Nur gucken, nicht folgen!
Fünf Wochen ist es her, dass in Frankfurt ein Wolf überfahren wurde. Kehren diese Tiere in größerer Zahl nach Hessen zurück? Und ist das Land vorbereitet?
Fünf Wochen ist es her, dass in Frankfurt ein Wolf überfahren wurde. Kehren diese Tiere in größerer Zahl nach Hessen zurück? Und ist das Land vorbereitet?
Erst protestierten die Bewohner des sächsischen Örtchens Perba gegen die Ansiedlung von Asylbewerbern. Als sie aber deren Leid mit eigenen Augen sehen, ändern sie ihre Meinung und helfen, wo sie können.
Ab in die Gastfamilie! So hieß es in Sachsen-Anhalt nicht für die Schüler sondern für die Englischlehrer. Denn bei denen klafften zum Teil gewaltige Lücken. Und es ging um mehr als nur die sächselnde Aussprache.
Die Mietpreisbremse ist da. Bis sie greift, wird es wohl noch dauern. Außer in Berlin ist man nirgends so weit, in die Eisen zu steigen.
Die AfD-Ko-Vorsitzende Frauke Petry wollte Mitglieder, die sich dem „Weckruf“ von Bernd Lucke angeschlossen haben, aus der Partei ausschließen. Damit ist sie nun gescheitert.
Im Norden Deutschlands passiert, womit niemand gerechnet hat: Der Wolf verbreitet sich viel rascher als gedacht. Ihn erwarten Betreuer und Managementpläne. Auch die Politik beschäftigt sich mit ihm.
Bund und Länder wollen sich bis Ende Juni einigen, wie künftig das Steuergeld zwischen ihnen verteilt wird. Das wird schwierig, sagt Sachsen-Anhalts Ministerpräsident. Und droht mit dem Verfassungsgericht. Er ist nicht der einzige.
Die FDP tatstet mit kleinen Erfolgen voran. Auch beim Parteitag geht für Christian Lindner alles gut. Nur ein Bayer tanzt mit einem Freud’schen Versprecher aus der harmonischen Reihe.
Als die Länder beim Bafög entlastet wurden, gelobten sie, das eingesparte Geld für Bildung auszugeben. Nun wurde bekannt, wer sich an die Abmachung hält – und wer die frei gewordenen Mittel lieber zweckentfremdet.
Einbruch und Diebstahl nehmen an Deutschlands Ostgrenze weiter zu. Doch die Polizei zieht sich schleichend zurück. Anwohner laufen selbst Streife. Und ein CDU-Mann stellt gleich das ganze Schengen-Abkommen in Frage.
Martin Luther und seine reformatorischen Ideen hatten Gegner – aber auch mächtige Fürsprecher. Friedrich III. von Sachsen, genannt „der Weise“, war darunter der bekannteste, aber nicht der einzige.
Luthers Überzeugungen sind der Beginn einer über hundert Jahre andauernden religiösen Bewegung, an deren Ende die Neuordnung des westlichen Christentums steht. Kriegerische Auseinandersetzungen, Verordnungen und Bündnisse sind dabei an der Tagesordnung.
Sicherheitsbehörden sind gegen eine neue rechtsextreme Gruppe vorgegangen. Über das Internet hatte die „Oldschool Society" ein überregionales Netz gebildet - und wollte offenbar Anschläge in Deutschland verüben.
Was ist eine angemessene Bezahlung von Richtern? Das ließ das Bundesverfassungsgericht weiter offen. Doch Karlsruhe gibt den Bundesländern vor, wie sie die Untergrenze der Besoldung errechnen sollen.
Richter und Staatsanwälte aus drei Bundesländern hatten gegen eine ihrer Meinung nach zu niedrige Besoldung geklagt. Den Klägern aus Sachsen-Anhalt hat das Verfassungsgericht nun recht gegeben - und zugleich allgemeine Maßstäbe für die Besoldung aufgestellt.
Nicht nur Bahnfahren fällt in den kommenden Tagen vielfach aus – auch die Kinder werden vielerorts bald nicht wie gewohnt betreut. Die im Beamtenbund organisierten Erzieher stimmten in einer Urabstimmung als erste für unbefristete Streiks.
Die Deutsche Bank will sich wieder von der Postbank trennen. Am Freitag ist eine wichtige Aufsichtsratssitzung. Die Postbank-Mitarbeiter legen deshalb die Arbeit nieder. Bundesweit.
An diesem Samstag wird die Bundesgartenschau 2015 eröffnet. Sie ist ländlicher, kleinteiliger und nachhaltiger als alle ihre Vorgänger. Kommen mit ihr die „blühenden Landschaften“ an die Havel?
