Das Dilemma von Kassel
Die Auseinandersetzung um möglicherweise antisemitische Kunst auf der Documenta 15 kommt nicht zur Ruhe. Die internationale Großausstellung, die im Juni eröffnet, könnte zu einem Problem für die deutsche Kulturpolitik werden.
Die Auseinandersetzung um möglicherweise antisemitische Kunst auf der Documenta 15 kommt nicht zur Ruhe. Die internationale Großausstellung, die im Juni eröffnet, könnte zu einem Problem für die deutsche Kulturpolitik werden.
Das „Massif Central“ ist ein Ort, der viele Zwecke erfüllt, auch während der Frankfurt Fashion Week. Das Gebäude hat keine Zukunft – sein Inhalt aber schon.
Eistee, Pizza und Schokolade: Immer mehr Berühmtheiten vermarkten ihre eigenen Lebensmittel. Wir haben getestet, was Produkte von Capital Bra, Joko Winterscheidt oder Günther Jauch zu bieten haben – außer ihrem großen Namen.
Annalena Baerbocks Treffen mit Russlands Außenminister verläuft höflich, aber angespannt. Die beiden tragen einander in erster Linie lange Listen an Differenzen vor. Und Lawrow ist gewohnt listig.
Er schreckte nicht davor zurück, sich Feinde zu machen, aber sein frühester Antrieb war Mitgefühl: Die Sammlung Falckenberg zeigt die erste postume Retrospektive von Tomi Ungerer.
Die Fälle Djokovic und Kimmich zeigen: Niemand steht in der Pandemie so sehr im Fokus wie ungeimpfte Sportstars. Für ihre Haltung bekommen sie den Furor einer erdrückenden Mehrheit zu spüren – bis zur Ausgrenzung.
Sein Instrument ist die Lakonik, der Versuch, den Kern einer Behauptung mit wenigen Worten darzustellen: Wolfgang Hegewald sucht in seinem Buch „Tagessätze“ nach dem Sound des Jahres 2020.
Ein toter Kunstexperte in den Sylter Dünen, allerlei Ambitionen und ein „Culture Clash“: Auch die neuste Folge der Krimi-Reihe beweist, dass „Nord Nord Mord“ durch die Typen lebt, nicht durch die Fälle.
Lionel Messi, Mohamed Salah oder Robert Lewandowski – wer wird FIFA-Weltfußballer? Der Bayern-Star produziert Tore wie am Fließband, aber keine großen Emotionen. Das könnte ihn die Wahl kosten.
Es beginnt damit, dass drei Jungs aus der Hochhaussiedlung ein Auto klauen: OG Keemos Konzeptalbum „Mann beißt Hund” bricht mit allem, was den Straßenrap in den vergangenen Jahren so eintönig gemacht hat.
Diplomatie im Dschungel: Wie DDR-Maler an den Amazonas kamen, zeigt das Brandenburgische Landesmuseum Cottbus und erzählt dabei die Geschichte einer besonderen Sammlung.
Das Leid der missbrauchten Schüler der früheren Odenwaldschule scheint an Ort und Stelle fast vergessen. Und das Bemühen um eine Erinnerungsskulptur entzweit die Opfer noch weiter.
Sind Programmierer Künstler? Braucht es Galerien? Und wer entscheidet, was Kunst ist? Kryptokunst versetzt den Kunstmarkt in Aufregung und wirft Fragen auf.
Die Arte-Dokumentation „Rembrandts Zeitalter“ unternimmt einen stimmungsvollen Ausflug in den Kunsthandel damals und heute. Viel Zeit für Hintergründiges hat sie nicht. Sehenswert bleibt sie dennoch.
Vom Teeniestar zur Schauspielgröße: Kristen Stewart ist nie abgestürzt, obwohl sie früh berühmt geworden ist. Im Film „Spencer“ brilliert sie nun als Prinzessin Diana.
Wider das nationalsozialistische Erbe: Eine Designakademie soll aus Saaleck, wo Rasseideologen ein- und ausgingen, einen Ort der Freiheit und Wachheit machen.
Ronja von Rönne blickt schonungslos auf das Wesen einer Krankheit, die sie sich auf ihre eigene Weise unterworfen hat: Ihr neuer Roman „Ende in Sicht“ erzählt von zwei lebensmüden Frauen.
