Die Frage der Haltung
Der Fall Franco A. ist der erste, der Asylpolitik, Fremdenfeindlichkeit und Terrorverdacht auf verschlungene Weise mit der Bundeswehr verbindet. Einseitige Schuldzuschreibungen sind fehl am Platz.
Der Fall Franco A. ist der erste, der Asylpolitik, Fremdenfeindlichkeit und Terrorverdacht auf verschlungene Weise mit der Bundeswehr verbindet. Einseitige Schuldzuschreibungen sind fehl am Platz.
Eine Verkettung unglücklicher Umstände, systematisches Wegschauen oder Sympathie? Klare Indizien für die rechtsextreme Gesinnung des unter Terrorverdacht stehenden deutschen Oberleutnants häufen sich. Zwei weitere Soldaten rücken in den Ermittlerfokus.
Wie steht es um die innere Verfasstheit der Bundeswehr, angesichts von Missbrauchsfällen und Rechtsextremismus? Der Wissenschaftler Christian Pfeiffer soll es untersuchen. Er ist sich sicher: Die Aussetzung der Wehrpflicht hat die Truppe verändert.
Die breite Kritik der Verteidigungsministerin an der Truppe fällt auf sie zurück. Neue Details deuten darauf hin, dass die Gesinnung des rechtsextremen Oberleutnants an seinem Standort ein offenes Geheimnis war.
In der Affäre um den terrorverdächtigen Bundeswehrsoldaten Franco A. übt die Verteidigungsministerin Selbstkritik und übernimmt die „Gesamtverantwortung“. Zudem kündigt Ursula von der Leyen eine monatelange Aufarbeitung an.
Die Bundeswehr hat kein „Haltungsproblem“. Es scheint eher auf Seiten der Politik zu bestehen. Wer deutsche Soldaten und Soldatinnen in Krisen und Kriege schickt, muss sie – und sich – auf die Härte vorbereiten, die sie dort erwartet.
Haltungsproblem, falscher Korpsgeist und schwache Führung: Die Bundeswehr steht unter massiver Kritik – und Ursula von der Leyen startet den Versuch, die Erregung wieder einzudämmen.
Neben dem offenbar rechtsextremen Franco A. soll es ein Netzwerk in der Truppe geben. Wegen der Vorfälle sagt die Verteidigungsministerin eine Amerika-Reise ab.
In der Affäre um Oberleutnant Franco A. reißt die Kritik an von der Leyen nicht ab. Sie hatte der Bundeswehr Führungsschwäche und Haltungsprobleme attestiert. Nun meldet sich der Wehrbeauftragte Bartels zu Wort: Die Verteidigungsministerin appelliere an sich selbst.
Die Verteidigungsministerin kritisiert im Fall des terrorverdächtigen Offiziers Franco A. das Verhalten der Vorgesetzten deutlich. Und spricht von „Führungssschwäche auf verschiedenen Ebenen“.
Die federführenden Behörden schweigen noch. Doch potentielle Opfer wurden bereits informiert. Franco A. verfügte über eine Liste. Darauf stehen mögliche Anschlagsziele in Berlin.
Die steigende Nachfrage nach Rüstungsgütern lässt die Rheinmetall-Aktie klettern. Exporte können sich aber als durchaus kompliziert erweisen. Jüngstes Beispiel: Ein Deal mit der Türkei.
Der Fall des Soldaten Franco A., der, als Asylbewerber getarnt, einen Anschlag geplant haben soll, wirft Fragen auf: Wie stark ist Rechtsextremismus in der Bundeswehr tatsächlich verbreitet? Viele Soldaten sind überrascht über eine pauschale Verurteilung – und wehren sich.
Der Wehrbeauftragte Bartels hält die Streitkräfte für „strukturell anfälliger“ gegenüber Rechtsextremismus als andere gesellschaftliche Bereiche. Aus der Opposition folgt prompter Widerspruch.
Wird in der Bundeswehr doch Rechtsextremismus vertuscht? Die Gesinnung des Soldaten Franco A., der sich als syrischer Flüchtling ausgegeben hatte und einen Anschlag geplant haben soll, war offenbar schon Jahre bekannt.
Ein Bundeswehrsoldat, der sich erfolgreich als Flüchtling tarnt und subsidiären Schutz erhält – wie konnte es soweit kommen? Dazu äußerte sich jetzt das zuständige Regierungspräsidium Gießen.
