Das Jahr beginnt mit Absagen
Eine Kunstmesse nach der anderen streicht in Österreich die Segel. Für die Galerien ist das keine gute Nachricht. Der Auktionshandel steht dagegen bestens da.
Eine Kunstmesse nach der anderen streicht in Österreich die Segel. Für die Galerien ist das keine gute Nachricht. Der Auktionshandel steht dagegen bestens da.
Die New Yorker Galeristin Marian Goodman machte die Amerikaner mit europäischer und vor allem deutscher Kunst bekannt – etwa der von Gerhard Richter. Nun ist sie im Alter von 97 Jahren gestorben.
Jenseits von Auschwitz, Sobibor und Treblinka: Im Osten Europas finden sich Hunderte von Massengräbern von Juden, die unter deutscher Besatzung während des Zweiten Weltkriegs ermordet wurden.
Wegen eines Artikels, der ihm angeblich übergriffiges Verhalten vorwarf, verklagt Galerist Johann König den Verlag der „Zeit“ auf 1,2 Millionen Euro. Die Darstellung habe ihm schweren wirtschaftlichen Schaden zugefügt. Der Verlag gibt sich gelassen.
Otto Muehl war eine Schlüsselfigur des Wiener Aktionismus. In seiner Sekte missbrauchte er jahrelang Kinder. Während Museen um den richtigen Umgang mit seinem Werk ringen, fordern vier Frauen eine politische Aufarbeitung.
Brüssel brummt: An diesem Wochenende öffnet in Belgiens Hauptstadt die Kunst- und Antiquitätenmesse BRAFA. Daneben hat sich Ceramic Brussels etabliert. Da gehen jedem Kulturbegeisterten die Augen über.
Der Bariton Holger Falk ist einer der renommiertesten Interpreten des Kunstlieds und arbeitet in Graz an einem Forschungsprojekt dazu. Er warnt: Das klassische Lied ist in der Krise. Eine Begegnung.
Staatsminister Weimer hat Großes vor. In Italien soll ein „Pilgerweg auf den Spuren Goethes“ entstehen und in Straßburg der Weg für italienisches Engagement beim Fernsehsender Arte geebnet werden.
Auch in Deutschland ist ein Trump-Fanklub entstanden, weil der Mann im Weißen Haus auf den links-grünen Zeitgeist pfeift. Aber die Faszination geht fehl: Trump ist der freiheitsfeindliche Systemsprenger.
In einem Interview äußert sich Donald Trump zum bevorstehenden Football-Spektakel mit der berühmten Halftime-Show. Die Künstler finde er „schrecklich“. Sie seien aber nicht der Grund, warum er nicht zum Super Bowl reisen wolle.
In der Halle am Berliner Berghain zeigen der Künstler Pierre Huyghe und die LAS Art Foundation mit KI generierte Körper zum Sound wummernder Quanten. Angeblich sollen sie geschlechtlos sein. Aber warum sieht man dann Brüste und eine Vulva?
Mit seinem neuesten Werk stürmt Robbie Williams wieder an die Spitze der britischen Charts – wie schon mit 15 Alben davor. Das ist in der Geschichte seines Landes noch niemandem gelungen.
Sein Œuvre ist noch aufzuarbeiten: Léo Marchutz hat geholfen, Paul Cézanne in Deutschland bekannt zu machen. Erinnerung an einen Vermittler.
Winterthur verblüfft mit seiner Museumslandschaft voller hochkarätiger europäischer Malerei. Sie ist ein Erbe der industriell geprägten Stadtgeschichte und zeigt mustergültig, wie Wohlstand in Kunstsinn münden kann.
Frankfurt öffnet wieder sein „House of Galleries“. Das Konzept hat sich bewährt: Mehr als vierzig Galerien stellen in leerstehenden Büroräumen des Trianon-Hochhauses Werke aus, die mit der Aussicht auf die Skyline konkurrieren können.
Das bemerkenswerte Hörspiel „Die Causa Jeanne d’Arc“ von Kai Grehn inszeniert den Prozess gegen Joanna von Orléans als akustisches Kammerspiel mit fast vierzig Sprechern.
Anfang Februar bleiben die meisten Kunstgalerien in Spanien geschlossen. Mit ihrem Streik protestieren die Händler gegen einen Mehrwertsteuersatz, der sie gegenüber Kollegen in anderen Ländern der EU benachteiligt.
