Überall ist Wunderland
Seine Wimmelbücher haben Generationen von Kindern fasziniert, er selbst begeisterte sich in seinen letzten Jahren für „Traumkästen“, wie er sie nannte: Zum Tod des Illustrators und Dioramen-Künstlers Ali Mitgutsch.
Seine Wimmelbücher haben Generationen von Kindern fasziniert, er selbst begeisterte sich in seinen letzten Jahren für „Traumkästen“, wie er sie nannte: Zum Tod des Illustrators und Dioramen-Künstlers Ali Mitgutsch.
Der Schweizer Künstler Christoph Büchel will sein unverkauftes Lebenswerk zu Diamanten machen und nutzt dafür seinen eigenen Kot als Grundlage.
Seit mehr als 50 Jahren erzählen seine bunten Bücher Geschichten aus dem Alltag. Seine schwierige Kindheit verleitete Mitgutsch zum Träumen. Nun ist der Münchner im Alter von 86 Jahren gestorben.
Mit neuen Ausstellungshäusern und Gedenkstätten widmet sich Polen seiner Geschichte: In Białystok wurde ein „Museum des Gedenkens an Sibirien“ eröffnet, in Michniów ein „Mausoleum des Martyriums der polnischen Dörfer“.
Bestenlisten für Musik gibt es viele, aber auf die Charts wird weiterhin besonders geachtet. Doch je nach Land werden sie völlig anders berechnet. Ein Blick auf Deutschland, England und die USA.
Die moderne Kunst wird wieder einmal zum Sündenbock gemacht. Sie wird mit Kolonialismus und Rassismus in eins gesetzt. Ein Beitrag des ZDF macht bei diesem „Wokeism“ feste mit.
Das Berliner Brücke-Museum erzählt die Geschichte der expressionistischen Maler „im kolonialen Kontext“. Dabei wird vor allem sichtbar, wie sehr die Künstler die Kunst aus Afrika und der Südsee verehrten.
Der Musiker antwortet mit seinem neuen Lied „L'Enfer” im französischen Fernsehen auf die Frage der Journalistin – und thematisiert eine besonderes schwere Zeit in seinem Leben.
Der Geiger Ilya Gringolts war ein Wunderkind: Er liebt Paganini und sucht zugleich den Austausch mit Wolfgang Rihm. Mit der Verschmelzung aus klassischer und zeitgenössischer Musik lässt er alte Stücke neu erklingen.
Einen Einblick in die turbulente Ehe von Gretha und Ernst Jünger erhalten wir in den knapp 350 veröffentlichten Briefen der beiden. Geplagt von fehlender Anerkennung und Liebe, sprechen die Briefe für sich.
Aref El Rayess zählte zu den wichtigsten Künstlern der Moderne im Libanon. Fast wäre sein Werk dem Verfall anheimgefallen. Gerettet ist es endlich umfassend ausgestellt – bald auch in Europa.
100G statt 3G: Stuttgarts Staatsgalerie verblüfft mit 100 Rubens-Gemälden, darunter vielen unbekannten – und neuen Einsichten.
Das Musée d’Orsay zeigt Paul Signac – diese Mal nicht als Maler, sondern als Kunstsammler. Was er zusammentrug, erzählt viel über seine Beziehungen zu gleichermaßen berühmten Kollegen.
Als junger Mann malte Karl Lagerfeld die Schlossruine im Taunus. Bei einer Auktion aus seinem Nachlass ist das Bild jetzt überraschend aufgetaucht – die Geschichte dahinter birgt einige Rätsel.
Dinner for two: Der Künstler George des unzertrennlichen Duos Gilbert and George wird achtzig Jahre alt. Die Kunst der beiden steht für eine „konservative Revolution“ und bleibt bis heute unberechenbar.
Catherine Milliken hat in Night Shift das Publikum als ebenbürtigen Partner mitgedacht. Im Rahmen der cresc-Biennale für aktuelle Musik wird es im Offenbacher Capitol zu erleben sein.
75. Geburtstag, sechster Todestag: Jetzt gibt es sogar eine David Bowie-Briefmarke. Und eine neue Platte mit alten Songs, „Toy“. Wie passt die Nachlassverwaltung des verstorbenen Popstars zu dessen kontrolliertem Selbstbild?