Der Fall des Soldaten, der sich als Flüchtling ausgegeben hat, ist seltsam. Vor allem aber ist er ein trauriges Beispiel für ein grundlegendes Versagen bei der Erfüllung staatlicher Aufgaben.
Der Fall des festgenommenen Soldaten Franco A. wirft viele Fragen auf. Eines ist gewiss: Der Oberleutnant hatte guten Grund, seine Gesinnung zu verbergen.
Wie ist es um die Zusammenarbeit des deutschen und des amerikanischen Militärs nach der Wahl von Donald Trump bestellt? Brigadegeneral Kai Rohrschneider hat dazu eine klare Meinung.
Er gab sich als syrischer Flüchtling aus und stellte einen Schein-Asylantrag. Ein 28 Jahre alter Oberleutnant steht im Verdacht, eine schwere staatsgefährdende Straftat geplant zu haben.
Die Verteidigungsministerin setzt ein Zeichen. Nach einem bislang unbekannten Missbrauchsfall muss Generalmajor Walter Spindler seinen Posten räumen. Sein Nachfolger steht schon fest.
Anna von Boetticher kann minutenlang unter Wasser tauchen – ohne Sauerstoff. Jetzt trainiert die Zivilistin zwei Eliteeinheiten. Es ist eines der ungewöhnlichsten Projekte in der Geschichte der Bundeswehr.
Zensur, Verbote und 2000 Freiwillige, die abweichende Meinungen verstummen lassen: Die etablierten Parteien lassen sich viel einfallen, um im kritischen und unbequemen Netz verbrannte Erde zu hinterlassen.
Das wichtigste Rüstungsprojekt der Deutschen Marine verzögert sich schon vor der Vergabe. Das Verteidigungsministerium verändert die Anforderungen für das Projekt MKS 180 und will 525 Millionen Euro zusätzlich ausgeben.
Seit über einem Jahr wird das Segelschulschiff der Bundeswehr repariert – für 75 Millionen Euro. Die Offizieranwärter-Crews müssen ausweichen – auf eine rumänische Bark.
Hans-Erich Volkmann widmet sich der Anbahnung des bitteren, für nahezu ein Jahrhundert schier unüberwindbaren nationalen Konflikts zwischen Deutschen und Polen, den maßgeblich das preußische Deutschland zu verantworten hatte.
Die Bundeswehr reagiert auf die Kritik der Athleten: Künftig soll es nach der ersten Karriere dort weitergehen. Auch die Einzelförderung für Behindertensportler wird ausgebaut.
Mit Militäruniformen getarnte Taliban haben einen Armeestützpunkt im Norden Afghanistans angegriffen und gezielt Soldaten getötet – nur wenige Kilometer von stationierten deutschen Soldaten entfernt.
Das G36 gehört seit mehr als 20 Jahren zur Standardausrüstung jedes Soldaten. Jetzt ist die Ausschreibung für den Nachfolger eröffnet worden. Die Waffenhersteller haben sich längst in Stellung gebracht.
Die Bundeswehr hat bei ihrem Einsatz in Mali mit technischen Problemen zu kämpfen. Laut einem Zeitungsbericht ist jedes zweite Fahrzeug nicht einsatzbereit. Das liegt unter anderem am Wetter.
Die türkische Regierung zeigt sich laut OSZE bei der Aufklärung möglicher Manipulationen des Verfassungsreferendums nicht kooperativ. Luxemburgs Außenminister hält einen EU-Beitritt der Türkei mit der neuen Verfassung für unmöglich.
Immer wieder unternehmen Flüchtlinge den gefährlichen Fluchtweg übers Meer. Während die Bundeswehr 1200 Migranten aus dem Mittelmeer retten konnte, gerät eine deutsche Hilfsorganisation selbst in Seenot.
Auch vier Tage nach dem Anschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund sind noch viele Fragen ungeklärt. Eine Zeitung will nun Details zur Herkunft des Sprengsatzes erfahren haben.
Sadistische Gewaltspiele und sexuell motivierte Übungen – immer wieder werden solche Fälle in der Bundeswehr bekannt. Mancher sagt: Dort tobt ein Kampf um die innere Verfasstheit der Streitkräfte.
Der rheinland-pfälzische AfD-Vorsitzende Uwe Junge sieht ein Komplott gegen sich im Gange. Den Vorwurf der Diskriminierung einer lesbischen Soldatin weist der pensionierte Offizier zurück.
Das Mandat der Bundeswehr-Aufklärer gelte nur gegen den IS, sagt die Verteidigungsministerin. Viele Politiker halten Amerikas Angriff für angemessen.