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Nach tödlichen Taliban-Angriffen in Kabul hat die Bundesregierung die Abschiebung von sechs Afghanen abgebrochen. Man wolle die afghanischen Behörden nicht mit „verschiebbaren Abschiebevorgängen“ belasten.
Die Türkei warnt vor einer weiteren Migrationskrise. Der Grund: Afghanische Hilfskräfte des US-Militärs sollen auf ihre Aufnahme in Amerika in einem Drittstaat warten.
Die Afghanen waren bereits zur Abschiebung nach München gebracht worden, doch der Flug startete am Abend nicht. Es könnte einen Zusammenhang mit der Sicherheitslage im Land und tödlichen Angriffen in Kabul geben.
Bei einer starken Explosion in Afghanistans Hauptstadt Kabul wurden mehrere Menschen getötet. Sie ereignete sich in der Nähe des Hauses des Verteidigungsministers. Wenig später demonstrieren Tausende gegen die Taliban.
Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat eine geplante Abschiebung eines Afghanen aus Österreich in sein Heimatland aufgehalten. Es erinnerte auch Deutschland daran, sogenannte Rückführungen derzeit zu unterlassen.
In Afghanistan rücken die Taliban immer weiter vor und bedrohen ehemalige Mitarbeiter von US-Institutionen. Der amerikanische Außenminister Antony Blinken weitet deshalb ein Hilfsprogramm mit Spezial-Visa aus.
Wie schon Innenminister Seehofer argumentiert der Unions-Kanzlerkandidat mit Straftätern. SPD-Chef Walter-Borjans mahnt, niemand dürfe in den Tod geschickt werden. In Afghanistan sind die Taliban weiter auf dem Vormarsch.
Dass die Vereinigten Staaten ihre Truppen aus Afghanistan abgezogen haben, kann man gut verstehen. Doch sie haben damit das Land den Taliban ausgeliefert.
In Afghanistan lagern Edelmetalle, Uran, Gas und Öl für drei Billionen Dollar. China und andere Länder wollen ihren Einfluss ausbauen. Dafür müssen sie auch mit den Taliban verhandeln.
Die Taliban sind in mehrere Orte eingedrungen und liefern sich heftige Gefechte mit den Truppen der Regierung. Dass es an mehreren Fronten zugleich Offensiven gibt, deutet auf ein abgestimmtes Vorgehen hin.
Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) will ungeachtet des Vormarschs der Taliban Straftäter weiterhin nach Afghanistan abschieben. Auch der FDP-Vorsitzende Christian Lindner spricht sich gegen einen Abschiebestopp aus.
Aus Angst vor den Taliban fliehen wieder viele Menschen aus Afghanistan. Berlin tue jedoch so, „als wäre nichts geschehen“, kritisiert der Grünen-Ko-Vorsitzende. Deutsche Kommunen fordern, eine Flüchtlingswelle zu verhindern.
Die breitere Testpflicht für Urlauber soll nun wirklich kommen, der Deutsche Wetterdienst zieht Bilanz für den deutlich zu regnerischen Juli und Alexander Zverev will in Tokio Gold gewinnen. Der F.A.Z. Frühdenker.
Die afghanische Armee stemmt sich gegen den Vormarsch der Taliban. Ohne amerikanische Unterstützung operiert sie jedoch am Limit. Besondere Probleme bereitet die Luftwaffe.
China spricht mit den Taliban, Russland verstärkt die Präsenz in Zentralasien. Beide Mächte fürchten mögliche Folgen einer Rückkehr der Taliban an die Macht in Kabul.
Mit ganz großem Bahnhof hat der chinesische Außenminister einen stellvertretenden Taliban-Führer empfangen. Peking signalisiert damit, dass es in Afghanistan eine größere Rolle spielen will.
Bald werden die amerikanischen Soldaten aus Afghanistan abgezogen sein. Der Kampf gegen den islamistischen Terrorismus hat nicht mehr die Bedeutung wie noch vor Jahren – hoffentlich rächt sich diese Herabstufung nicht.
Das schwierige Verhältnis der Deutschen zu ihrer Armee und Militärischem an sich in einem Buch zusammengefasst
Angesichts der massiven Geländegewinne der Taliban in Afghanistan geben die USA Hilfen für Flucht und Migration aus dem kriegszerstörten Land frei. Das Nachbarland Tadschikistan hat sich zur Aufnahme zehntausender Flüchtlinge bereiterklärt.
Fehlende Infrastruktur, katastrophale Sicherheitslage: Für afghanische Sportler ist der Weg nach Tokio besonders schwer. Denn Trainieren im eigenen Land ist häufig undenkbar. Der Traum von Olympia aber bleibt ungebrochen.
Deutschland lässt seine afghanischen Ortskräfte im Stich. Wie man anständig mit solchen Helfern umgeht, zeigte einst das römische Kaiserreich: Bürgerrecht und materielle Entlohnung waren selbstverständlich.
Flutkatastrophe +++ Corona-Pflichtimpfungen +++ Greser & Lenz +++ Politiker im Hochwassergebiet +++ Ein Schriftsteller hat genug +++ Lehren aus Afghanistan +++ Bayerische Monarchie
Bundeswehrsoldat Marcus Grotian engagiert sich dafür, dass afghanische Ortskräfte, die für die Truppe gearbeitet haben, nach Deutschland kommen können. Er kritisiert, dass die Regierung nur wenige aufnehmen will.
Nach zwei Tagen der Verhandlung haben sich beide Seiten darauf geeinigt, sich bald wieder zusammenzusetzen. In einer gemeinsamen Erklärung steht nichts von einer möglichen Waffenruhe.
„Was immer wir tun können, um unserem Land Frieden zu bringen, müssen wir tun“: Der frühere afghanische Präsident Hamid Karzai im Gespräch über die Friedensgespräche, den Truppenabzug der Amerikaner – und die Rechte von Frauen in seinem Land.
Bei einem Gefecht zwischen afghanischen Spezialeinheiten und Taliban in der Provinz Kandahar ist der Fotograf Danish Siddiqui getötet worden. Die Provinzverwaltung macht die Taliban dafür verantwortlich.
Die Regierung der westafghanischen Provinz Badghis hat eine Waffenruhe mit den Taliban ausgehandelt. Mit der Einigung sollen weitere Angriffe auf die Provinzhauptstadt verhindert werden.
Afghanistan gilt als „Friedhof der Großmächte“. Deren Schicksal will China nicht teilen. Aber Peking möchte nach dem Abzug der westlichen Truppen doch mitmischen – auch aus Angst vor Anschlägen im eigenen Land.
Die Impfkampagne in Deutschland gerät ins Stocken, die Lage in Afghanistan eskaliert und in Deutschland droht Hochwasser. Der F.A.Z.-Newsletter für Deutschland.