Das Lachen des Herrn Lawrow
Erstmals seit Beginn der Krise in der Ukraine reist Außenminister Steinmeier nach Russland. Der SPD-Politiker sieht einen Hoffnungsschimmer. Doch sein russischer Amtskollege enttäuscht ihn.
Erstmals seit Beginn der Krise in der Ukraine reist Außenminister Steinmeier nach Russland. Der SPD-Politiker sieht einen Hoffnungsschimmer. Doch sein russischer Amtskollege enttäuscht ihn.
Im Osten der Ukraine kommt es weiter zu Gefechten zwischen Regierungstruppen und prorussischen Separatisten. Es gibt Tote und Verletzte. Russland kündigt eine Initiative im UN-Sicherheitsrat an.
Der Sieger der Präsidentenwahl in der Ukraine, Petro Poroschenko, hat eine Offensive gegen prorussische Milizen angekündigt. Am Flughafen von Donezk und in der Stadt kommt es zu heftigen Schusswechseln. Die Separatisten sprechen von mindestens zwei Todesopfern.
Beim Treffen der Außenminister des Europarats bezichtigt der Brite William Hague Russland, die Präsidentschaftswahlen in der Ukraine zu stören. Der Russe Lawrow vermisst eine Verurteilung der Tragödie von Odessa. Der Westen heiße „illegale Handlungen“ gut.
Nach über einer Woche in der Gewalt prorussischer Separatisten sind die entführten Militärinspekteure in Berlin gelandet. Der deutsche Leiter des Teams, Oberst Axel Schneider, berichtete von einer „ständig steigenden Bedrohung“ für die Inspekteure.
Kurz vor ihrer Abreise nach Amerika hat Bundeskanzlerin Merkel abermals an den russischen Präsidenten Putin appelliert, die prorussischen Milizen zur Freilassung der OSZE-Mitarbeiter zu bewegen. Der Kreml gab sich dialogbereit.
Von den amerikanischen Sanktionen ist nun auch die russische Ölindustrie betroffen. Allmählich macht sich in Moskau Unbehagen breit. Die EU zielt vor allem auf politisch Verantwortliche.
Russland und Amerika verschärfen im Ukraine-Konflikt die rhetorische Gangart. Eine Lösung der Krise scheint immer schwieriger. Bundesaußenminister Steinmeier warnt, während ukrainische Truppen Boden gutmachen.
Der russische Außenminister Sergej Lawrow droht mit einer „Antwort“, sollten russische Interessen in der Ukraine verletzt werden - so wie in Georgien 2008, wo das Land einmarschierte. Das westliche Militärbündnis reagiert besorgt.
Trotz Friedensabkommen fallen abermals Schüsse in der Ostukraine. Dabei wollen die Vereinigten Staaten nicht weiter zusehen: Moskau müsse die Separatisten nun schnell zur Räson bringen, fordert Außenminister Kerry.
Von Deeskalation keine Spur: Russlands Außenminister Lawrow wirft der Ukraine vor, das Genfer Friedensabkommen zu missachten, weil der Majdan in Kiew noch immer nicht geräumt sei. Damit komme Russland „in eine schwierige Lage“.
Kurz nach dem Genfer Gipfel herrscht Uneinigkeit über die Vereinbarungen: Amerika fordert, die prorussischen Kräfte im Osten abzurüsten. Moskau verlangt, zunächst jene zu entwaffnen, die sich an der prowestlichen Revolution in Kiew beteiligt haben sollen.
Russland hat der Forderung nach Entwaffnung separatistischer Kräfte im Osten der Ukraine zugestimmt. Außerdem müssten sie alle besetzten Gebäude verlassen, sagte Außenminister Lawrow in Genf. Der amerikanische Präsident Obama bleibt trotzdem skeptisch.
Der ukrainische Interimspräsident Turtschinow hat in einem Telefonat mit UN-Generalsekretär Ban die Stationierung von Blauhelmen angeregt. Nach dem folgenlosen Ende eines Ultimatums an prorussische Milizen erwägt Washington Waffenlieferungen an Kiew.
In mehreren ostukrainischen Städten haben prorussische Aktivisten Polizeiwachen eingenommen, dabei feuerten sie auch Schüsse ab. Washington warnt Russland vor einem Vorgehen wie auf der Krim und schickt Vizepräsident Biden in die Ukraine.
Russlands Außenminister Lawrow sieht die Stabilität Europas durch eine antirussische Stimmungslage in Gefahr. Zugleich forderte er Garantien für die politische Neutralität der Ukraine.
Washington verlangt konkrete Schritte Russlands zur Deeskalation des Ukraine-Konflikts: einen sofortigen Truppenabzug und ein Ende der Agitation. Russland weist jegliche Verantwortung zurück.
