Unfug unter Freunden
Der Künstler Jonathan Meese und der DJ Hell haben mit Meeses 91 Jahre alter Mutter ein Album aufgenommen. Es heißt „Hab keine Angst, hab keine Angst, ich bin deine Angst“ und passt sehr schön in die neurotische Gegenwart.
Der Künstler Jonathan Meese und der DJ Hell haben mit Meeses 91 Jahre alter Mutter ein Album aufgenommen. Es heißt „Hab keine Angst, hab keine Angst, ich bin deine Angst“ und passt sehr schön in die neurotische Gegenwart.
Für Corona-Geimpfte sollten Erleichterungen selbstverständlich sein, wenn die Impfungen die versprochenen Erfolge liefern. Die Argumente lassen sich im ethischen Proseminar lernen. Ein Gastbeitrag.
Einer der bekanntesten Bilderbuchkünstler wird neunzig. Eine Tübinger Ausstellung zeigt Janoschs bildkünstlerisches Werk für Kinder und Erwachsene: Auch jenseits von Panama.
Das Städel hat wieder geöffnet. Es zeigt mit „Städels Beckmann/Beckmanns Städel“ eine Schau mit grandiosen Werken und kulturhistorischen Einblicken vor allem in Beckmanns Frankfurter Jahre.
Mit einer Sammlung von „Argumenten für das Kinder- und Jugendtheater“ demonstriert der Verein Paradiesvogel vor dem Zoogesellschaftshaus Einigkeit und will auch in Zukunft mitreden.
Sex, Tod und Religion: Von Andy Warhol meint man alles zu kennen – ein Trugschluss, wie nun das Museum Ludwig Köln mit hundert teils seit siebzig Jahren nicht mehr gesehenen Werken zeigt.
Eine Gesellschaft des Respekts ist eine Gesellschaft, in der fragmentierte „Identitäten“ nicht an die Stelle eines Wir der Vielfältigkeit treten. Diese lässt sich nicht verordnen. Eine Politik des Respekts schafft aber die notwendigen Voraussetzungen für mehr Zusammenhalt und gegenseitige Anerkennung.
Sensationspreis in Philadelphia: Im Auktionshaus Freeman’s erzielte „Weißes Interieur“ von Carl Moll einen Überraschungsrekord.
In der Debatte um die Übersetzung von Amanda Gormans Gedichten geht es nicht um die angemessene Vermittlung von Poesie. Es geht um Marktwert und die Inbesitzname von Kunst. Ein Gastbeitrag.
Heute liegt Saarbrücken an der Peripherie, es beherbergt aber mit einem „gemalten Bismarckturm“ einen Kunstschatz des Malers Anton von Werner, den kaum jemand kennt. Erstmals seit 1944 ist er nun wieder zu sehen.
Es gibt im RBB und mitten in der Pandemie eine Talkrunde, die ganz anders ist als die anderen. Jörg Thadeusz spricht mit Künstlern über ihre wirklich miserable Lage. Ganz ohne Trübsal, mit Biss und Witz.
Es soll wieder gefeiert werden in Hanau. Mit weniger Gästen und notfalls auch nur im Netz. Das soll die Bürger freuen und Künstlern und Schaustellern eine Perspektive bieten.
In der Netflix-Serie „Das Hausboot“ kann man Olli Schulz und Fynn Kliemann dabei zusehen, wie sie das einstige Domizil von Gunter Gabriel auf Vordermann bringen und sich dabei lieben und hassen lernen.
Was Europa in Asien hinterließ: Sophy Roberts sucht „Sibiriens vergessene Klaviere“ und findet imponierende Menschen in einem versehrten Land.
Noch ist Simon Rattle nicht Chefdirigent des Symphonie-Orchesters des Bayerischen Rundfunks, doch gleich nach Vertragsunterzeichnung dirigiert er zwei Konzerte bei der Musica Viva. Ein starkes Signal: Neue Musik ist Chefsache.
Berühmt wurde er als Teil der Fantastischen Vier, jetzt sorgt Smudo mit der Luca-App für Aufsehen. Das ist weniger überraschend, als es auf den ersten Blick erscheinen mag.
Das „Europäische Bauhaus“ will die Städte umweltfreundlicher machen. Leider ist der zyklische Ansatz völlig falsch gewählt. Wir brauchen einen viel grundlegenderen Neuanfang. Ein Gastbeitrag.
