Erdogans Schachzug
Die autoritären Tendenzen Erdogans sind unübersehbar. Doch glaubt jemand wirklich, der Ministerpräsident habe nicht geahnt, dass sich eine Twitter-Sperrung leicht aushebeln lasse? Sein Plan ist ein anderer.
Die autoritären Tendenzen Erdogans sind unübersehbar. Doch glaubt jemand wirklich, der Ministerpräsident habe nicht geahnt, dass sich eine Twitter-Sperrung leicht aushebeln lasse? Sein Plan ist ein anderer.
Tausende Nutzer kommentieren die Twitter-Sperre in der Türkei - die Empörung über das Vorgehen der Regierung ist riesig. Auch viele prominente Stimmen melden sich auf Twitter zu Wort.
Twitter-Nutzer in der Türkei können nicht mehr auf den Kurznachrichtendienst zugreifen. Zuvor hatte Ministerpräsident Erdogan damit gedroht, soziale Medien zu blockieren. Präsident Gül äußert sich gegen ein Verbot - per Twitter.
Zu Beginn der Mercedes-Benz Fashion Week war es noch ruhig. Doch dann kam die Nachricht vom Tod eines Fünfzehnjährigen – und die Designer in Istanbul nutzen die Modewoche zur Meinungsäußerung.
Die türkische Wahlbehörde in Ankara hat einen Wahlwerbespot der Regierungspartei des Ministerpräsidenten Erdogan verboten. In dem Spot war eine riesige türkische Flagge gehisst worden. Erdogan verfolgte damit weitere Ziele als nur die Kommunalwahl Ende August.
Ein Wahlspot der AKP überhöht den türkischen Ministerpräsidenten Erdogan zum Retter einer bedrohten türkischen Nation. Das Video zeigt mit Brachialgewalt: In diesem Wahlkampf macht Erdogan keine Gefangenen, es gibt nur Sieg oder Niederlage.
Der Tod des Demonstranten Elvan war der Funke, der das Protestfeuer der türkischen Jugend wieder angefacht hat. Den gesellschaftlichen Wandel in der Türkei hat Erdogans Lager offensichtlich nicht verstanden.
Die Auseinandersetzungen nach dem Tod eines Jugendlichen haben zwei weitere Todesopfer gefordert: In Istanbul wurde ein Demonstrant getötet, in Tunceli erlitt ein Polizist einen Herzinfarkt und starb.
Nach dem Tod eines von der Polizei schwer verletzten Jungen kommt es in der Türkei wieder zu neuen Massenprotesten gegen die Regierung Erdogan.
Die Proteste gegen die türkische Regierung haben ein weiteres Todesopfer gefordert: Ein Jugendlicher stirbt nach 269 Tagen im Koma. Bei folgenden Protesten werden zwei Dutzend Menschen schwer verletzt und 150 Demonstranten festgenommen.
Nach neun Monaten im Koma ist der 15 Jahre alte Berkin Elvan seinen Kopfverletzungen erlegen, die er mutmaßlich durch eine Tränengasgranate der Polizei erlitten hatte. Der Tod des Jungen könnte einen neuen Proteststurm gegen die Regierung Erdogan auslösen.
Ashton, Nuland, Erdogan: Immer öfter bringen Zitate aus angeblichen heimlichen Telefonmitschnitten prominente Politiker in Bedrängnis. Die Fälle zeigen: Mit gezielten Leaks können Geheimdienste inzwischen ihr eigenes Süppchen kochen.
„Die Zeit drängt“: Kanzlerin Merkel droht Moskau mit Sanktionen, der russische Präsidenten müsse an einer internationalen Kontaktgruppe zur Lösung der Krim-Krise mitwirken. An diesem Donnerstag wird sie eine Regierungserklärung zur Ukraine abgeben.
Seit Wochen kursieren Telefon-Mitschnitte von Politikern und Diplomaten im Internet. Geheimdiensten steht offenbar ein neues Spielzeug zur Verfügung. Und es verändert die Politik.
Die Telefon-Enthüllungen werden Erdogan zwar gefährlich. Ein Ende seiner Herrschaft führen sie aber nicht herbei - jedenfalls vorerst. Das Finale im Machtpoker in Ankara wird noch auf sich warten lassen.
Immer mehr Tondokumente finden ihren Weg ins Netz, auf denen der türkische Ministerpräsident zu hören sein soll. Die Mitschnitte decken auf, wie wenig sich Erdogan um Gewaltenteilung und andere demokratische Grundregeln schert.
