„Ich schwöre, wir werden Taksim zurückholen“
In der Türkei gehen so viele Menschen auf die Straße wie seit den berühmten Gezi-Protesten nicht mehr. Sie fragen sich: Wie können wir diesmal erfolgreich sein?
Wahlen kann Erdoǧan nicht mehr gewinnen. Also zerstört er die politische Opposition. Die Kulturszene würgt er ab. Und in Istanbul planiert er ganze Stadtteile.
In der Türkei gehen so viele Menschen auf die Straße wie seit den berühmten Gezi-Protesten nicht mehr. Sie fragen sich: Wie können wir diesmal erfolgreich sein?
Ein großer Wurf: Das neue Atatürk-Kulturzentrum (AKM) in Istanbul öffnet sich nicht nur architektonisch der Stadt. Im alten Zentrum traf sich die Elite, der neue Bau lädt jeden ein.
Trotz Warnungen hätten Demonstranten an einem nicht genehmigten Protest teilgenommen, begründete das Istanbuler Gouverneursamt. Seit 2013 lässt die Regierung keine Mai-Demonstrationen am Taksim-Platz mehr zu.
Das Leben in Istanbul hat sich schleichend verändert – auch für Homosexuelle. Wie ist es, als Lesbe in einer Stadt voller Restriktionen zu leben?
Ein türkischer Arzt engagiert sich für Menschenrechte und den Islam. Er steht der AKP nahe. Dann wagt er es, Erdogan zu kritisieren. Protokoll einer Existenzvernichtung.
Ein Oppositionsführer spricht vor zwei Millionen Zuhörern, und die Medien schauen einfach weg. Doch Kilicdaroglu hat die Anti-Erdogan-Front ermutigt – und gezeigt, dass die nächste Wahl keine klare Sache ist.
Um die verbotene Demonstration für die Selbstbestimmung sexueller Minderheiten zu stoppen, schreckt die türkische Polizei auch nicht vor Gummigeschossen zurück. Menschenrechtsorganisationen sind alarmiert.
In Berlin-Kreuzberg wurden am 1. Mai Polizisten mit Flaschen beworfen, es gab mehrere Festnahmen. Auch in anderen Städten im In- und Ausland gab es Zwischenfälle – in der Türkei regelrechte Straßenschlachten.
Während es in Deutschland weitgehend ruhig ist, liefern sich Demonstranten und Sicherheitskräfte in Istanbul zum 1. Mai Straßenschlachten. Die Polizei verteidigt den Taksim-Platz mit Gummigeschossen.
Die beliebige Umdeutung politischer Begriffe hat nicht mit Donald Trump begonnen. Die Plätze der jüngsten Revolutionen erzählen ihre Vorgeschichte.
Seit den Gezi-Protesten zerreißt Feindschaft die Türkei. Jeder hat offene Rechnungen. Es ist an der Zeit, sie zu begleichen und neu zusammenfinden: Erster Teil einer Briefserie aus einem Land im Ausnahmezustand.
Die Menschen in Istanbul sind gespalten, die Lage ist angespannt. Zum ersten Mal seit dem Putschversuch wagen sich auch Erdogan-Kritiker auf den Taksim-Platz.
Die Haftbefehle sollen vom Büro des Anti-Terror-Staatsanwaltschaft ausgestellt worden sein, die Polizeieinsätze gegen Journalisten sollen bereits laufen. Betroffen ist offenbar auch eine prominente türkische Journalistin.
Am Tag nach dem gescheiterten Putschversuch herrscht am Taksim-Platz eine latent aufgeheizte Stimmung. Erdogan-Anhänger feiern ihren Sieg über Militärs, die ihr Idol stürzen wollten. In anderen Vierteln Istanbuls ist die Freude nicht ganz so groß.
Panzer auf den Straßen, Kampfflugzeuge über dem Bosporus: Die Nacht des Putschversuchs gegen Erdogan verstört Istanbul bis ins Mark. Und nicht wenige in der Stadt bezweifeln, dass die Aktion ausschließlich vom Militär ausging.
Gilt die Türkei noch als ein sicheres Land? Nicht erst seit dem Selbstmordattentat am Flughafen Atatürk leidet der Tourismus unter den vermehrten Anschlägen.
Im Gezi-Park in Istanbul soll eine historisches Gebäude wiedererrichtet werden. Abermals, wie schon 2013, führt das zu Ausschreitungen. Doch Erdogan nutzt die Ankündigung, um seine Partner zu provozieren.
