Athen im Blick - ohne Ballyhoo
Die griechische Schuldenkrise hält auch Schwarz-Rot in Atem. Im Kanzleramt tagt am späten Abend die Koalitionsrunde; gegen die neuerlichen Hilfen für Athen regt sich Widerstand in der Union.
Die griechische Schuldenkrise hält auch Schwarz-Rot in Atem. Im Kanzleramt tagt am späten Abend die Koalitionsrunde; gegen die neuerlichen Hilfen für Athen regt sich Widerstand in der Union.
In Deutschland stößt das Verhalten der neuen griechischen Regierung auf Unverständnis. Was aber denken die anderen Europäer? Ein Überblick der Auslandskorrespondenten der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
Die EU-Finanzminister hatten von Griechenland verlangt, bis Montagabend konkrete Reformzusagen zu machen. Das entsprechende Schreiben wird nach Angaben der Regierung in Athen aber erst am Dienstagmorgen fertig werden.
Ein Griechenland-Gipfel folgt dem nächsten. Spätestens im April werden alle, wirklich alle Streitpunkte zwischen Griechenland und seinen Geldgebern wieder auf den Tisch kommen.
Griechenlands Ministerpräsident Tsipras hat viel versprochen und bislang wenig erreicht. Sein Amtsvorgänger Samaras spottet bereits. Wird Tsipras als Pausenclown der Finanzkrise in Erinnerung bleiben?
Bis Montag muss Griechenland eine Liste mit Reformen präsentieren, damit das Hilfsprogramm verlängert wird. Laut Medienberichten hat Athen die Liste nun abgeschickt – und wartet auf Anmerkungen der Geldgeber.
Der deutsche Finanzminister hat sich in Brüssel gegen die Griechen durchgesetzt. Warum wirkt er dann so mürrisch und müde? Offenbar traut er inzwischen seinem eigenen Erfolg nicht mehr.
Der griechische Finanzminister ist sich „fast sicher“, dass die Euro-Zone der Reformliste seines Landes zustimmen wird - per Telefon, ohne Treffen in Brüssel. Obwohl seine Regierung weder konkrete Ziele noch Zahlen nennen will.
Bis Montagabend muss die griechische Regierung ihre Reformliste präsentieren, von der die Verlängerung des Hilfsprogramms abhängt. Sie könnte wieder für Streit sorgen. Für Griechenland ist nach der Frist vor der Frist.
Finanzminister Schäuble erklärt, die griechische Regierung werde es schwer haben, die Vereinbarungen ihren Wählern zu vermitteln. Doch auch die Unionsfraktion ist noch nicht überzeugt. Experten sehen noch viele Unklarheiten.
Die Eurogruppe hat sich mit Griechenland auf eine Verlängerung des Hilfsprogramms um vier Monate geeinigt. Bis Montag muss Athen allerdings eine Liste mit konkreten Reformvorhaben vorlegen.
Beim Treffen der Finanzminister der Eurozone zu Griechenland hat es einen Durchbruch gegeben. „Es ist zu Ende und es gibt eine Einigung“, sagte ein Diplomat am Freitagabend.
Vier deutsche „Wirtschaftsweise“ warnen die Griechen vor fatalen Fehlern im Schuldenstreit. Athen irre sich, wenn es glaube, dass Griechenland unverzichtbar sei für die Währungsunion.
Die Rolle von Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker in den Verhandlungen mit Athen ist immer schwieriger zu durchschauen. Offenbar will er allen gefallen.
Die Rechnung ging nicht auf: Noch im Herbst hatte die EU-Kommission Griechenland ein kräftiges Wachstum vorhergesagt. Weil die griechische Wirtschaft durch die politischen Turbulenzen aber gelähmt ist, klaffen nun neue Lücken im Haushalt.
Bevor heute Nachmittag in Brüssel Geschichte geschrieben wird, beschäftigte sich Frau Illner mit der Zukunft Griechenlands in der Eurozone. Sogar Brüsseler Technokraten könnten daraus etwas lernen.
Griechenlands Hilfsantrag lässt einige entscheidende Lücken. Brüssel steht eine lange Nachtsitzung am Freitag bevor.
Standfestigkeit und Einigkeit der EU werden derzeit von innen und außen einer harten Prüfung unterzogen. Griechenlands Finanzminister Varoufakis hat in Wolfgang Schäuble seinen Meister gefunden. Putin aber ist ein weit härterer Gegenspieler. Er pokert mit höchstem Einsatz.