Der amerikanische Außenminister John Kerry wird im Senat von den Republikanern kritisiert, die Russland-Politik der Obama-Regierung sei zu sanft. Kerry dagegen spricht im Verhältnis zu Moskau von Zusammenarbeit trotz „Momenten der Bestürzung und des Konflikts“.
Der Unmut in der Union über die Krisendiplomatie des Außenministers wächst. Vize-Fraktionschef Schockenhoff kritisiert, Steinmeier stelle mit seinen jüngsten Aussagen die Souveränität und freie Bündniswahl der Ukraine infrage.
Die Polizei hat ein von prorussischen Aktivisten besetztes Geheimdienstgebäude in Donezk sowie ein Verwaltungsgebäude in Charkiw geräumt. Nato-Generalsekretär Rasmussen warnt Russland vor einem Einmarsch.
Die Vereinigten Staaten und Russland wollen innerhalb von zehn Tagen direkte Gespräche über die Lage in der Ukraine führen. An dem Treffen sollen auch Vertreter der Europäischen Union und aus Kiew teilnehmen.
Mit harschen Worten hat das russische Außenministerium gegen die Hitler-Äußerung von Finanzminister Wolfgang Schäuble protestiert. Unterdessen rief Außenminister Lawrow den Westen zu Gelassenheit auf.
Finanzminister Schäuble sieht Parallelen zwischen der russischen Ukraine-Strategie und „Methoden, mit denen einst Hitler das Sudetenland übernommen hat“.
Russland zieht weitere Truppen an der Grenze zur Ukraine zusammen und pflegt gleichzeitig Entspannungsrhetorik. Manche vermuten einen Plan zur Föderalisierung des Landes.
Deutschland, Frankreich und Polen wollen sich als Konsequenz der Ukraine-Krise für mehr Flexibilität im Umgang mit osteuropäischen Ländern aussprechen. „Wir werden unsere östlichen Nachbarn nicht in Entweder-Oder-Entscheidungen drängen“, sagte Außenminister Steinmeier der F.A.Z.
Die Sprache Sergej Lawrows ist entlarvend: Der russische Außenminister dekretiert der Ukraine, was sie so alles tun „muss“. Putins Chefdiplomat dokumentiert so Moskaus Pläne.
Vor dem Treffen der Außenminister Kerry und Lawrow dämpfen westliche Diplomaten die Hoffnungen. Es wird nicht ausgeschlossen, dass Putin mit seiner diplomatischen Initiative in Wahrheit eine weitere Eskalation vorbereitet.
In den Streit um die Ukaine kommt Bewegung: Wladimir Putin ruft Barack Obama an, am Sonntag wollen sich Kerry und Lawrow treffen. Eine gemeinsame Initiative zur Lösung des Konflikts sei möglich, heißt es in Moskau. Der Kreml habe nicht „die geringste Absicht“, in das Nachbarland einzumarschieren.
Bahnt sich ein Durchbruch in der Krim-Krise an? Immerhin greift Kremlchef Putin zum Telefon, um mit dem amerikanischen Präsidenten Obama zu sprechen. Zwar wird wenig Konkretes bekannt – aber weitere Gespräche sind in Sicht.
53 Staats- und Regierungschefs wollen auf dem Atom-Gipfel über den Schutz nuklearen Materials vor Terroristen beraten. Doch die Krise in der Ukraine wird den Gipfel dominieren - Putin kommt nicht nach Den Haag.
Frank-Walter Steinmeier hat in der Krim-Krise als Mittler zwischen Ost und West einiges riskiert. Nun hat sich John Kerry auf den Fahrersitz gesetzt – zumindest vorläufig.
Die Gespräche zwischen den Außenministern Russlands und der Vereinigten Staaten sind ergebnislos verlaufen. Lawrow bezeichnet die geplanten Sanktionen als „kontraproduktive Instrumente“. Sein amerikanischer Amtskollege ist tief besorgt.
Der amerikanische Außenminister Kerry versucht, die Abspaltung der Krim noch zu verhindern. Heute trifft er Russlands Außenminister Lawrow in London. Eine Anfrage Kiews nach Waffenlieferungen lehnt Washington ab.
Trotz hektischer Krisen-Diplomatie ist es dem Westen noch nicht gelungen, Russland zu direkten Gesprächen mit Kiew zu bewegen. Auch die Bildung einer Ukraine-Kontaktgruppe ist gescheitert. Russlands Außenminister reiste verärgert ab.
Vor dem Treffen mit seinem amerikanischen Kollegen Kerry versichert Russlands Außenminister Lawrow, sein Land werde ein Blutvergießen in der Ukraine verhindern. Trotzdem müssten die Vereinbarungen vom 21. Februar erfüllt werden, sagte Lawrow in Madrid.
Russlands Präsident Putin und sein Außenminister Lawrow wurden vom Fall Janukowitschs in der Ukraine überrascht. Eine neue Strategie haben die beiden noch nicht.