Magrittes „L’empire des lumières“ in einer Fassung von 1961 soll bei Sotheby’s in London einen neuen Auktionsrekord für den belgischen Surrealisten aufstellen. Gemalt hat er das Bild für seine Muse Anne-Marie Gillion Crowet.
Bereits im Alter von 24 Jahren hat Philipp Pflug 2014 in Frankfurt eine eigene Kunstgalerie eröffnet, die er seither mit großer Leidenschaft betreibt.
Er war ein Schriftsteller, der standhielt in der DDR und den Weg bereitete für die jungen Autoren: Eine Erinnerung seines westdeutschen Lektors an den unbeugsamen Franz Fühmann, der vor hundert Jahren geboren wurde.
Vom Provokateur zum Académicien: Frankreich ehrt Georg Baselitz mit einer Retrospektive im Centre Pompidou und einem Sitz in der Akademie der Schönen Künste.
2022 begann mit dem Verkauf der Autorenrechte von David Bowie. Weitere Deals sind nur eine Frage der Zeit. Mit Pimco hat nun offenbar auch die milliardenschwere Investmentgesellschaft der Allianz einen Blick auf die Musik geworfen.
Die Gießener Philosophieprofessorin Elif Özmen forscht zum Thema Wissenschaftsfreiheit. Im Interview sagt sie, warum sie in ihren Seminaren keine „Trigger Warnings“ ausspricht und welche Tendenzen an Unis ihr Sorgen bereiten.
Die Jan-Fedder-Promenade erinnert direkt am Hafenrand an den verstorbenen Hamburger Schauspieler. Der Tag der Einweihung fiel auf Fedders Geburtstag.
Das Frankfurter Kulturzentrum Brotfabrik im Stadtteil Hausen soll verkauft und abgerissen werden. Die Stadt will das unbedingt verhindern.
Die Karlsruher Entscheidungen zur Triage, zum Klimaschutz und zur Bundesnotbremse behandeln unterschiedliche Rechtsmaterien – sind aber allesamt von einem zu großen Staatsvertrauen geprägt.
Lim Kok Thay ist mit einem Vermögen von 2,6 Milliarden Dollar einer der reichsten Malaysier. Wie reagiert der Besitzer der Genting-Gruppe auf die Krise der MV Werften?
Tripoli war ein kulturelles Zentrum in Libanon – vor dem Bürgerkrieg. Jetzt werden hier ständig Proteste, Straßensperren oder Schießereien gemeldet. Aber ein paar Künstler der Stadt geben nicht auf.
Die Elbphilharmonie feiert ihr fünfjähriges Bestehen, dass es kracht. Jedem Besucher des Konzerts zum „Jubiläum“ wurde ein Magazin mit dem Titel „Jubel“ in die Hand gedrückt. Es setzt neue Maßstäbe im Reden über sich selbst.
Prachtvolle Musentempel als Resultat der feudalen Kleinstaaterei: Thüringens Theaterlandschaft ist phänomenal vielfältig und heute so lebendig wie zu Zeiten des Klassizismus.
Wie es dann wird, kann nur der bucklige Winter entscheiden: Gisbert zu Knyphausens sehr persönliches Lied „Seltsames Licht“ ist Beleg für eine Innerlichkeit, die deutschsprachige Popmusik lange gescheut hat.
Was streicht man, was bewahrt man? Es gibt Originale, bei denen das einfacher zu beantworten ist als bei Goethes Bearbeitung des Fauststoffes. Alexander Pavlenko wollte in seiner Graphic Novel-Adaption den Fluss erhalten.
Auf dass der Terror den Terror schrecke: Die Kunsthalle Mannheim sondiert das Minenfeld der Darstellung von Akten der Gewalt.
Das Videoportal Youtube hat ein Video des Kanals #allesaufdentisch entfernt und den Kanal selbst für eine Woche gesperrt.
Und was ist mit der Wahnfriedstraße? Der Berliner Senat hat Straßennahmen mit „antisemitischen Bezügen“ aufgelistet, auch der Richard-Wagner-Platz gehört dazu. Der Opernintendant Barrie Kosky legt den Wahnwitz der Berliner Planungen bloß.
Musiker, Hausmeister, Regisseur und noch so einiges anderes: Zuletzt machte Florian Havemann als Autor eines überbordenden Künstlerromans von sich reden. Zum Geburtstag eines Überzeugungstäters.