Der Düsseldorfer Kunsthalle droht das Vergessen
Wegen einer Sanierung muss Düsseldorfs Kunsthalle für drei Jahre umziehen. Die neue kommissarische Leiterin will das Programm nun „in die Stadt hinaustragen“. Das sorgt für Streit.
Wegen einer Sanierung muss Düsseldorfs Kunsthalle für drei Jahre umziehen. Die neue kommissarische Leiterin will das Programm nun „in die Stadt hinaustragen“. Das sorgt für Streit.
In den Neunzigerjahren konnte man erste noch unfertige Comicseiten einer Geschichte sehen, auf die ich seitdem gewartet habe. Jetzt ist sie da: Jacques Tardis Nestor-Burma-Band „Du rififi à Ménilmontant!“
Juni 2025. Das „New York Magazine“ deckt auf: 100 KI-Firmen arbeiten in Hollywood. Mitarbeiter packen aus. Sie müssen KI heimlich nutzen. Ohne Genehmigung. Das Ergebnis verkaufen sie als menschliche Arbeit.
Mit „Lotus“ legt die Rapperin Little Simz eine Platte vor, die sich einerseits nahtlos in ihre Diskographie einreiht – und auf der doch vieles anders ist als zuvor. Das hat auch mit einer persönlichen Abrechnung zu tun.
Sie studierte Malerei bei Kandinsky und Matisse, hatte Ausstellungen in Paris und Berlin und heiratete den Schwager von Thomas Mann. Doch heute ist Olga Meerson fast vergessen. Das Schlossmuseum Murnau will das ändern.
Mit seinen Nagelbildern schuf er eine unverwechselbare Poesie in Stahl. Bis zuletzt engagierte er sich gegen den Krieg, der seine Jugend überschattet hatte: Zum Tod des universalen Menschenrechtskünstlers Günther Uecker.
Fast die Hälfte der Beschäftigten wünscht sich Hilfen von KI-Agenten zur Übernahme repetitiver Aufgaben. Sobald aber Kreativität und Interaktion gefragt sind, überwiegt der Wunsch nach menschlicher Kontrolle, zeigt eine neue Stanford-Studie.
Der Nagel war sein Markenzeichen: Günther Uecker gilt als einer der wichtigsten deutschen Nachkriegskünstler. Nun ist er im Alter von 95 Jahren gestorben.
Daniel Kehlmanns Roman „Lichtspiel“ ist gerade in den USA erschienen. Die große Resonanz liegt auch an der Politik von Donald Trump.
Martin Mosebachs Roman „Die Richtige“ erforscht Kunst und Täuschung. Louis Creutz' Vogelbeobachtungen im Atelier spiegeln eine bewusste Bildbetrachtung wider.
Der Vatikan hat Abbildungen der Werke von Marko Rupnik von seiner Webseite gelöscht. Das kirchliche Strafverfahren gegen den Priester ist noch anhängig.
Anders als Menschen besitzen die Tiere eine sichere Orientierung: Der Berliner Künstler Olaf Nicolai präsentiert eine poetische Performance-Reihe für die ehemalige Synagoge in Stommeln.
Die Eigenlogik des Pädagogischen wird offensiv ignoriert, „Steuerung“ versprochen. Das bringt Folgeaufträge – ohne Rücksicht auf die Sportlerinnen und Sportler.
Álvaro Lafuente Calvo, besser bekannt unter dem Namen „guitarricadelafuente“, galt schon als Inbegriff des neuen Flamenco. Nun schlägt er Haken mit seinem Album „Spanish Leather“, das sich der globalen Popmusik öffnet und trotzdem die Wurzeln nicht kappt.
Die Documenta will nach den Verwerfungen von 2022 neu anfangen. Auch dafür steht die Girlandenaktion zum Jubiläum in Kassel: Kommunikation ist wesentlich.
Kunstfälschungen, die für Originale ausgegeben werden, sorgen immer wieder für Aufsehen. Doch es gibt auch den umgekehrten Fall: Dann werden Originale für Fälschungen gehalten. Drei prominente Beispiele.
Nach den Skandalen der Documenta 15 feiert Kassel mit „7000 Palmen“ die Gründung der Kunstschau vor 70 Jahren. Die neue Kuratorin Naomi Beckwith blickt optimistisch nach vorn.
