Finale für Griechenland
Es ist keine weiche Frist wie schon so viele andere in der Griechenland-Krise: Geschieht bis zum 30. Juni nichts, ist das Land wirklich pleite. Kommt dann der Grexit?
Es ist keine weiche Frist wie schon so viele andere in der Griechenland-Krise: Geschieht bis zum 30. Juni nichts, ist das Land wirklich pleite. Kommt dann der Grexit?
Die Angst vor dem Grexit macht die Börsen nervös. Dabei müsste sich niemand sorgen, wenn Griechenland den Euro verlässt.
Griechenland übt den Euro-Austritt: Im Fußball hat die griechische Nationalmannschaft nach dem 1:2 gegen die Faroer einen Tiefpunkt erreicht.
Die Verhandlungen mit Griechenland werden von Spannungen zwischen dem IWF und der EU-Kommission überschattet. Offenbar blockiert der Währungsfonds einen Kompromiss, den Kommissionspräsident Juncker angeboten hatte. Der IWF dementiert.
Mit einem umstrittenen Instrument hält die griechische Notenbank die Banken flott. Das Volumen dieser Notkredite eignet sich als Seismograph für die Krise des Landes.
Griechische Regierungsvertreter wollen an diesem Samstag in Brüssel neue Reformvorschläge präsentieren. Zuvor hat die Eurozone offenbar den Druck noch einmal erhöht – und erstmals offiziell über eine mögliche Staatspleite Griechenlands diskutiert. Der griechische Finanzminister Varoufakis hofft immer noch auf einen Bluff.
Erstmals geht auch die deutsche Industrie auf Distanz zur Rettungspolitik. BDI-Präsident Ulrich Grillo erklärt, warum ein würdevoller Austritt Griechenlands aus dem Euro möglich sein muss.
Bei den heutigen Verhandlungen mit Griechenland werden wieder Vertreter des Währungsfonds am Tisch sitzen. Kürzungen bei Renten und Gehältern lehnen die Griechen weiterhin ab. Die deutsche Industrie sowie der Wirtschaftsflügel der Union sehen einen Grexit nicht mehr skeptisch.
Ein drohender Grexit, also der Austritt Griechenlands aus der Währungsunion, ist in aller Munde. Das hat auch die deutschen Anleger am Freitag nicht kalt gelassen. Der Dax schloss mehr als ein Prozent im Minus.
Griechenland macht einen neuen Versuch, um auf seine Gläubiger zuzugehen. Am Samstag will Athen in Brüssel neue Vorschläge präsentieren. Vize-Regierungschef Dragasakis wird die Delegation anführen, die EU-Vertreter aber nur zum Informationsaustausch treffen wollen.
Der Dax hat wieder den Rückwärtsgang eingelegt. Nachdem die jüngste Erholung bereits am Donnerstag ins Stocken geraten war, fällt der deutsche Leitindex auch zum Wochenschluss. Einer der wenigen Gewinner ist die T-Aktie der Deutschen Telekom.
Erst steigen die Aktienkurse, weil die griechischen Banken mehr Nothilfen von der EZB erhalten. Dann stoppt der IWF die gute Laune. Probleme bereitet die Eigenkapitalausstattung der Geldinstitute - und auch die Bankanleihen sind umstritten
Die Bundesregierung bereitet sich Medienberichten zufolge auf die Möglichkeit einer Staatspleite Griechenlands vor.
In Griechenland bereitet die Regierungspartei ihre Mitglieder und die Öffentlichkeit offenbar auf eine Kehrtwende vor. Zuvor erhöhten die Gläubiger den Druck: IWF und EZB zogen ihre Verhandlungsteams aus Brüssel ab.
Der Dax geht am Donnerstag zwar noch im Plus aus dem Handel, sank in der zweiten Tageshälfte aber wieder deutlich ab. Grund waren Äußerungen des Internationalen Währungsfonds zur Griechenland-Krise.
Wegen „bedeutender Differenzen“ mit der griechischen Regierung hat der Internationale Währungsfonds sein Verhandlungsteam aus Brüssel abgezogen. Auch die Geduld der Eurostaaten scheint aufgebraucht.
Nun regt sich auch öffentlicher Widerstand gegen die Sparpläne der Linksregierung in Athen. Gewerkschaftsmitglieder besetzen das Finanzministerium. Und stellen Ministerpräsident Tsipras schon in eine Reihe mit seinen Amtsvorgängern.
Konstruktive Gespräche in „sehr guter Atmosphäre“ - mehr Details sind nicht über das Treffen zwischen der deutschen Kanzlerin, dem französischen Präsidenten und Griechen-Premier Tsipras bekannt. Aber allein das Treffen signalisiert Fortschritte. Und auch, was manch Syriza-Abgeordneter in Athen sagt.
