eltern. Die drei Kinder konnten mit Hilfe der Quäker in die USA fliehen. Dort mussten sie sich eine Zukunft aufbauen.
Lange dachte man, es wäre eine Putzfrau oder ein Kopfgeldjäger gewesen. Jetzt gibt es Hinweise, dass ein niederländischer Notar das Versteck von Anne Frank und ihrer Familie verraten hat.
Der Staat merkt sich nicht, wer gegen Corona geimpft wurde. Wäre das anders, könnten Leben gerettet werden. Trotzdem will die Koalition kein Impfregister. Warum?
Eine Stadt reiht sich ein: Das Historische Museum Frankfurt widmet dem Nationalsozialismus eine Ausstellung in drei Teilen. Sie besticht durch ihre zurückhaltende Darstellung.