EZB gewährt griechischen Banken noch mehr Notkredite
Aus Angst vor einer Staatspleite holen immer mehr Griechen ihr Geld von den Konten. Nun hebt die EZB abermals den Kreditrahmen für griechische Banken an – aber nur für einen Tag.
Aus Angst vor einer Staatspleite holen immer mehr Griechen ihr Geld von den Konten. Nun hebt die EZB abermals den Kreditrahmen für griechische Banken an – aber nur für einen Tag.
Der Dax hat seit April zehn Prozent verloren. Die Anleger ängstigen sich vor dem Grexit. Jetzt gilt die Devise: Bloß nicht hektisch werden. Zumal die Folgen eines Euro-Ausstiegs der Griechen wohl nur von kurzer Dauer wären.
Kurz vor dem Krisengipfel der Euro-Staaten am Montag kündigt Griechenlands Regierungschef Tsipras neue Lösungsvorschläge an - und hält Brüssel damit in Warteposition.
Für Zehntausende Flüchtlinge ist die drittgrößte Insel Griechenlands das Tor zu Europa. Dort sieht man, was die EU erwartet, falls der griechische Staat zusammenbricht.
Selbst im Falle einer Einigung am Montag kann die Regierung nach Informationen der F.A.S. die Juni-Bezüge für Rentner und Beamte nicht mehr voll auszahlen. Athen fehlen am Monatsende bis zu 3,6 Milliarden Euro. Auch die fällige IWF-Rate wird Griechenland nicht begleichen können.
Für Griechenland führt auf absehbare Zeit kein Weg zurück zum Lebensniveau der Jahre vor Ausbruch der Krise. Das müssen die Griechen und ihre Politiker einsehen.
Am Montag wollen die EU-Regierungschefs über die Zukunft Griechenlands sprechen. Die EU-Kommission hat den Griechen einen letzten Fahrplan zur Einigung übermittelt. In der Sonntagszeitung appelliert Griechenlands Finanzminister Varoufakis an die deutsche Kanzlerin.
Griechenlands Wirtschaft rechnet mit dem Schlimmsten: dem Zusammenbruch, verbunden mit Kapitalverkehrskontrollen. Darauf können sie sich nur begrenzt vorbereiten, wie Gespräche mit betroffenen Unternehmern zeigen.
Bewegt sich Griechenland doch noch auf die Gläubiger zu? „Wir reisen nicht mit dem alten Vorschlag an“, sagt ein Minister mit Blick auf den Krisengipfel am Montag.
In Griechenland kennt jeder mindestens einen, der arbeitslos ist oder seine Miete nicht mehr zahlen kann. Selbst entschiedene Tsipras-Anhänger verlieren den Mut. Ein Ortsbesuch.
Am Montag entscheidet sich wahrscheinlich, ob Griechenland in der Währungsunion bleibt oder nicht. In Athen wächst der Druck auf Regierungschef Alexis Tsipras. Und nicht nur dort.
Griechenland steht am Abgrund: Tag für Tag wird eine Staatspleite wahrscheinlicher. Kommt es dazu, folgt wahrscheinlich auch das Euro-Aus. Doch wie könnte so ein „Grexit“ ganz konkret ablaufen? Und welche Folgen hätte er?
Schulden haben und trotzdem prassen. So sehen die EU-Ostländer Griechenland. So arm, wie sie sich selbst darstellen sind Slowenien, Ungarn und Co aber gar nicht. Doch was würde passieren, wenn das griechische Vorbild Schule machte?
Wenn die griechische Regierung nicht einlenkt, sollte das Land lieber den Euro verlassen, sagen wichtige Vertreter der deutschen Wirtschaft. Auch Russland schaltet sich ein.
Die Griechenland-Krise könnte nach fünf Jahren mit dem Austritt aus der Währungsunion zu Ende gehen. Immerhin hat jeder einen guten Grund, warum das jetzt so sein soll, wie die gestrige Illner-Sendung zeigte.
Ein Prüfausschuss des Parlaments in Athen lehnt die Rückzahlung der Schulden Griechenlands kategorisch ab. Unterdessen wächst der Druck auf die Regierung, vor dem neu einberufenen Krisengipfel am Montag frische Vorschläge zu präsentieren.
Das Treffen der Euro-Finanzminister hat keinen Fortschritt gebracht, nun müssen die Chefs ran. Am Montagabend treffen sie sich, um auf höchster Ebene über Griechenland zu beraten. In Athen demonstrieren Tausende dafür, dass das klamme Land in der Währungsunion bleibt.
Eine Stunde lang haben die Euro-Finanzminister über Griechenland gesprochen. Dessen Vertreter hatte offenbar neue Vorschläge mitgebracht - aber sie behandelten nicht die wichtigen Streitpunkte.
