Poroschenko: Friedensplan ist in Gefahr
Die Waffenruhe in der Ostukraine ist brüchig. Kann die Überwachung mit deutschen Drohnen daran etwas ändern? Die prorussischen Separatisten vermuten dahinter einen versteckten Angriff.
Die Waffenruhe in der Ostukraine ist brüchig. Kann die Überwachung mit deutschen Drohnen daran etwas ändern? Die prorussischen Separatisten vermuten dahinter einen versteckten Angriff.
Je länger Putins Krieg im Donbass dauert, desto mehr Zuspruch bekommen die Radikalen in der ukrainischen Politik. Oleh Ljaschko liegt in Umfragen auf Platz zwei. Für ihn interessiert sich derweil auch Amnesty International.
Kiew hat im Kampf gegen die prorussischen Separatisten viele Waffen verloren. Bis zu 65 Prozent der Gefechtsfahrzeuge seien nicht mehr einsatzfähig, heißt es in Kiew. Nun fordert die ukrainische Führung Hilfe aus dem Westen.
Formal herrscht in der Ostukraine Waffenruhe, doch um Donezk wird wieder gekämpft. Das Zentrum der Stadt liegt unter Beschuss. Auch das Rote Kreuz gerät in die Schusslinie.
Russische Intellektuelle begehen auch heute wieder den Fehler, ihr Volk für besser zu halten als ihre Machthaber. Putins virtuoses Spiel mit der Volksseele beweist das.
In Kiew wurden Ermittlungen gegen russische Beamte eingeleitet. Das Verfahren kommt nachdem in Moskau wiederum Ermittlungen wegen Völkermordes an der russischsprachigen Bevölkerung in der Ostukraine begonnen hatten.
Es sind die blutigsten Gefechte seit Beginn der Waffenruhe. In der Ostukraine sind bei neuen Kämpfen mindestens 15 Menschen ums Leben gekommen. Geschossen wurde vor allem am Flughafen Donezk.
Der ukrainische Präsident hat in einem Interview mit einem TV-Sender eine Föderalisierung der Ukraine ausgeschlossen. Gegen den Widerstand der Regierung in Kiew bereiten die Separatisten in der Ostukraine Wahlen vor.
Russland hat der Ukraine den Gashahn zugedreht. Das Land kämpft nun darum, keinen kalten Winter zu erleben. Eine Einigung ist in Sicht, sagt nun die EU, die zwischen beiden vermittelt.
Der nahende Winter kommt Moskau bei den Gasverhandlungen mit Brüssel und Kiew gelegen. Bei den Gesprächen am heutigen Freitag geht es nicht nur um die Versorgung der Ukraine. Der Streit könnte auch die Lieferungen nach Europa gefährden.
Der ukrainische Präsident Poroschenko will sein Land in sechs Jahren so weit reformieren, dass es die EU-Mitgliedschaft beantragen kann. Das sagte er bei der Vorstellung seiner „Strategie 2020“ in Kiew.
Die Separatisten in der Ostukraine wollen im November ihre eigenen Regionalparlamente wählen. Das betrachten sie als Bekräftigung ihres Strebens nach Unabhängigkeit von Kiew.
Die neue deutsche Mulmigkeit: Kommt es Ihnen auch so vor, als sei die Welt innerhalb kürzester Zeit viel gefährlicher geworden? Auf der Suche nach einem Gefühl.
Tausende Menschen werden in Moskau zu einer Kundgebung gegen Russlands Vorgehen im Ukraine-Konflikt erwartet. Die Oppositionellen fordern Ermittlungen wegen des Einsatzes russischer Soldaten. Präsident Putin scheint die Kritik zuzulassen.
Vertreter Kiews und der Rebellen haben eine demilitarisierte Zone für die Ostukraine vereinbart. Sie soll die brüchige Waffenruhe festigen. Ohne Zustimmung Kiews ist unterdessen ein weiterer Hilfskonvoi aus Russland in der Ukraine eingetroffen.
Trotz eindringlicher Bitten des ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenkos in seiner Rede vor dem amerikanischen Kongress will Barack Obama von Waffenlieferungen an Kiew vorerst absehen.
In zwei Tagen könnten seine Truppen nicht nur in Kiew, sondern auch in Riga, Vilnius, Tallinn, Warschau oder Bukarest sein, soll der russische Präsident Putin in einem Gespräch mit dem ukrainischen Präsidenten Poroschenko gedroht haben.
Mitglieder der Vaterlandspartei um Julija Timoschenko fordern das Gesetz über einem Sonderstatus für die Ostukraine zurückzunehmen. Bei der Abstimmung habe es Unregelmäßigkeiten gegeben. Zudem könnten die Truppen der Separatisten legalisiert werden.