In Istanbul hat es schwere Ausschreitungen gegeben. Die Polizei setzte Wasserwerfer ein, Demonstranten waren mit Molotow-Cocktails bewaffnet. Es gibt sogar Berichte über einen Toten.
Eine Woche nach einem Besuch von Bundeskanzlerin Merkel wurde das türkische Gaziantep Ziel eines Anschlags. Es gab zahlreiche Verletzte. In Nusaybin tötete die PKK drei Soldaten.
Jedes Jahr feiern Tausende auf der „Gay Pride“ in Istanbul - friedlich. Doch dieses Jahr wurden die Demonstranten von der Polizei mit Wasserwerfern und Pfefferspray gewaltsam auseinandergetrieben - angeblich, weil der Marsch in den Ramadan fällt.
Man kann die fünfzehn Millionen Einwohner Istanbuls nicht über einen Kamm scheren. Man sollte nicht einmal versuchen, sie in die eine oder andere Richtung zu drängen, denn sie haben sich im Übergang zwischen Ost und West bestens eingerichtet. Besuchen sollte man sie aber unbedingt.
Hüftschwingende Männer erobern türkische Bauchtanzbühnen. Dass der männliche Bauchtanz immer populärer wird, liegt nicht nur an der Skurrilität des Auftritts.
Auf Istanbuls Taksim-Platz sind neue Baumaßnahmen geplant. Diese könnten abermals zu Protesten gegen den türkischen Präsidenten und seine AKP führen. Die Polizei rüstet auf.
Die türkische Polizei hat bei den Demonstrationen zum Jahrestag der Gezi-Proteste hart durchgegriffen. Sie setzten Tränengas und Wasserwerfer ein, 120 Menschen wurden festgenommen.
Mit Wasserwerfern und Tränengas geht die Polizei in der Türkei zum Jahrestag der Gezi-Proteste gegen Demonstranten vor. Auch Journalisten sind betroffen: Ein amerikanischer Reporter wird vor laufender Kamera festgenommen.
Mit Wasserwerfern und Tränengas ist die türkische Polizei in Istanbul gegen hunderte Demonstranten vorgegangen. Diese hatten versucht, am Donnerstag trotz Verbots auf den symbolträchtigen Taksim-Platz zu gelangen.
In Istanbuls Stadtviertel Beyoglu begannen im vergangenen Jahr die Proteste gegen Erdogan. Nun kandidiert hier die Tochter einer Deutschen als Bürgermeisterin.
Wieder Gewalt am Taksim-Platz. Sicherheitskräfte gehen mit Wasserwerfern und Tränengas gegen Demonstranten vor. Die antworten mit Feuerwerkskörpern.
Am Taksim-Platz setzt die Polizei Tränengas und Gummigeschosse ein. Demonstranten werfen Feuerwerkskörper. Sie protestieren gegen ein Gesetz der türkischen Regierung zur Internet-Kontrolle.
Die Szenen gleichen jenen bei den Protesten im Sommer: Mitten in Istanbul setzt die Polizei Wasserwerfer und Tränengas gegen Demonstranten ein, die den Rücktritt der Regierung fordern.
Die Gezi-Proteste haben der türkischen Regierung die Mobilisierungsmacht sozialer Medien vor Augen geführt. Künftig sollen 6000 Parteiaktivisten für Erdogan twittern, posten und sharen.
Ministerpräsident Erdogan haben die Proteste in diesem Sommer offenbar kaum geschadet. Von der Mehrheit der Türken wurden sie ohnehin nicht getragen. Eine Begegnung mit den beiden führenden Demoskopen des Landes.
Als der Gezi-Park in Istanbul im Juni dieses Jahres gewaltsam geräumt wurde, stellte sich der Tänzer, Choreograph und Performance-Künstler Erdem Gündüz auf den
ISTANBUL, 18. AugustIn Istanbul fielen sie erstmals im Mai 2012 auf. Vor Beginn der Demonstrationen zum Maifeiertag traf sich eine Gruppe vornehmlich junger ...
Nach dem Ergenekon-Prozess gibt es Zweifel an der Neutralität der Richter. Doch die Solidarität mit den vermeintlichen Putschisten hält sich in Grenzen.
ham. FRANKFURT, 23. Juli. Mit etwas höheren Leitzinsen stemmt sich die türkische Notenbank gegen den Kursverfall der Lira.