Habeck: Gas-Situation ist ernst
Industrieunternehmen sollen ungenutzte Mengen zurückverkaufen. Es gibt frische KfW-Kredite zum Reserveaufbau
Industrieunternehmen sollen ungenutzte Mengen zurückverkaufen. Es gibt frische KfW-Kredite zum Reserveaufbau
In Berlin entbrennt eine Diskussion um Mindesttemperatur und gesetzliche Sparanstrengungen
Deutschland muss dringend Gas sparen. Für Unternehmen könnte sich das bald lohnen. Die Idee, sie für Einsparungen zu kompensieren, nimmt gerade Gestalt an. Die Kohleimporte aus Russland nehmen unterdessen zu.
Aus Russland kommt weniger Erdgas. Wo und wie muss Energie gespart werden? Vieles ist denkbar – auch niedrigere Temperaturen in Wohnungen.
Die Bundesnetzagentur misst nur noch 40 Prozent. Derweil beruhigt Minister Habeck – und ruft zum Sparen auf.
Noch werden die deutschen Speicher befüllt. Doch kommt künftig weniger als die Hälfte russisches Erdgas durch die Pipelines. Der Chef der Bundesnetzagentur hat Ideen, wie Vermieter und Unternehmen sparen könnten.
Was steckt hinter der plötzlichen Reduzierung?
Gazprom fährt seine Gaslieferungen nach Deutschland um rund vierzig Prozent zurück. Grund sei das Fehlen von Bauteilen der Firma Siemens.
Das Geld soll die Finanzen des Unternehmens stabilisieren und helfen, Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Russland hatte die Lieferungen an Gazprom Germania zu Beginn dieses Jahres eingeschränkt.
Der Bund erwägt eine Beteiligung an der Netzgesellschaft von ENBW. Die will den Netzausbau nicht allein bezahlen.
Ende der Woche stimmt der Bundesrat über die geplante Internet-Grundversorgung ab. Doch der Streit über die Mindestanforderungen hat Bund und Länder entzweit. Die Telekom-Anbieter warnen vor den Risiken.
Die Bundesnetzagentur hat ausgerechnet, wie weit die Netzbetreiber von den Gesetzesvorgaben entfernt sind. Das bringt die O2-Muttergesellschaft Telefónica in Erklärungsnot.
Auch in Krisenzeiten fehlender Energie sind die Grenzen des Grundgesetzes zu beachten.
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Privathaushalte dürfen auch im Fall eines russischen Gaslieferstopps darauf vertrauen, weiter mit Gas versorgt zu werden. In der Industrie würden sechs Kriterien über eine Abschaltung entscheiden.
Erstmals spricht Klaus Müller, der Präsident der Bundesnetzagentur, im Detail darüber, was nach einem russischen Gaslieferstopp passieren würde: Wohnzimmer bleiben warm, Schwimmbäder werden kalt – und in der Industrie entscheiden sechs Kriterien.
Die Photovoltaik auf Gewerbeimmobilien könnte mit einer Solardachpflicht künftig noch stärker beschleunigt werden. Doch im aktuellen Gesetzesentwurf gibt es noch viel Luft nach oben. Ein Gastbeitrag.
In einem F.A.Z. Podcast für Deutschland Spezial sprechen wir mit dem Präsidenten der Bundesnetzagentur über den besorgniserregenden Füllstand deutscher Gasspeicher. Außerdem sagt Klaus Müller was Verbraucher und Unternehmen jetzt tun sollten.
Das G-7-Außenministertreffen beginnt. Der Bundestag stimmt über das Steuerentlastungspaket ab. Der zweite internationale Corona-Video-Gipfel findet statt. Und Wüst und Kutschaty treten im Fernsehduell gegeneinander an. Der F.A.Z.-Newsletter für Deutschland.
Bei den Verbraucherzentralen häufen sich Beschwerden von Strom- und Gaskunden über die Tochterunternehmen der Berliner Primaholding. Preisgarantien würden ignoriert, Abschläge drastisch angehoben. Die Bundesnetzagentur ist eingeschaltet.
Auch bei einem Auktionsmodell zur Vermeidung staatlicher Gaszuteilung ist der Schutz privater Haushalte zu beachten.
Deutschland verabschiedet sich von Kohle und Öl aus Russland – und zwar schneller als gedacht. Schaffen wir das auch beim Gas?
Klaus Müller ist seit Anfang März Chef der Bundesnetzagentur. Er soll im Notfall entscheiden, wer in Deutschland noch Energie bekommt. Seinen Job hat er sich ganz anders vorgestellt.
Es ist das Ende für die beliebten Zusatzpakete, die viele zum Streamen von Filmen und Musik auf Smartphones nutzen, ohne ihr Datenvolumen zu belasten. Die Bundesnetzagentur untersagt der Telekom und Vodafone ihre Nulltarif-Optionen im Mobilfunk.
Nach dem Lieferstopp für Polen und Bulgarien ist die Gasversorgung in Deutschland aktuell gesichert. Die Bundesregierung ist trotzdem beunruhigt. Unterdessen rückt ein Ende der Öl-Lieferungen aus Russland näher. Aktivisten versuchen derweil, den Ölfluss jetzt schon zu stoppen.
Russland stoppt alle Gaslieferungen nach Polen. Die Bundesregierung lehnt einen Importstopp für Gas aus Russland weiter ab. Sie vertraut Praktikern aus der Industrie mehr als den Rechenmodellen von Ökonomen. Was bedeutet die Skepsis politisch?
Netzbetreiber und Unternehmen wappnen sich für den Ernstfall. Sollte Russland den Gashahn zudrehen, bleibt wenig Zeit, um großflächige Versorgungsstörungen zu verhindern.
Schadenersatzklagen, weil das Gas fehlt, könnten Unternehmen noch mehr in Bedrängnis bringen. Für staatliche Entschädigungen sind hohe Hürden zu überwinden.
Um die Versorgungssicherheit auch im Krisenfall zu gewährleisten, will die Regierung das Energiesicherungsgesetz anpassen. Die Pläne sehen als letztes Mittel auch Enteignungen vor.
Für die Herstellung von Medikamenten wird viel Energie benötig. Häufig setzt die Branche auf Gas. Ein Ausfall als Folge des Krieges könnte Patienten gefährden.
Die Bundesnetzagentur warnt vor einer drohender Insolvenz
Die unter Kuratel stehende ehemalige Gazprom-Tochtergesellschaft Germania steht möglicherweise vor der Zahlungsunfähigkeit. Nun schlägt die Netzagentur Alarm: Wenn sie pleitegeht, sei nicht nur Deutschland massiv betroffen.
Der Bundeswirtschaftsminister stellt das Deutschland-Geschäft des Gaskonzerns unter die Treuhandschaft der Bundesnetzagentur. Diese Regelung wurde erstmalig angewandt.
Der Wirtschaftsminister setzt die Netzagentur als Treuhänder für das Deutschlandgeschäft ein. Es ist ein bislang einmaliger Schritt.
Der Wirtschaftsminister setzt die Netzagentur als Treuhänder für das Deutschlandgeschäft ein – es ist ein bislang einmaliger Schritt. Ziel sei es, die Versorgungssicherheit zu gewährleisten.