Weiblicher Deutschrap ist größer denn je. Eine Kontroverse um die Rapperin Ikkimel hat eine alte Frage neu ins Gespräch gebracht: Schadet diese Musik dem Feminismus oder ist sie seine coolste Variante? Ein Entwirrungsversuch
Maximilian Janisch ist 21, Schweizer, hochbegabt – ein Mathe-Genie. Hier spricht er über die Eleganz der Zahlen, Vorurteile gegen Mathematiker und warum er beim Dating eher auf Risiko setzt als auf Berechnung.
Der Comeback-König von Paris hat wieder zugeschlagen: Carlos Alcaraz gewinnt nach fünfeinhalb Stunden Tennis für die Ewigkeit das Finale der French Open gegen Jannik Sinner.
Mit Joseph Beuys fing alles an. Nun zeigt die Galerie von Bernd Klüser in München mit Sean Scully ihre letzte Ausstellung. Langweilig werden dürfte es dem Kunsthändler danach nicht.
Mit seiner neuen Show „ARTistART“ stellt der Circus Roncalli sein Publikum in Frankfurt vor ein amüsantes Kunsträtsel und verbindet klassischen Zirkus mit moderner Kunst.
In der Ausstellung „Ich werde nicht schweigen!“ im Kunsthaus Wiesbaden erzählen Graphic Novels von Hannah Brinkmann, Tobi Dahmen, Nora Krug und Birgit Weyhe über Verfolgung und Geschichte.
Ästhetik der Wiener Unterwelt: Voodoo Jürgens besingt in „Ollas nimma deins“ das Abdanken eines Kleinganoven. Kann das Mitleid erregen?
Nach langem Streit ist der Ganslberg öffentlich zugänglich, dann soll das Anwesen des Bildhauers Fritz Koenig ein Internationales Künstlerhaus werden.
In Los Angeles wird jetzt das Haus der Kunsthändlerin Galka Scheyer restauriert: Ein Film erlaubt erste Einblicke in seine vergessene grandiose Geschichte.
Ein Skandal erschüttert den Schweizer Preis für russischsprachige Literatur „Dar“. Die Gewinnerin aus Odessa weist ihn zurück, und einem russischen Nominierten wird vorgeworfen, entführte ukrainische Kinder indoktriniert zu haben. Was genau ist passiert?
Robert De Niro gilt als höchst wortkarg, wenn es um seine Person geht. Bei einem Auftritt in Cannes aber redet der legendäre Schauspieler über sein Leben, als sei er beim Therapeuten. Wie kommt’s?
Sehr nackt, sehr menschlich und dem Mythos sehr nahe: „Mirage“ von Damien Jalet und Kohei Nawa auf Kampnagel in Hamburg.
Tobias Rempe ist neuer Intendant des Berliner Konzerthauses. Im Interview erzählt er, wie er mit Charly Hübner über Musik reden und mit Joana Mallwitz die große Klassik in die Zukunft führen will. Was kann die Kulturpolitik beitragen?
Wenn der Alltag zur Bühne wird: Heiner Blum verwandelt mit seinen Projekten den Stadtraum in ein einziges Abenteuer. Seit einem Vierteljahrhundert bringt er Menschen und Kunst zusammen. Dafür erhält er nun den Binding-Kulturpreis.
Das menschliche Leben in seiner ganzen Fülle: Thomas Mann dachte sich ein Werk aus, das Humanität und Individualität gleichermaßen feiert. Es ist das Beste, was man lesen kann.
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Mit dem privaten Kunstmuseum „Das Maximum“ des Sammlers Heiner Friedrich geht ein kultureller Leuchtturm verloren. Ist die Schließung ein Zeichen für den Niedergang Deutschlands als Kunst-Ort?
Der technischer Wandel macht Medienkunst schnell zum komplexen Sanierungsfall. Im ZKM in Karlsruhe ist zu sehen, was Restauratoren dort wieder ans Laufen gebracht haben.
Die Bergwelt im Westen Kanadas überwältigt jeden. Manche suchen in der Wildnis nach ihren indigenen Wurzeln, andere nach dem Sinn des Lebens. Aber ohne Bärenspray macht sich keiner auf den Weg.