Ein Künstler hat den Sound des gesunden Meeres aufgenommen. Jetzt lässt er ihn mithilfe seiner Skulpturen an kaputten Riffs bei den Malediven abspielen. Damit wollen Forscher neues maritimes Leben anlocken.
Wie Magritte zu Magritte wurde: Das Königliche Museum der Schönen Künste in Antwerpen lässt in einer grandiosen Ausstellung den Künstler selbst zu Wort kommen.
Im Ghetto Theresienstadt dokumentierten Helga Hošková-Weissová und Alfred Kantor den Alltag und das Unrecht – unter Lebensgefahr. In der Frankfurter Ausstellung „Kunst gegen den Tod“ werden Reproduktionen ihrer Werke gezeigt.
Im Jüdischen Museum sind am Mittwochabend jüdische und arabische Musiker zu einem Freundschaftskonzert zusammengekommen. Über Politik wird nicht gesprochen, aber die Botschaft ist dennoch klar.
Nicht die Konzertformate, sondern die Künstler selbst machen ein Festival zum Ereignis. Das beweisen Martha Argerich, William Kentridge und Alexandre Kantorow bei „Le Piano Symphonique“ in Luzern.
Fragwürdig als These, stark als Kino: „Hamnet“ vergreift sich an William Shakespeares Familiengeschichte – und fasziniert trotzdem. Regisseurin Chloé Zhao findet eine Bildsprache, die stärker ist als Worte.
Die Regelhüter des Fußballs beschließen, dass der VAR künftig bei noch mehr Entscheidungen eingreifen darf – auch bei Eckbällen. Doch damit droht etwas, das nie passieren darf: eine Änderung des Spielverhaltens.
In Rainer Kaufmanns Film „Die Frau in Blau“ geht es um Schuld, Sühne, Vergebung und Inklusion. Jonas Nay und Joachim Król sorgen dafür, dass jede Szene stimmt.
Nach dem großen Erfolg 2025 startet das „House of Galleries“ in den obersten Etagen des Frankfurter Trianon-Hochhauses. Frankfurter Galerien und ihre Partner laden bis Sonntag das Publikum ein.
Bereits in den Fünfzigern war sie bei Aktionen der Wiener Gruppe dabei, bis heute ist sie aktiv und webt – Ingrid Wiener zeigt ihre subtilen Gobelins im Marta Herford.
Wir sprechen mit der Völkerrechtlerin Anne Peters über Trumps Ansprüche auf Grönland und mit Sachsens Justizministerin Constanze Geiert unter anderem über den Entzug des Wahlrechts bei Volksverhetzungen.
Seit dem 1. Januar führen Gustav Söderström und Alex Norström die Geschäfte von Spotify. Wie ticken die beiden engen Vertrauten von Daniel Ek, welche Baustellen warten auf sie – und was wird eigentlich aus Ek?
Mit seiner „Music Is My Home“-Tour feiert Reezy den Auftakt dort, wo alles begann: in Frankfurt. Zwischen Pyro, Moshpits und emotionalen Gesten zeigt der Rapper in der Festhalle, warum er in seiner Heimatstadt nicht nur Künstler, sondern Teil der Familie ist.
Seit knapp zwei Jahren leitet Bettina Bohle aus Berlin das Jazzinstitut Darmstadt und knüpft an die erfolgreiche Arbeit ihres Vorgängers Wolfram Knauer an.
Sougwen Chung gilt als Pionierfigur der Mensch-Maschine-Kunst und nutzt nur auf eigenen Daten trainierte Modelle. Die meisten Künstler haben diese Wahl nicht. Ihre Werke wurden längst von OpenAI und Co. gestohlen.
Die Tate Britain zeigt ihre beiden Säulenheiligen erstmals zusammen und doch in Konkurrenz: John Constable und William Turner.
Was versteht man eigentlich unter der Kunst, Bücher anzuschauen? Clark Winter stellt ornithologische Illustrationen aus ungewöhnlichen Blickwinkeln vor.
Weil Klickzahlen wichtiger sind als Qualität, leidet das 21. Jahrhundert an kultureller Erstarrung, so W. David Marx. Seine These: Der herrschende „Poptimismus“ hat zum Erstarken der Rechtspopulisten beigetragen.
Streetart ist längst ein Erfolgsrezept für Stadtmarketing. Die Künstler jedoch kämpfen mit alten Vorurteilen. Das hat surreale Konsequenzen.