Die Kanzlerin hätte in ihrer Regierungserklärung zur Hilfe für Griechenland deutlich sagen müssen, dass die vereinbarten Bedingungen unverhandelbar sind. Doch wollte sie das auch?
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in ihrer Regierungserklärung die Griechen aufgefordert, die von den Geberländern angemahnten Reformen umzusetzen. Eine Einigung im Schuldenstreit sei „immer noch möglich“.
In die starren Fronten des griechischen Schuldendramas kommt Bewegung. Griechenlands Regierungschef und der EU-Kommissionspräsident telefonieren. Doch im Streit um nötige Reformen droht weiterhin eine Hängepartie.
Tage der Entscheidung: Der monatelange Schuldenstreit zwischen der griechischen Regierung und den Gläubigern befindet sich in der entscheidenden Phase. Morgen treffen sich die Finanzminister der Euroländer. Gibt es am Wochenende einen Sondergipfel?
Der Schuldenstreit spitzt sich zu: Einen Tag vor einem wichtigen Finanzminister-Treffen warnt sogar die griechische Notenbank die Führung in Athen davor, die Gespräche scheitern zu lassen. In vielen Fragen seien sich beide Seiten längst einig.
Österreichs Bundeskanzler Werner Faymann äußert viel Verständnis für Griechenland. Er trifft heute in Athen Regierungschef Alexis Tsipras und will vermitteln. Und auch die Amerikaner machen noch einmal Druck.
Eine Einigung der Eurogruppe mit Athen wird immer unwahrscheinlicher. Der griechische Staatsbankrott rückt näher, und Ministerpräsident Tsipras verliert in seiner Wortwahl wieder einmal das Maß. Am Abend schaltete sich Amerika in den Konflikt ein.
Er sucht gewöhnlich nicht den Konflikt mit der Kanzlerin: Falls Athen kein solides Reformpaket vorlege, sei „ein Grexit notfalls hinzunehmen“, sagt Michael Grosse-Brömer. Der Parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion überschreitet bewusst die rote Linie.
Wolfgang Bosbach hat schon mehrfach gegen Rettungsgeld für klamme Länder votiert. Nun hat der CDU-Politiker etwas verklausuliert seinen Rücktritt angekündigt, falls der Bundestag Hilfsgeld zu erleichterten Bedingungen für Athen beschließt.
Griechenlands Regierungschef präsentiert sich gerne gelassen. Tatsächlich steht er gewaltig unter Druck. Auch weil eine weitere Umfrage zeigt: Die Mehrheit der Griechen will lieber einen „schlechten Deal“ als einen Euro-Austritt.
Der Schuldenstreit mit Griechenland könnte für Sigmar Gabriel die Chance sein, Angela Merkel unter Druck zu setzen. Deshalb hat er seine Meinung zu dem Thema geändert. Mit sozialdemokratischer Politik hat das aber nichts zu tun.
Sogar EU-Kommissionspräsident Juncker hat die Geduld mit Athen verloren. Jetzt beginnt das Blame Game. Niemand will es gewesen sein, der Schwarze Peter soll nach Athen. Nur die Kanzlerin ist auffällig still.
Die griechische Regierung lenkt offenbar in einem wichtigen Streitpunkt ein: Sie akzeptiert die neuen Sparziele der Geldgeber. Und die Gläubiger wollen angeblich keine weiteren Rentenkürzungen für alle Griechen.
Wieder sind Gespräche zwischen der Führung in Athen und den Gläubigern ergebnislos geblieben. Die Zahl der Kritiker von Regierungschef Tsipras wächst. Nicht nur im Ausland. Und nicht nur unter seinen Partei-Ultras.
Die Grexit-Angst geht um am Aktienmarkt. Die Hoffnung auf eine rasche Lösung scheint verflogen. Stattdessen müssen die Anleger einem Abschied des Landes aus dem Euro ins Auge blicken.
In dem schier endlosen Griechenland-Drama benötigen die Dax-Anleger vor allem starke Nerven. Der Schuldenstreit zwischen Athen und den internationalen Geldgebern dürfte weiter für ein reges Auf und Ab sorgen.
Im Griechenland-Poker ist ein Vermittlungsversuch von EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker vorerst gescheitert
Im griechischen Schuldendrama hat EU-Kommissionschef Juncker einen Vermittlungsversuch abgebrochen. Es gebe einen deutlichen Unterschied zwischen den Plänen der Geldgeber und jenen Athens, teilte ein Kommissionssprecher mit. EU-Parlamentspräsident Schulz hofft dennoch auf eine Einigung.