Schlag ins Gesicht
Ein Youtube-Video sorgt in Israel für Aufruhr. Es zeigt die brutale Gewehrattacke eines israelischen Kommandeurs auf einen dänischen Aktivisten. Seine Vorgesetzten distanzieren sich von der Tat.
Ein Youtube-Video sorgt in Israel für Aufruhr. Es zeigt die brutale Gewehrattacke eines israelischen Kommandeurs auf einen dänischen Aktivisten. Seine Vorgesetzten distanzieren sich von der Tat.
Israel hat den Besitz von Atomwaffen nie zugegeben, schreckt aber damit seine Feinde ab. Auch an der Raketenabwehr wird intensiv gearbeitet.
Als Reaktion auf sein umstrittenes Gedicht lässt Israel Günter Grass nicht mehr einreisen. Für den früheren israelischen Botschafter in Deutschland, Avi Primor, ist das eine populistische Maßnahme.
Benjamin Netanjahu, israelischer Ministerpräsident, findet harte Worte für Günter Grass und sein jüngstes Gedicht. Auch israelische Schriftsteller und Feuilletonisten zeigen sich entsetzt vom israel-kritischen Werk des Nobelpreisträgers.
Der Schriftsteller Günter Grass fühlt sich nach der heftigen Kritik an seinem Israel-Gedicht missverstanden und unterstellt seinen Gegnern Methoden, die von den Nazis verwendet wurden. Zugleich bekräftigt er in Fernsehinterviews seine Israel-Kritik: „Widerrufen werde ich auf keinen Fall.“
Zipi Livni muss die Führung der israelischen Oppositionspartei Kadima abgeben. Sie verlor die Vorsitzendenwahl gegen den früheren Verteidigungsminister Schaul Mofaz.
Greift Israel Iran an, um eine mögliche Katastrophe zu verhindern, beschwört es selbst eine sichere Katastrophe herauf. Ein Plädoyer für Zurückhaltung.
Israels Ministerpräsident Netanjahu hat bestritten, dass ein Angriff auf Iran unmittelbar bevorstehen könnte. „Es ist keine Frage von Tagen oder Wochen, aber auch nicht von Jahren“, sagte er israelischen Sendern.
Netanjahus Verhältnis zu Obama ist seit jeher getrübt. Doch der Israeli spricht mit dem Präsidenten nur noch über Iran. Friedensprozess, Siedlungsbau? Heute nicht.
Netanjahu hätte mit Obama gern einen Zeitplan für einen Iran-Angriff vereinbart. Doch für die amerikanische Regierung ist der Beschluss Teherans ausschlaggebend, eine Bombe zu bauen - und der sei noch nicht gefallen.
Die EU will die internationalen Atom-Verhandlungen mit Iran wiederaufnehmen, die seit mehr als einem Jahr unterbrochen sind. Israels Ministerpräsident Netanjahu zweifelte unterdessen abermals an, dass es eine friedliche Lösung des Konflikts geben könne.
Im Streit über das iranische Atomprogramm hat der amerikanische Präsident Barack Obama Israel demonstrativ den Rücken gestärkt. Israel fühlt sich wegen der geografischen Nähe durch das iranische Atomprogramm besonders bedroht.
Es ist der Satz des Jahres: Forschungsministerin Annette Schavan auf die Frage, ob sie sich heimlich für Karl-Theodor zu Guttenberg schäme. Nicht jeder war 2011 so böse empathisch.
Mehrere tausend Menschen haben in Israel gegen Übergriffe ultraorthodoxer Juden auf säkulare Bürger protestiert. Die Spannungen zwischen ultraorthodoxen und säkularen Juden nehmen seit Wochen zu.
Hinter den schrillen Tönen aus Iran und Israel steckt Kalkül. Mit dem Säbelrasseln verfolgen beide Länder auch innenpolitische Strategien.
Rechte israelische Politiker wollen nicht nur Menschenrechtler in die Schranken weisen. Sie setzen auch zum Sturm auf das Oberste Gericht an.
Nach scharfem Protest aus dem Vatikan hat der italienische Bekleidungshersteller Benetton eine Fotomontage mit dem Papst zurückgezogen. Auf dem Bild war zu sehen, wie Papst Benedikt XVI. einen ägyptischen Imam auf die Lippen küsst.
Seit kurzem wird in Israel intensiv über das Thema Iran diskutiert. Manche meinen, das liege weniger an einer veränderten Bedrohung als an innenpolitischen Rivalitäten.
Die Ankündigung Israels, als Reaktion auf den Unesco-Beitritt der Palästinenser den Siedlungsbau zu forcieren, ist von der Bundesregierung und der EU scharf kritisiert worden. Regierungssprecher Seibert sprach von „völkerrechtswidrigen“ Aktivitäten.
