Moskau dreht den Spieß um
Deutschland verzögere die Ermittlungen im Fall Nawalnyj womöglich „mit Absicht“, schreibt eine Sprecherin des Außenministeriums auf Facebook. Zuvor hat der deutsche Außenminister mit einem Stopp von Nord Stream 2 gedroht.
Deutschland verzögere die Ermittlungen im Fall Nawalnyj womöglich „mit Absicht“, schreibt eine Sprecherin des Außenministeriums auf Facebook. Zuvor hat der deutsche Außenminister mit einem Stopp von Nord Stream 2 gedroht.
Der Giftanschlag auf Aleksej Nawalnyj lässt die Diskussion um Nord Stream 2 wieder hochkochen. Braucht Deutschland für die Energiewende eine weitere Gaspipeline aus Russland?
Wenn irgendwo auf der Welt mal wieder ein Gegner des Kremls einen plötzlichen Tod erleidet, folgt die Propagandamaschinerie einer bewährten Strategie. Einem Mann kommt dabei eine besondere Rolle zu.
Trotz der vielen Toten sieht Schwedens Ministerpräsident Stefan Löfven die Strategie seines Landes bestätigt. Noch habe man aber Corona nicht überwunden. Und er fordert von Russland, sich in Belarus herauszuhalten.
Wien kritisiert Moskau im Fall Nawalnyj und schließt Sanktionen nicht aus. Österreich hält aber an „Nord Stream 2“ fest.
Während die EU über Sanktionen gegen Moskau diskutiert, liegen Washington laut Präsident Trump noch keine Beweise für eine Vergiftung Nawalnyjs vor. Mit Vorwürfen gegen Putin hält sich Trump zurück, stattdessen erneuert er seine Kritik an Nord Stream 2.
Eine bloße „privatwirtschaftliche“ Angelegenheit ist die Pipeline Nord Stream 2 nicht. Und klar ist auch: Wir sind schon jetzt von Putins Gas abhängig.
Die Partner taten immer so, als ginge es bei der Ostsee-Leitung allein um Gas und Geld. Dabei hat kaum ein Projekt so viele politische Gräben aufgerissen. Eine Rekonstruktion.
Nach dem Giftanschlag auf Aleksej Nawalnyj fordert nun auch der CDU-Politiker Friedrich Merz einen Stopp von Nord Stream 2. Das Gaspipelineprojekt hat aber in der großen Koalition mächtige Unterstützer.
Nach dem Giftanschlag auf den Kreml-Kritiker Alexej Nawalny hat die NATO Russland aufgefordert, eine „unparteiische“ internationale Untersuchung zuzulassen. Moskau müsse zudem sein Programm zum Nervengift Nowitschok gegenüber der Organisation zum Verbot chemischer Waffen (OVCW) „vollständig offenlegen“, sagte Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier fordert Aufklärung im Fall Nawalnyj. „Die drängendsten Fragen richten sich nun an die Regierung in Moskau“, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.
Mord im Tiergarten, Cyberangriff auf den Bundestag, Propaganda und gewiefte Spionage. Lange zeigte sich die deutsche Politik zurückhaltend gegenüber Russland. Ist mit Nawalnyjs Vergiftung das Maß nun voll?
Der französische Präsident versuchte es mit Nachsicht gegenüber Russland. Doch der Kreml dankte es ihm nicht. Nun belastet auch noch eine Spionageaffäre das Verhältnis – und der Fall Nawalnyj.
Angesichts des Falls Nawalnyj müsse die EU eine „klare gemeinsame Sprache finden“, fordert Österreichs Außenminister Schallenberg im F.A.Z.-Interview. Einen Stopp für das Gasleitungsprojekt Nord Stream 2 sieht er derzeit aber noch nicht.
Amerikas Justizminister spielt Moskaus Manipulationsversuche herunter. Lieber zeigt er auf China. Doch niemand schwächt Amerika mehr als der Präsident in Washington.
Der Auftakt in die Nations League geht für die Schweiz daneben. Der nächste deutsche Gegner verliert in der Ukraine. Jubel dagegen bei Russland, Ungarn und Wales.
Russland ist von der EU abhängig. Doch die Wirtschaft stellt sich gegen neue Sanktionen und ein Aus der Gaspipeline Nord Stream 2. Entschieden wird über mögliche Sanktionen in Brüssel – bis es eine einheitliche Linie gibt, könnte es dauern.
Er sei machthungrig, ein Populist oder gar Nationalist. Vorwürfe gegen Aleksej Nawalnyj gibt es zuhauf. Aufhalten können sie ihn nicht.
