Tagebucheinträge mit tödlichen Folgen
Vor 75 Jahren wurde der Darmstädter Hermann Falck hingerichtet. Er hatte die Verhörmethoden der Gestapo kritisiert.
Vor 75 Jahren wurde der Darmstädter Hermann Falck hingerichtet. Er hatte die Verhörmethoden der Gestapo kritisiert.
Aus der New York Times schöpft Gesine Cresspahl in dem Roman „Jahrestage“ Hoffnung auf eine Demokratisierung der Tschechowslowakei. Ihre Freunde fordern sie unterdessen auf, Himmler zu erklären.
Heinrich Cresspahl will wissen, wie seine Frau gestorben ist. Pfarrer Brüshaver provoziert mit seiner Predigt die Gestapo. 27. Lesung in Uwe Johnsons Roman „Jahrestage“.
Als Jesuitenkloster erbaut, von Fürsten gefördert und im Nationalsozialismus als Verhörkeller benutzt: Das Hotel De Medici bündelt in den Mauern des historischen Düsseldorfer Stadthauses vierhundert Jahre Kunst und Geschichte.
Eartha Kitt bringt 1968 die First Lady mit ihrer ungeschminkten Meinung fast zum Weinen. Argwöhnisch beobachtet Gesine Cresspahl die Artikel der New York Times dazu. 23. Lesung in Uwe Johnsons "Jahrestagen".
Eine Berliner Schülergruppe erinnert mit einem Buch und einem Preis an das Schicksal des Juden Rolf Joseph, der von den Nazis verfolgt wurde.
Berliner Ordensschwestern versteckten Verfolgte in ihrem Haus und stemmten sich gegen die Gestapo. Die Schulkinder wurden zur Verschwiegenheit ermahnt.
Was wäre, wenn Hitler den Krieg gewonnen hätte? RTL Crime zeigt die Serie „SS-GB“. Sie spielt den imaginierten Sieg des NS-Regimes in Großbritannien durch. Das fand das englische Publikum zunächst faszinierend, dann weniger.
Im Herbst 1941 stellte die Gestapo die Jüdische Gemeinde in Berlin vor die Alternative, bei der Abholung von Juden und Unterbringung in Sammelstellen mitzuwirken oder die Arbeit gleich der SS zu überlassen. Blanka Alperowitz und andere wirkten bei den Deportationen mit, in der Hoffnung, humanitäre Hilfe bieten zu können.
Am 25. und 26. April werden im Wiener Dorotheum und im Kinsky Alte Meister und Werken des 19. Jahrhunderts auktioniert - darunter ein Raubkunstgemälde. Eine Vorschau
Franz von Papen ließ sich nicht nur von Hitler manipulieren, sondern wohl auch von seinen Vertrauten. So gelang es einer in der alten Bürokratie der Reichshauptstadt gut vernetzten Gruppe, die Etablierung der Vizekanzlei als Behörde durchzusetzen.
Das ZDF hat Ursula Krechels Roman „Landgericht“ verfilmt. Die Geschichte der jüdischen Familie Kornitzer folgt realen Vorbildern. Die Fernsehfassung macht vieles richtig, aber auch Fehler.
Hans Speidel engagierte sich nach 1945 vehement für eine Entlassung der „Kriegsverurteilten“ - was er als Voraussetzung für den Bundeswehr-Aufbau ansah. Demgegenüber übte Ernst Jünger nach dem Kriege zunächst heftige Kritik an der Generalität.
Der am 25. August 1912 in Neunkirchen geborene Bergarbeiter-Sohn Erich Honecker wuchs nicht - wie die kommunistische Legende es will - in einem von ständiger materieller Not heimgesuchten Proletarierhaushalt auf. Sein Elternhaus prägte vielmehr ein „kleinbürgerlicher Zuschnitt“.
In seinen Memoiren „Der Dienst“ gab Reinhard Gehlen 1971 vor, dass er sich stets auf Gefahren aus der großen weiten Welt konzentriert habe, was ihm Eingeweihte und halbwegs Informierte nie glaubten.
Völkermord, schlimme Verbrechen und andere Abgründe: Wer sich damit beschäftigt, muss dunkle Momente aushalten und viele Fragen beantworten. Studentinnen berichten, was sie antreibt.
Die Verschwörer des 20. Juli 1944 hatten Verbündete in Frankfurt. Sie sollten nach dem Putsch die zivile Verwaltung der Stadt übernehmen. Erst jetzt werden die Details bekannt.
1978 sprengte der Verfassungsschutz ein Loch in die Mauer der JVA Celle, um Informanten in linke Terror-Kreise zu schleusen. Hinter der Aktion steckte ein ehemaliger „Spiegel“-Redakteur. Gastbeitrag über eine Spurensuche in Niedersachsen.