Das Freihandelsabkommen von Brüssel und Kiew soll erst später in Kraft treten. Das zögert den Konflikt mit Moskau jedoch nur hinaus.
Die ostukrainischen Konfliktregionen Donezk und Luhansk erhalten einen Sonderstatus. Den Kämpfern gewährt Präsident Poroschenko Amnestie. Kritiker fürchten eine schleichende Spaltung des Landes.
Als vor einem Jahr der damalige ukrainische Staatschef Janukowitsch die Annäherung an die EU stoppte, begannen die Proteste auf dem Maidan-Platz. Jetzt haben die Parlamentarier der EU und der Ukraine das Partnerschaftsabkommen angenommen.
Der russische Außenminister Lawrow bezeichnet die Neutralität der Ukraine als „elementar“ und warnt vor weiteren Bemühungen um eine Nato-Mitgliedschaft. Der ukrainische Präsident Poroschenko erlaubt den Einsatz von Drohnen in der Ostukraine.
Die Europäische Union geht im Ukraine-Konflikt auf Russland zu: Sie will das geplante Freihandelsabkommen mit der Ukraine um 15 Monate verschieben.
Während einer Rede in Berlin bittet Vitali Klitschko um deutsches „Know-how“ beim Bau einer Mauer an der ukrainischen Grenze. Die Aussage sorgt für Furore. Jetzt rudert der Kiewer Bürgermeister zurück.
Die Waffenruhe im Osten der Ukraine ist brüchig, trotzdem hat sich die Situation aus Sicht der Regierung in Kiew beruhigt. Derweil setzen die EU-Botschafter ihre Beratungen über weitere Russland-Sanktionen fort.
Ein Großteil der russischen Kämpfer hat die Ostukraine wieder verlassen. Das sagte der ukrainische Präsident Poroschenko in Kiew. Dennoch sollen die Militäreinheiten in der Region umgruppiert werden – „zur Verteidigung des Staatsgebiets“.
Moskau gibt vor, Minderheiten auf der Krim zu schützen. Doch die Krimtataren werden gegängelt, Kritiker werden überwacht. Tausende sind seit der russischen Landnahme geflohen. Einige kämpfen sogar in der Ost-Ukraine.
Eine Frau mit Blumenkranz, zwei Jungen, deren Arme das Landeswappen formen: Graffiti, Aufkleber und Schablonenbilder entwickeln sich in der Ukraine zu einer staatstragenden Kunstform.
Verliert die Ukraine den Kampf gegen Putin und die Separatisten, droht sie alles zu verlieren, wofür die Majdan-Bewegung gekämpft hat. Einzig eine Aufrüstung der Armee kann für Stabilität sorgen - und die Demokratie stärken.
Sie sammelte Spenden für ukrainische Soldaten. Dann wurde Irina Dowgan von prorussischen Separatisten verschleppt und in Donezk an den Pranger gestellt. Ein stundenlanges Martyrium begann.
Die amerikanische Marine beginnt gemeinsam mit ukrainischen Streitkräften eine Militärübung im Schwarzen Meer. Russland kritisiert die Aktion als „völlig unpassend“. Separatisten im Osten der Ukraine wollen unterdessen eine Abspaltung weiter vorantreiben.
Während die vereinbarte Waffenruhe immer brüchiger wird, irritiert die ukrainische Regierung die internationale Gemeinschaft: Einige Nato-Staaten, darunter die Vereinigten Staaten, hätten Waffenlieferungen zugesagt, erklärt Kiew. In den betreffenden Ländern weiß man davon nichts.
Die Invasion der Ukraine ist seit Anfang 2013 geplant worden. Russland wollte von Guerrillakämpfern lernen, erprobte neue Formen der Kriegsführung. Und der Westen bekam davon nichts mit.
Weitgehend wird die Waffenruhe zwischen Separatisten und ukrainischer Armee eingehalten. Dennoch werfen sich beide Seiten gegenseitig „Provokationen“ vor. Nahe Donezk und der Hafenstadt Mariupol schlugen Granaten ein. Eine Frau soll getötet worden sein.
Während der ukrainische Präsident sich für eine Waffenruhe bereit zeigt, greifen die prorussischen Separatisten Mariupol an. Gleichzeitig sagen sie, dass sie über eine Einstellung der Kämpfe verhandeln wollen.
Symbolisch zeigt die Nato der Ukraine in Newport ihre Unterstützung und ein offenes Ohr. Konkrete Hilfe, wie Waffenlieferungen, bleibt jedoch aus.