Der türkische Ministerpräsident will Facebook und Youtube verbieten. Er ist nicht alleine - viele Staaten zensieren das Internet.
Der türkische Staatspräsident stellt sich gegen den Regierungschef: Eine Blockade von prominenten Internetseiten komme „nicht in Frage“.
Nachdem auf Youtube angebliche Mitschnitte von Telefonanrufen veröffentlicht wurden, die eine Verwicklung des türkischen Ministerpräsidenten in Bestechung belegen sollen, gibt es für Erdogan nur eine Konsequenz: Er will Facebook und Youtube in seinem Land verbieten.
Der durch Korruptionsvorwürfe unter Druck geratene türkische Ministerpräsident Erdogan hat die Echtheit von zwei Telefonmitschnitten bestätigt, die abgehört worden waren.
Rund 280.000 Tataren leben auf der nun russisch besetzten Halbinsel Krim. Die Türkei sieht sich als Schutzmacht der Krimtataren. Doch die Krise in der Ukraine zeigt, dass sie nicht in derselben Gewichtsklasse boxt wie Russland.
Herr Erdoğan telefoniert mit seinem Sohn Bilal, und Herr Özdemir mit seiner Tochter Eylem. So wird das nichts mit der EU - ein Update.
Zunächst billigte das Parlament in Ankara einige Änderungen des Internetgesetzes, dann stimmte der türkische Staatspräsident Gül der umstrittenen Justizreform zu. Die Proteste gegen die Regierung Erdogan dauern an.
Die Korruptionsaffäre in der Türkei erhält durch fragwürdige Tonbandaufnahmen neues Feuer: Angeblich soll Ministerpräsident Erdogan seinen Sohn Bilal gebeten haben, Geld zu verstecken.
Die Opposition in Ankara fordert den Rücktritt von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan. Anlass sind angebliche Mitschnitte von Telefonaten Erdogans mit seinem Sohn Bilal, die nahelegen sollen, dass die beiden große Geldsummen verschwinden ließen, um sie vor der Staatsanwaltschaft zu verbergen.
Warum mich der deutsche Blick auf die Türkei ärgert. Warum Gezi eine Art türkisches 1968 war. Und warum wir diese innere Revolution nach außen tragen müssen.
Dunkle Mächte auszumachen ist Mode in der Türkei. Das staatshörige Blatt „Star“ will nun herausgefunden haben, welch’ Geistes Kind die Gegner von Erdogans Internetkontrollgesetz sind.
Die türkische Opposition bezichtigt die Regierungspartei durch die neue Regelung dem Justizminister das entscheidende Wort zugeschanzt und damit die Gewaltenteilung aufgehoben zu haben.
Die Erdogan-Regierung hat sich per Gesetz mehr Kontrolle über die türkische Justiz verschafft und so künftig mehr Einfluss auf die Karriere von Richtern und Staatsanwälten. Im Parlament kommt es zu Tumulten.
Am Taksim-Platz setzt die Polizei Tränengas und Gummigeschosse ein. Demonstranten werfen Feuerwerkskörper. Sie protestieren gegen ein Gesetz der türkischen Regierung zur Internet-Kontrolle.
Die junge Türkei liebt das Internet. Sie reagieren auf die angespannte politische Situation mit Humor. Präsident Erdogan droht nun mit einem neuen Gesetz alles kaputt zu machen.
Selbst mit einem Veto kann der türkische Staatspräsident Gül Erdogans restriktives Internetgesetz nicht verhindern. Die Wähler haben ohnehin andere Sorgen.
Erdogans AKP gibt vor, mit dem drastischen Gesetz zur Überwachung und Zensur im Internet Familien und Kinder zu schützen. Dabei wirkt es wie maßgeschneidert, um den Ministerpräsidenten aus dem Sog einer Affäre zu halten.
Heftiger Streit über ein neues Erdogan-Gesetz: Künftig können die türkischen Behörden ganz unkompliziert Internetseiten sperren, die ihnen nicht passen. Die Opposition ist außer sich und ruft: Zensur!
Bei Anne Will sollte über Erdogans Berliner Wahlkampfauftritt diskutiert werden. Doch die Sendung geriet zu einem Streifzug durch deutsch-türkische Befindlichkeiten.
Die Türkei erlebt eine Phase politischer Unruhe und wirtschaftlicher Schwäche. Das mindert die Popularität des türkischen Ministerpräsidenten und durchkreuzt seine präsidialen Ambitionen.