In den beiden vergangenen Tagen sind aus dem Gazastreifen mehr als 30 Raketen auf Israel abgeschossen worden. Die israelische Luftwaffe griff Ziele im Gazastreifen an, dabei sollen zehn Menschen getötet worden sein.
Die komplexe Entscheidungsstruktur innerhalb der Hamas und die ägyptische Revolution brachten ihn um den Erfolg seiner Früchte: Der BND-Vermittler Gerhard Conrad bleibt „Mr. Hizbullah“.
Vor fünf Jahren hat ein Terrorkommando den jungen Soldaten verschleppt - nun soll er freikommen. In Israel warten nicht nur seine Eltern sehnsüchtig.
Nach mehr als fünf Jahren in der Gewalt der Hamas soll der Soldat Gilad Schalit nach Hause kommen. Dafür zahlt die Regierung Netanjahu einen hohen Preis.
Die Grundlagen des Deals legte ein Deutscher: Gerhard Conrad, Chef des BND-Leitungsstabs, vermittelte bis zuletzt zwischen Hamas und israelischer Regierung.
Bei der Rückkehr nach Ramallah wird Präsident Abbas mit Jubel empfangen, als wäre Palästina schon ein vollwertiger UN-Mitgliedstaat. Die Enttäuschung über das Nahost-Quartett hingegen ist groß.
In New York hat Abbas einen großen Auftritt vor den Vereinten Nationen und übergibt dem UN-Generalsekretär den palästinensischen Beitrittsantrag. In Ramallah bejubeln sie ihn derweil beim „Public Viewing“. Das Protokoll der Ereignisse.
Ramallah, kurz nach 17 Uhr (Ortszeit): Die Stadt döst vor sich hin. Die Muslime haben am Freitag ihren Ruhetag, die Geschäfte sind geschlossen. Nur ein mit palästinensischen Fahnen geschmückter Autokonvoi zieht unverdrossen hupend seine Runden durch die leeren Straßen.
Vor kurzem hätte keiner gedacht, dass Barack Obama jemals eine Rede hält, die Benjamin Netanjahu beglückt. Nahost-Diplomatie ist in Amerika eben immer auch Wahlkampf. Auch wenn der Präsident ein „neues Zeitalter des Engagements“ eingeläutet hatte.
NEW YORK, 22. September. Einmal im Jahr, in der zweiten Septemberhälfte, ziehen das Weiße Haus und das State Department für einige Tage von Washington nach Manhattan. Im Hotel Waldorf-Astoria an der Park Avenue hat der ständige Vertreter ...
In New York dringen die Palästinenser auf die Aufnahme als Vollmitglied der UN. Sie verweisen dabei auf Obama, der eine Mitgliedschaft als Folge einer Friedenslösung im Nahen Osten in Aussicht gestellt hat. Doch Washington beharrt darauf: Zuerst muss der Frieden mit Israel kommen, dann die UN-Mitgliedschaft.
Der Konflikt um die Anerkennung eines Palästinenserstaates durch die Vereinten Nationen schwelt weiter: UN-Chef Bank Ki-moon forderte Israel auf, besonnen und verantwortungsbewusst auf den Vorstoß der Palästinenser zu reagieren.
Israel sollte den Weckruf hören: Der Sturm auf die israelische Botschaft zeigt, dass die regionalen Probleme, welche die Außenpolitik im Nahen Osten über Jahrzehnte dominiert haben, von der Arabellion längst nicht hinweggefegt worden sind.
Ägyptens Machthaber reagieren nur zögerlich auf den Angriff auf Israels Botschaft. Nun kündigt der Militärrat in Kairo an, gegen Demonstranten hart durchzugreifen und dafür auch wieder die Notstandsgesetze anzuwenden.
Die Szenen erinnern an einen Bürgerkrieg. Mit der israelischen Botschaft haben sich die Demonstranten nur ein Ziel gesucht, um ihrem wachsenden Frust über die neue Führung Ausdruck zu verleihen.
Bei den Zusammenstößen nach dem Angriff auf die israelische Botschaft in Kairo gab es drei Tote, mehr als tausend Personen wurden verletzt. Ägyptens Ministerpräsident Scharaf soll seinen Rücktritt angeboten haben.
Der Streit zwischen der Türkei und Israel über das militärische Eingreifen gegen die „Hilfsflotte“ für Gaza schwelt weiter: Israels Ministerpräsident Netanjahu stellte am Sonntag klar, er werde sich nicht bei der Türkei entschuldigen.