Die Theorie, Aleksej Nawalnyj sei womöglich in Deutschland vergiftet worden, ist in Russland schon verbreitet worden, bevor der Einsatz von Nowitschok bekannt wurde. Wie Moskau versucht, den Verdacht von sich zu lenken – eine Analyse.
Wie sieht eine angemessene Reaktion auf den Giftanschlag auf Aleksej Nawalnyj aus? Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses, Norbert Röttgen, spricht sich für einen Stopp des Gaspipelineprojekts Nord Stream 2 aus.
Wenn die Regierung Merkel nach der Vergiftung Nawalnyjs an Nord Stream 2 festhält, kann sie sich beim nächsten Mordanschlag auch gleich die Empörung sparen. Putin beeindrucken nur Ge- und Entschlossenheit.
Da Nawalnyj „innerhalb der Jurisdiktion Russlands“ vergiftet worden sei, müsse Moskau nun Stellung nehmen, sagte der schwedische Ministerpräsident in Berlin. Unterdessen fordern Politiker von CDU, FDP und Grünen, Nord Stream 2 nicht fertigzubauen.
Ein Ende der Gaspipeline Nord Stream 2 wäre das deutlichste denkbare Signal an Putin, dass die Vergiftung Nawalnyjs nicht folgenlos bleibt. Aber der Westen hat noch weitere Mittel gegen das Regime in Moskau in der Hand.
Nach einem toxikologischen Gutachten im Fall Nawalnyj zeigt Merkel gegenüber Russland neue Härte. Und in der Slowakei könnte heute ein Urteil wegen des Mordes am Journalisten Kociak fallen. Der F.A.Z.-Newsletter für Deutschland.
Die Bodenturner der Transformation enden meist tragisch: Alexander Kluges „Russland-Kontainer“ ist ein virtuoses Dokumentarzirkusstück für Kenner.
Nach der von einem Bundeswehr-Labor nachgewiesenen Vergiftung des Kreml-Kritikers Alexej Nawalnyj fordern sowohl die Nato als auch die EU-Kommission Aufklärung. Die russische Botschaft in Berlin warnt die Bundesregierung unterdessen vor einer „Politisierung“ des Falls.
Bei dem Kremlkritiker Alexej Nawalnyj wurde „der zweifelsfreie Nachweis“ eines chemischen Nervenkampfstoffes aus der Nowitschok-Gruppe erbracht. Berlin bestellt den russischen Botschafter. Moskau reagiert empört.
Machthaber Lukaschenka sucht die Protestwelle gegen ihn abzuschwächen. Russlands Außenminister Lawrow stellt eine Behauptung auf, die den Boden für ein russisches Eingreifen in Belarus bereiten könnte.
Ein Bundeswehrlabor hat bestätigt, dass Alexej Nawalnyj mit einem chemischen Kampfstoff vergiftet wurde. Deutschland hat keine Wahl: Es muss in Europa weitere Schritte gegen Russland durchsetzen.
Facebook und Twitter warnen vor einem alten Bekannten: Die russische „Internet Research Agency“ versuche wieder, den Wahlkampf zu beeinflussen. Dabei geht sie offenbar gewiefter vor als 2016.
Seit anderthalb Wochen wird der russische Oppositionsführer Alexej Nawalnyj in der Berliner Charité behandelt. Russland hat Deutschland um Informationen zu seiner Behandlung gebeten.
Welcher tödliche Erreger trieb vor 130 Jahren sein Unwesen? War es Influenza oder doch das erste Pandemie-Coronavirus, das heute als harmloses Erkältungsvirus weltweit kursiert? Eine Suche nach Indizien.
Die bürgerliche Revolution in Belarus wird vor allem von Frauen getragen. Aber was helfen Blumen und Umarmungen gegen Polizeigewalt und russische Hilfstruppen?
Dass der Kreml ihn für so gefährlich hält, liegt auch daran, dass Alexej Nawalnyj die politische Arbeit sehr effektiv organisiert – etwa in Tomsk, wo er vergiftet worden ist.
Er ist erst 22 Jahre alt. Und doch gilt Jegor Schukow jetzt schon als mögliche Führungspersönlichkeit der Oppositionsszene in Russland. Am Sonntag wurde er überfallen und zusammengeschlagen.
Zwei Diktatoren regieren in Russland und Belarus, doch der Kontrast zwischen dem KGB-Agenten Putin und dem Kolchosbauern Lukaschenka könnte größer nicht sein. Was sie gemeinsam haben: Beide stehen vor dem Scheitern. Ein Gastbeitrag.