Der Holocaust wird neuerdings als Projektionsfläche für die Gender Studies genutzt – mit fragwürdigen Befunden. Ein Einspruch.
Als die nationalsozialistischen Machthaber 1941 ein Auswanderungsverbot erließen, flohen mindestens 10 000 jüdische Menschen in die Illegalität. Susanne Schrafstetter beschreibt zahlreiche Einzelschicksale der Untergetauchten in München und Erfahrungsberichte ihrer Helfer.
Nils D. ging aus Dinslaken nach Syrien zum „Islamischen Staat“. Vor Gericht gibt er nun bereitwillig Auskunft. Doch will er nicht an Gewalttaten beteiligt gewesen sein.
Nils D. soll Mitglied einer Spezialeinheit der Terrormiliz „Islamischer Staat“ gewesen sein. Nun beginnt in Düsseldorf der Prozess gegen ihn. Er spekuliert wahrscheinlich auf eine milde Strafe.
Operation „Fadenkreuz“: Wie die Vorläuferorganisation des BND den Gestapo-Mythos von der kommunistischen Roten Kapelle in die Nachkriegszeit rettete.
Ein Fall mit weitreichenden Folgen: Otto Maier ist Tscheche und 83 Jahre alt. Er überlebte den Holocaust. Aus Deutschland fordert er ein Gemälde zurück, das noch immer im Besitz des Bundes ist.
Beate Klarsfeld wurde berühmt, als sie 1968 den Bundeskanzler ohrfeigte. Zusammen mit ihrem Mann Serge spürte sie ein Leben lang Naziverbrecher auf. Jetzt haben beide ihre Erinnerungen aufgeschrieben. Ein Gespräch.
Die Geschichte von Alfred Nakache ist eine der großen, unbekannten Sportler-Biographien des 20. Jahrhunderts. Der Franzose ist der Einzige, der in einem Nazi-Vernichtungslager war und vorher wie nachher an Olympischen Spielen teilnahm. Er schwamm in Berlin, London – und Auschwitz.
Tatsache ist, dass in der Gründungsphase des Bundesamtes für Verfassungsschutz mehr als 40 Prozent der festangestellten Mitarbeiter aus der Abwehr und von der Organisation Gehlen kamen, die als politisch unbelastet galten. Das könnte auch den geringen Anteil an NSDAP-Mitgliedern erklären.
Handelte es sich bei der im November 1944 hingerichteten Ehrenfelder Gruppe um eine bloße - Lebensmittel wie Waffen beschaffende - Diebesbande oder um verfolgte jugendliche Widerstandskämpfer?
„Spreche ich zu schnell? Kommen Sie mit? - Oder - muss ich mitkommen?“ Dies rief der Kabarettist Werner Finck einem verdeckt mitschreibenden Spitzel der Gestapo zu.
In den letzten Kriegstagen gelang Tausenden NS-Schergen die Flucht. Viele setzten sich nach Südamerika ab, wo diktatorische Regime sie mit offenen Armen empfingen. Dabei hatten sie Helfer, wo man sie nicht vermutet.
Oliver Hirschbiegels Film „Elser“ erzählt das Leben des Hitler-Attentäters Georg Elser und gleichzeitig dessen Liebesgeschichte. Keines von beidem gelingt ihm richtig.
Im März 1945 wurden in der Wetterau 87 Gefangene von der SS erschossen. Die Hauptverantwortlichen wurden nie bestraft. Allein der Schütze mit dem niedrigsten Rang musste ins Gefängnis.
Vor 70 Jahren zerstörte ein Luftangriff der Alliierten große Teile Dresdens. Dabei verlor Anita John ihre Eltern. Myriam Schütze dagegen rettete die Bombardierung der Stadt das Leben.
Lieselotte Hein gehörte zu einer Gruppe, die im Nationalsozialismus Widerstand leistete. Als es zum Prozess kam, hatte sie Glück. Ein Film erinnert nun an die Gegner der Tyrannei.
Wenn es ein Nato-Land gibt, das es verdient hat, von den anderen Mitgliedern der Allianz ausspioniert zu werden, dann ist es die Türkei. Ankaras Zaudern im Kampf gegen den „Islamischen Staat“ ist ein weiterer Beleg dafür.
Am 16. Januar 1946 wurde Richard Hesse in Halle zum sowjetischen NKWD bestellt, der Vorgängerorganisation des späteren KGB, und war anschließend spurlos verschwunden; es dauerte vier Jahre, bis seine Frau unterrichtet wurde.