Weitermachen, als wäre nichts passiert
Angela Merkel und Horst Seehofer wollen die AfD durch „erfolgreiche Regierungsarbeit“ bekämpfen. Es rumort in der Union - und Bernd Lucke schaut genüsslich zu.
Angela Merkel und Horst Seehofer wollen die AfD durch „erfolgreiche Regierungsarbeit“ bekämpfen. Es rumort in der Union - und Bernd Lucke schaut genüsslich zu.
Die Unionsspitze will einer innerparteilichen Debatte über den richtigen Umgang mit den Eurokritikern von der AfD aus dem Weg gehen. Für Merkel und Seehofer ist die richtige Reaktion auf den Erfolg der Partei „eine gute eigene Politik“.
Die Voraussetzungen in Brandenburg und Thüringen waren verschieden: hier kaum Streitpunkte, dort sehr viele. In beiden Ländern blieben viele Wähler den Urnen fern. Das kann zu politischer Instabilität führen.
Die starke Wahlenthaltung kann ein Zeichen dafür sein, dass es den Bürgern gut geht - oder ein Zeichen für die Verachtung der herrschenden Verhältnisse.
Woher kommen die Wähler der AfD? Die Newcomer-Partei steht im Ruf, ein Hort alter Männer zu sein. Doch bei den Landtagswahlen schaffte sie in allen Altersgruppen unter 60 Jahren ein zweistelliges Ergebnis – nur ausgerechnet bei den Senioren nicht.
Schwarz-Rot, Rot-Rot-Grün oder doch Schwarz-Rot-Grün? Nach dem Patt in der Landtagswahl wird in Thüringen über praktikable Bündnisse spekuliert. In der SPD zeichnet sich ein Wechsel an der Spitze ab.
Ob und mit wem die SPD in Thüringen und Brandenburg in eine Koalition eintritt, sollen die Landesverbände entscheiden. Das sagte der Bundesvorsitzende Sigmar Gabriel. In die Belange der Thüringer SPD mischte er sich jedoch ein.
Wie weiter mit der AfD? Die Partei wird getragen von einer breiten Wählerschicht. Sie Wutbürger oder Protestwähler zu schelten, ist keine Strategie.
Die CDU vergleicht die AfD gerne mit den „Republikanern“. Wenn sie sich da mal nicht täuscht. Der Gegenbeweis wird allerdings erst in zwei Jahren angetreten. Eine Analyse.
Der AfD-Vorsitzende Bernd Lucke weist den Vorwurf zurück, die Erfolge in Brandenburg und Thüringen speisten sich vor allem aus Protestwählern. Aber die Wahlanalyse zeigt etwas anderes.
Nach fast 25 Jahren CDU-geführter Regierung ist in Thüringen ein Machtwechsel rechnerisch möglich.
Prominente Politiker der Union kritisieren die bisherige Strategie gegen die AfD. In einem Manifest fordern sie, die neue Partei nicht weiter zu ignorieren. Zudem müssten konservative Wähler wieder stärker angesprochen werden.
Die SPD ist nach der Wahl in Thüringen die Königsmacherin: Wählt sie den Linken Ramelow zum Ministerpräsidenten? Eine offene Richtungsdebatte steht bevor - so schnell wird sich in Erfurt keine Regierung bilden können.
Wird der Spitzenkandidat der Linkspartei in Thüringen auch der nächste Ministerpräsident des Landes? Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis wäre eine Drei-Parteien-Allianz mit SPD und Grünen möglich. Auch wenn die CDU die Wahl klar gewinnt.
Die Parteiführungen in Berlin befassen sich mit der Möglichkeit eines Ministerpräsidenten von der Linkspartei. Doch viele Fragen werden nach dem offiziellen Wahlergebnis erst die Sondierungsgespräche klären.
Allen Widrigkeiten zum Trotz ist die Union nicht nur stärkste Partei geblieben, sondern hat sogar ein wenig zugelegt: Bodo Ramelow, der Spitzenkandidat der Linkspartei, machte es möglich.
Die AfD ist auch die Alternative auf der Linken: In Thüringen half sie beim Absturz der SPD, in Brandenburg bot sie gar Wählern der Linkspartei einen sicheren Hafen.
Die AfD ist abermals der große Gewinner zweier Landtagswahlen. Auf Anhieb kam sie je auf ein zweistelliges Ergebnis. Die FDP fliegt aus beiden Landtagen. Die stärksten Parteien bleiben in Thüringen (Union) und Brandenburg (SPD) dieselben.