Eine Wiederentdeckung im Jubiläumsjahr des Folkwang-Museums: Die Schmetterlingssammlung von Karl Ernst Osthaus hat sich in im Naturkundemuseum Münster erhalten.
Gesamtsieger Ryoyu Kobayashi bringt die Konkurrenz bei der Vierschanzentournee ins Staunen – auch ohne den vierten Einzelsieg. Ob ihn die deutschen Skispringer bei Olympia schlagen können?
Die Komponistin Mayako Kubo hat sich in ihrer Konzert-Performance „John Rabe – Endstation Siemensstadt“ mit dem Massaker von Nanking auseinandergesetzt. Ein Gespräch über verdrängte Vergangenheitsbewältigung und wie man sie in Töne kleidet.
Rocco Ritchie, der älteste Sohn von Madonna, wird als Maler hinter dem Pseudonym Rhed geoutet, und die Aufregung ist groß. Warum eigentlich?
Spotify hat 2021 erstmals mehr als eine Milliarde Euro mit Werbung eingenommen – vor allem dank der teuren Podcast-Offensive. Das soll nur der Anfang sein, sagt Michael Krause. Die Musik bleibe aber keineswegs auf der Strecke.
Die Karriere des Berliner Galeristen Michael Schultz war von Glanz und tiefen Schatten geprägt. Im Alter von 70 Jahren ist er nun gestorben.
Kollegen ehren den Regisseur als „Meister des Kinos“. In Hollywood berühmt wurde er 1971 mit „The Last Picture Show“. Nun ist Bogdanovich mit 82 Jahren gestorben.
Seit Jahrzehnten bastelt Hans-Jörg Georgi Flugzeuge aus Pappresten. In der Behinderteneinrichtung hat man sie als Müll entsorgt. Erst durch das Atelier Goldstein wurde Georgis Talent und der Wert seiner Kunst anerkannt.
Sarna Röser kommt aus einem klassischen schwäbischen Familienbetrieb. Als Vorsitzende des Verbands junger Unternehmer geht sie eigene und neue Wege – und verschafft ihrer Klientel Gehör.
Claudia Roth ist die erste grüne Kulturstaatsministerin. Ihr Handlungsspielraum wird geringer sein als der ihrer Vorgänger. Statt auf eine eigene Agenda scheint sie sich zunächst auf Symbolpolitik zu konzentrieren.
Handschrift ist keine Selbstverständlichkeit: Der Schweizer Illustrator Celestino Piatti prägte das Erscheinungsbild des Deutschen Taschenbuch Verlags. Eine bilderreiche Monographie würdigt sein Werk. Heute wäre er hundert Jahre alt geworden.
Der Schriftsteller Mario Vargas Llosa galt einmal als konservative Stimme der Vernunft. Jetzt schreibt er Unsinn und wirbt für rechtsautoritäre Politiker.
Warner Music besitzt nun David Bowies Autorenkatalog und wird seine Werke zu vermarkten wissen. Auch was das angeht, war der Künstler selbst seiner Zeit stets voraus.
Er setzte als Chopin-Interpret neue Maßstäbe, engagierte sich für Italiens Kommunisten und gegen Berlusconi, hält aber Politik und Kunst streng auseinander. Heute wird der Pianist Maurizio Pollini achtzig Jahre alt.
Berberteppiche sind gefragt, die Preise steigen. Das ruft neben Sammlern auch Fälscher auf den Plan. Woran kann man einen echten Flor erkennen?
Biograph von Thelonious Monk und Inspiration junger Aktivisten: Der Historiker Robin Kelley ist eine wichtige Stimme in der amerikanischen Debatte um Alternativen zum rassistischen Status quo.
Eine der bedeutendsten Sammlungen expressionistischer Kunst wird versteigert: Die Kollektion des Unternehmers Hermann Gerlinger, die bisher in Museen hing, kommt von Mitte des Jahres an bei Ketterer zum Aufruf.
Hexen, Hacker, Dschinn-Figuren: Der Hartware Medienkunstverein in Dortmund öffnet das weite Feld der Kunst des Technoschamanismus.
Das traditionsreiche Filmstudio Babelsberg wird von einer amerikanischen Holding geschluckt. Ist das ein Ausverkauf deutscher Kultur?