In der Debatte um den spanischen Rapper Pablo Hasél wird viel von Meinungsfreiheit gesprochen. Darüber sind Gewalt und Vandalismus aus dem Blick geraten.
Der „Zero“-Künstler Heinz Mack wird neunzig Jahre alt – und neu entdeckt: Denn die Kunst der Gegenwart kann von seiner optimistischen Avantgarde lernen. Eine Würdigung zur Feier des Tages.
Der Youtuber Fynn Kliemann und der Moderator Olli Schulz beschließen, ein heruntergekommenes Hausboot wiederherzurichten. Erfahrung mit so etwas hat keiner. Aber, hey, was kann schon Schlimmes passieren?
Die traditionelle Weinversteigerung im Kloster Eberbach ist auch unter Corona-Bedingungen und ohne Publikum ein Erfolg.
Geistreiche Frauen traktiert man am besten mit einem Rüdesheimer: Ein kleines Buch über Wein ist im Jahr 1933 eine der letzten, großen Manifestationen der deutsch-tschechisch-jüdischen Kulturelite in Prag.
Marieke Lucas Rijneveld sollte das Inaugurations-Gedicht von Amanda Gorman ins Niederländische übertragen. Und trat nach Kritik zurück – kein leichter Fall.
Die Berlinale, die kein Festival war, sondern eine geschlossene Internetveranstaltung, ist zu Ende: Es war eine Woche einsamer Urteile, unsicherer Gefühle – und ausschweifender Filme.
Die Rhön ist eine Landschaft der Gegensätze, der schroffen Abgründe und offenen Fernen, der Rauheit und Kultiviertheit. Nur wer hier aufgewachsen ist, kann verstehen, wie untrennbar das alles zusammengehört.
Sind Musiker Gewerbetreibende? Haben sie Anspruch auf Sozialversicherung? Wie viel Nationalsozialismus steckt in der deutschen Orchesterlandschaft? Ein brillantes Buch von Martin Rempe geht der Geschichte des Musikerberufs nach.
Was können Künstler bewirken? Wer sich nostalgisch nach dem alten Jugoslawien sehnt, darf nicht vergessen: Trotz aller Freiheiten war Titos Staat eine Diktatur.
Der britische Künstler Banksy hat ein ehemaliges Gefängnis mit einem Graffito verziert – und sich sogar während der Arbeit filmen lassen. Kommentieren lässt er sein Schaffen von Bob Ross.
Trotz Corona und Sicherheitsrisiken hält Franziskus an seinem Besuch im Irak fest. Der Papst will den bedrängten Christen Mut machen – und den Traum eines seiner Vorgänger erfüllen.
Seit zehn Jahren spielt Christoph Ullrich alle 555 Cembalo-Sonaten von Domenico Scarlatti auf einem Flügel ein. 2028 will er fertig sein. Wer normal ticke, würde so etwas nicht machen, sagt er.
Twitter-Chef Dorsey übernimmt mit seinem Bezahldienst Square die Mehrheit an Tidal. Es ist nicht die erste Zusammenarbeit der beiden Unternehmer.
Die Pandemie trifft viele Musiker hart. Der deutsche Markt für Musikaufnahmen aber hat 2020 stark zugelegt – und Schallplatten bringen mittlerweile mehr Umsatz als Downloads.
Die Stadt Frankfurt schmückt sich gerne mit den auf 4000 Firmen verteilten Kreativen. Ein Masterplan soll der Kreativwirtschaft Schub verleihen, lässt aber konkrete Schritte vermissen.
Seit Monaten dient das Brüder-Grimm-Denkmal in der Hanauer Innenstadt mit Fotos der Opfer des Anschlags vom 19. Februar 2020 als Gedenkort. In gut zwei Wochen werden die Bilder entfernt.
Diskussionen um den möglichen Standort eines deutschen Instituts für Fotografie haben dessen Konzeption lange überschattet. Dabei sind die Erwartungen und Ansprüche hoch.
Mit Anfang dreißig gehört sie zu den wichtigsten Führungskräften des deutschen Kunstmarkts. Diandra Donecker erklärt, wie sie das Auktionshaus Grisebach durch die Corona-Krise führt und welche Pläne sie für die Zukunft hat.