Die AfD jubelt: In Thüringen bekommt sie 10, in Brandenburg fast 12 Prozent. Ausgerechnet einer als Professorenvereinigung gescholtenen Partei gelingt es, die Gefühlslage einer Protestklientel zu treffen.
Die Alternative für Deutschland ist Opfer eines Hacker-Angriffs geworden. Die Partei spricht von einer gezielten „Denunziationskampagne“ angesichts der bevorstehenden Wahlerfolge in Brandenburg und Thüringen.
Mit Hilfe von SPD und Grünen will Bodo Ramelow an diesem Sonntag erster Ministerpräsident der Linken werden. Um an die Macht zu kommen, verleugnet er sogar das Parteiprogramm. Die CDU könnte hingegen - trotz Stimmengewinnen - großer Verlierer werden.
Nach Sachsen wählen an diesem Sonntag Thüringen und Brandenburg. Wo stehen die Länder wirtschaftlich – und welche Umwälzungen erwarten sie nach den Wahlen? Ein Faktencheck.
Kanzlerin Angela Merkel warnt die Grünen in Thüringen davor, in eine Regierung unter Führung der Linkspartei einzutreten. Sie wolle nicht, dass „Karl Marx in die Staatskanzlei getragen“ werde.
Kurz vor der Landtagswahl in Thüringen hat der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen gewarnt, einen Politiker der Linkspartei zum Ministerpräsident zu wählen.
Kurz vor der Landtagswahl in Thüringen kritisiert nicht nur die Linkspartei den Präsidenten des Landesrechnungshofes. Er habe mit seinen Äußerungen parteipolitischen Einfluss nehmen wollen, heißt es.
Umfragen zufolge wird die Alternative für Deutschland auch bei den Landtagswahlen in Brandenburg und Thüringen Erfolg haben, die FDP hingegen wohl nicht.
Die Ministerpräsidentin von Thüringen, Christine Lieberknecht, scheint ihre Scheu vor Konflikten überwunden zu haben. Und sie ist entschlossen, ihr Amt in der Wahl am Sonntag zu verteidigen.
Der Spitzenkandidat der thüringischen Linkspartei, Bodo Ramelow, hat ein 100-Tage-Programm für eine mögliche Regierung vorgestellt. Es sei eine gute Basis für Sondierungsgespräche mit der SPD nach der Wahl.
„Die Linke“ in Thüringen sieht sich bald in der Verantwortung, ihr Spitzenkandidat Ramelow probt schon mal die Rolle des Landesvaters. Die Chancen auf eine Koalition unter seiner Führung stehen gut.
Die SPD steckt vor der Wahl in Thüringen in einer Sackgasse, in die sie selbst hineingesteuert ist: Sie ist nicht stolz auf ihre rot-schwarzen Erfolge, fürchtet aber auch ein rot-rotes Bündnis mit dem dominanten Bodo Ramelow.
Kurz vor den Landtagswahlen in Brandenburg und Thüringen fordert die Kanzlerin die CDU dazu auf, Themen und Ängste aufzugreifen, die mögliche AfD-Wähler bewegen. Eine Koalition mit der eurokritischen Partei schließt sie aber weiter aus.
Drei Bände, fast zweitausend Seiten, ein deutscher Roman: Der Thüringer Untersuchungsausschussbericht zum NSU liest sich wie ein großes literarisches Werk voller Widersprüche und Lügen.
In Thüringen spielen die Grünen im Doppel: Sie wollen die FDP als Funktionspartei beerben. Auch einen Politiker der Linkspartei würden sie zum Ministerpräsidenten wählen. Der FDP droht indes eine weitere Niederlage.
Fallschirmspringer sind eine verschworene Gemeinschaft - nur im Fluge abgehoben, sonst geerdet. Gefährlich ist vor allem der Glaube, dass ein Sprung ungefährlich sei. Bei der deutschen Meisterschaft ist zudem Geduld gefragt.
Der erstmalige Einzug der AfD in einen Landtag in Sachsen dürfte nicht der letzte sein. Umfragen sehen die „Alternative für Deutschland“ in den Landesparlamenten von Brandenburg und Thüringen. Für die FDP sieht die Prognose wieder schlecht aus.
In den vergangenen vierzig Jahren wurde an den Schulen so gut wie alles geändert, wieder rückgängig gemacht und wieder geändert. Hier eine gewiss unvollständige Reformliste als dadaistische Prosa.