Mini-Krisengipfel zu Griechenland in Brüssel: Kanzlerin Merkel und der französische Präsident Hollande wollen dem griechischen Regierungschef Tsipras noch einmal ins Gewissen reden. Mit Kommissionspräsident Juncker scheint sich Tsipras bereits wieder ausgesöhnt zu haben.
Vinzenz Brinkmann ist Archäologe, hat eine Wohnung in Athens Anarchistenviertel – und liebt die Menschen dort. Er erzählt, was er am Leben in Griechenland schätzt. Ein Gastbeitrag.
Die Union ist intern zerstritten über den Schuldenstreit mit Athen - sagt ein führender SPD-Politiker. Finanzminister Schäuble dürfe nur noch „Interviews geben, aber nicht mehr verhandeln“.
Die entscheidende Phase im Schuldenstreit mit Athen läuft. Griechenlands Regierungschef Tsipras will heute die deutsche Kanzlerin treffen. Er muss nun liefern. Ein Abgeordneter seiner Partei sagt dazu Überraschendes im griechischen Fernsehen.
Geschickt führt die angeblich unerfahrene griechische Regierung die Gläubiger vor. Zugleich treibt sie die Kosten für einen Grexit in die Höhe. Da fragt man sich, wo eigentlich die wirklich abgezockten Politiker sitzen.
Athen braucht dringend Geld und legt neue, nicht ausreichende Vorschläge zum griechischen Konsolidierungsprogramm vor. Zugleich malt Regierungschef Tsipras düstere Bilder für Europa.
Österreichs Bundeskanzler Werner Faymann will eine langfristige Lösung für Hellas und kein ständiges Schlingern „von Konkursgefahr zu Konkursgefahr, von Grexit-Diskussion zu Grexit-Diskussion“. Derweil ist wohl auch ein neuer Vorschlag Athens in Brüssel durchgefallen.
Die Geldgeber haben der griechischen Regierung einem Zeitungsbericht zufolge angeboten, das Hilfsprogramm noch einmal zu verlängern - um neun Monate. Athen legt wohl einen neuen Reformplan vor. Gefragt ist der Mut eines Mannes.
Angela Merkel hat sich in die Gefilde des Klein-Kleins der Griechenlandkrise herabgelassen. Sie will Alexis Tsipras retten. Warum nur setzt sie so viel politisches Kapital ein?
Jean-Claude Juncker trat im Griechenland-Streit bisher eher milde auf. Doch jetzt ist er wohl richtig verärgert - weil Alexis Tsipras ihm eine Reformliste schuldet. Nach einem abgesagten Telefonat fand er auf dem G-7-Gipfel deutliche Worte.
Wegen sich ändernden Bedingungen bei den Griechenland-Verhandlungen fordert Grünen-Fraktionschef Hofreiter einen neuen Bundestagsbeschluss. EU-Parlamentspräsident Schulz schickt eine scharfe Warnung nach Athen. Am Mittwoch wollen Hollande, Merkel und Tsipras zusammentreffen.
Alexis Tsipras will mit EU-Kommissionschef Juncker telefonieren, möglicherweise, um die Wogen zwischen Griechenland und den Gläubigern zu glätten. Aber Juncker verweigert ein Gespräch. Andere Spitzenpolitiker tun das nicht.
Der Streit zwischen Griechenland und seinen Gläubigern ist nach der Rede von Alexis Tsipras in Athen neu entflammt. Doch was würde eigentlich passieren, wenn Syriza am Ende scheitert? Droht dem Land dann erst recht der Absturz?
Alexis Tsipras hat den Syriza-Linken Tribut gezollt und die Forderungen der Gläubiger abgeschmettert. Die Lage wird verfahrener. Politiker in Brüssel, Berlin und Straßburg zeigen sich genervt. Einige Top-Ökonomen fordern dagegen: Schluss mit dem Spardiktat.
Den deutschen Finanzminister Schäuble ereilt das Schicksal seines griechischen Kollegen Varoufakis. Er wird im Poker um die griechischen Schulden in die zweite Reihe versetzt.
Nun muss die griechische Syriza-Linksregierung endlich Farbe bekennen. Gegenüber sich selbst. Und gegenüber dem eigenen Volk. Denn nicht nur die Gläubiger werden immer ungeduldiger - auch mit Regierungschef Alexis Tsipras.
Liegen die deutsche Kanzlerin und ihr wichtigster Minister über Kreuz wegen des Schuldenstreits mit Athen? Ein Zeitungsbericht legt das nahe. Vielleicht ist es aber auch ganz anders.