Ein neuer Hilfsantrag Griechenlands zeigt: Athen lehnt zentrale Reformauflagen weiterhin ab. Finanzminister Schäuble spricht sich klar gegen den Antrag aus. Für Freitag haben die Euro-Finanzminister eine Sondersitzung einberufen.
Griechenland hat bei der Eurogruppe eine Verlängerung der finanziellen Hilfen beantragt. Aber akzeptiert das Land im Gegenzug die Reformauflagen? Morgen wird weiter verhandelt – der Druck ist gewaltig.
Griechenland verwirrt Brüssel mit einer neuen Ankündigung. Will es nur neue Kredite, oder ist es bereit zu Reformauflagen? In Notenbankkreisen wird ein „Grexit“ inzwischen als wahrscheinlich angesehen. Zunächst gibt es 3,3 Milliarden Euro mehr Notkredite.
Griechenland will nun doch erst am Donnerstag eine Verlängerung des Kreditprogramms beantragen. Ob das Land die vereinbarten Auflagen der internationalen Geldgeber akzeptiert, ist noch unklar.
Nach dem Kollaps der Schuldengespräche am Montag schoben sich Brüssel und Athen gegenseitig die Schuld zu. Die Regierung hat nun die Rede von Finanzminister Varoufakis bei der Eurogruppe und die Vorschläge aus Brüssel offengelegt.
Neue Nachrichten aus Griechenland lassen die Märkte wieder aufatmen. Besonders Bankentitel profitieren.
Die griechische Regierung will noch am Mittwoch eine Verlängerung des Kreditprogramms beantragen. Das bestätigte ein Sprecher im griechischen Fernsehen. Unklar bleibt, welche Sparauflagen Athen im Gegenzug akzeptieren wird.
Die neue griechische Regierung gefällt sich in der Opferrolle. Aber das Verständnis für Athen ist in den anderen Ländern einfach aufgebraucht. Noch nie war der Überdruss am griechischen Selbstmitleid so groß wie jetzt. Ein Kommentar.
In der Eurogruppe steht Athen zunehmend isoliert da. Griechenlands Finanzminister will die Front durch Störfeuer durchbrechen: Schützenhilfe sucht er bei EU-Kommissionschef Juncker. Ein Kommentar zur Griechenland-Debatte.
Die Griechen täten ihm leid, hatte Schäuble am Montag im Radio gesagt. Nun entgegnet ihm der neue griechische Regierungschef: Schäuble solle lieber „Völker bemitleiden, die mit hängendem Kopf gehen“.
Mehr Staatsausgaben – das ist eine der wichtigsten Forderungen Griechenlands im Schuldenstreit. Offenbar sind andere Euro-Staaten dem nicht ganz abgeneigt.
Die neue Regierung in Griechenland findet die Verpflichtungen der Kreditgeber toxisch – und nutzt sie für populistische Polemik. Tatsächlich aber hat Athen viele Strukturreformen nie umgesetzt.
Die EU dürfe kein Geld mehr an Griechenland überweisen, fordert der Obmann der Unionsfraktion im Finanzausschuss, Hans Michelbach. Der österreichische Finanzminister gibt sich gelassener: Die Regierung in Athen werde bis Freitag einknicken.
Wer ist für den Kollaps der Schuldengespräche in Brüssel verantwortlich? Über einen Tag der gegenseitigen Vorwürfe und unwirschen Reaktionen - der nur noch wenig Chancen für einen Kompromiss zwischen Griechenland und seinen Gläubigern lässt.
Griechenlands Finanzminister ringt mit den anderen Eurostaaten um das Hilfsprogramm. Im Februar droht das Geld auszugehen, wenn es keine neuen Kredite gibt. Jetzt kommen Gerüchte über einen Kompromissvorschlag auf.
In Brüssel ringen die Euro-Finanzminister um eine Lösung im Schuldendrama. Finanzminister Schäuble äußert sich skeptisch: Die Griechen hätten eine Regierung gewählt, die sich „ziemlich verantwortungslos verhält“.
Am Montag verhandelt Griechenland mit den Euro-Staaten. Die Regierung will sich an keine Vereinbarung halten und erpresst die Partner mit der Drohung des Euro-Ausstiegs. Wer nachgibt, treibt radikalen Parteien Wähler zu.