Länder und Kommunen fordern mehr Geld und mehr Bundeshilfe für die Versorgung der Flüchtlinge. Aber es ist vorerst genug Geld für Asylbewerber da. Selbst die Kommunen sehen das so.
Dass der Bürgermeister aufgab, weil er sich von Rechtsextremen bedroht fühlte, katapultierte den kleinen Ort in die Schlagzeilen. Dann brannte auch noch eine geplante Flüchtlingsunterkunft. Nun gibt es zumindest einen Nachfolger an der Gemeindespitze.
Er nennt den Islam eine kranke Ideologie und vergleicht den Koran mit Hitlers „Mein Kampf“: Der Niederländer Geert Wilders steht auch wegen solcher Äußerungen unter Polizeischutz. Nun kommt er zur Pegida nach Dresden.
Tröglitz sei „nicht überall“, findet Bundesinnenminister Thomas de Maizière. Eine Studie zeigt: Ressentiments gegen Ausländer sind oft dort besonders groß, wo wenige Ausländer leben.
Viele Städte und Regionen verzeichnen weiterhin auffallend viele Masern-Fälle. Verantwortlich dafür sind nicht nur Eltern, die ihren Nachwuchs nicht impfen lassen. Auch ungeimpfte Erwachsene sind maßgeblich am Ausbruch beteiligt.
Auch in Sachsen eskaliert die Debatte um die Unterbringung von Aslybewerbern. Das hat Auswirkung auf den Umgang mit Amtsträgern. Früher wurde ihnen mit Respekt begegnet. Heute werden sie beschimpft und bedroht.
Politiker aus Berlin oder aus den Landeshauptstädten haben gut reden. Der verkohlte Tröglitzer Dachstuhl steht auch für ausgebrannte Gemeinden. Das lässt sich nicht autoritär wegwischen. Ein Kommentar.
Sachsen-Anhalt will trotz des Brandanschlags auf die Flüchtlingsunterkunft in Tröglitz weiterhin auch dort Flüchtlinge unterbringen. Das sagte der Innenminister Sachsen-Anhalts, Stahlknecht. Wie das geschehen soll, will er an diesem Dienstag erkunden.
Der Wolf wird hierzulande wieder heimisch. Abschätzungen zeigen, dass es in deutschen Wäldern Lebensraum für Tausende von Tieren gibt.
Landrat Götz Ulrich wird nach dem Brandanschlag in Tröglitz von Unbekannten bedroht. Deshalb steht er nun unter besonderem Schutz. Die Brandstifter sind derweil immer noch nicht gefunden.
Nach dem Feuer in einem geplanten Flüchtlingsheim in Tröglitz geht die Suche nach den Brandstiftern weiter. Der Landrat kündigte derweil an, dass trotz der Tat 40 Flüchtlinge in dem Ort unterkommen sollen.
Sachsen hat für die Fast-Pleite seiner früheren Landesbank auch in diesem Jahr schon 92,9 Millionen Euro gezahlt. Die Börse in Tokio erholt sich.
Weil Rechtsextreme vor seinem Wohnhaus demonstrieren wollten, trat der Bürgermeister von Tröglitz zurück. Im Ort jedoch fürchtet man sich eher vor Ausländern – sehr zur Freude der NPD.
Es ist einer der schwersten Stürme der vergangenen Jahre. Orkantief „Niklas“ hält Deutschland in Atem. Bislang gibt es mindestens drei Todesopfer zu beklagen. Die Polizei schließt den Münchner Hauptbahnhof. Am Frankfurter Flughafen fallen zahlreiche Flüge aus.
Der CDU-Abgeordnete Arnold Vaatz will sich am Abend im Bundestag mit Anhängern der Pegida-Bewegung aus Sachsen treffen. Die Opposition ist empört. Staatssekretär Kitschelt aus dem Entwicklungsministerium hat seine Teilnahme nun abgesagt.
Sektkühler mit Löwenkopf-Henkeln, Vasen aus Delft und Figurengruppen aus Meißner Porzellan: Ein Teil des Besitzes der von Lehndorffs wurde in den achtziger Jahren in einem Kamin entdeckt. Jetzt sind die Stücke versteigert worden.
In der AfD braut sich was zusammen: Der Flügelstreit eskaliert. Ostdeutsche Landespolitiker fordern eine konservativere Ausrichtung und werfen der Führung Feigheit vor.
In Sachsen ist von der Euphorie der ersten freien Wahlen vor 25 Jahren nur wenig geblieben. Verlieren „die da oben“ den Kontakt zum Volk? Beobachtungen aus einem unzufriedenen Land.