Das Kind aus der Zukunft
Nathan Grossmans Film „I Am Greta“ ist mehr Spielfilm als Dokumentation. Die Klimaaktivistin Greta Thunberg wird zur lachenden Heldin fiktionalisiert, dabei sollte sie unser Schrecken bleiben.
Nathan Grossmans Film „I Am Greta“ ist mehr Spielfilm als Dokumentation. Die Klimaaktivistin Greta Thunberg wird zur lachenden Heldin fiktionalisiert, dabei sollte sie unser Schrecken bleiben.
Papst Franziskus bleibt sich auch in seinem jüngsten Lehrschreiben „Fratelli tutti“ treu: Moraltriefender Protest statt nüchterner Analyse, bilderstarke Apokalyptik statt guter Theologie.
Der australische Kardinal George Pell war in seiner Heimat wegen Missbrauchs verurteilt und anschließend in höchster Instanz freigesprochen worden. Nun empfing Papst Franziskus ihn zu einer persönlichen Unterredung.
In seiner Enzyklika „Fratelli tutti“ übt Papst Franziskus scharfe Kritik an der Marktwirtschaft. Die Corona-Pandemie habe bewiesen, dass die „magische Theorie“ des Markt-Kapitalismus gescheitert sei. Doch das Argument ist krumm.
Wieder einmal geht es im Vatikan voran, diesmal im Kampf gegen Geldwäsche. Doch wie viele Anläufe haben Papst Franziskus und sein Vorgänger Benedikt XVI. schon genommen?
Papst Franziskus spricht den 2006 im Alter von 15 Jahren gestorbenen Italiener Carlo Acutis selig. Dabei liegt der aufgebahrte Acutis da, als schlüge er jeden Moment die Augen auf – das mutet je nach Betrachtungsweise numinos oder unheimlich an.
Der Papst verdammt den Kapitalismus und will von Sozialer Marktwirtschaft nichts wissen. Viele Ökonomen sind empört. Und selbst einer der Wirtschaftsberater des Kirchenoberhauptes wünscht sich eine Rückbesinnung.
Wurde ein Zeuge bestochen, um George Pell aus dem Vatikan zu entfernen? Ein innerkirchlicher Gegenspieler des rehabilitierten Kardinals soll Hunderttausende Euro nach Australien überwiesen haben.
„Fratelli tutti“ hat Papst Franziskus sein jüngstes Lehrschreiben genannt. Aber seine Sozialutopie ist wieder einmal auf die Welt gemünzt, nicht auf die Kirche. Aus gutem Grund.
Vom Sitzen im selben Boot: In seiner neuen Enzyklika entwirft der Papst eine frei schwebende gesellschaftspolitische Utopie.
Zum ersten Mal nennt ein Papst einen führenden Vertreter einer anderen Religion als Inspirationsquelle für seine Enzyklika: den Großscheich der Al-Azhar-Universität in Kairo.
„Fratelli tutti“ (auf Deutsch etwa: Brüder sind wir alle) ist die dritte Enzyklika von Papst Franziskus. Er will der Menschheit inmitten der Pandemie neue Wege weisen.
Bei seiner Rom-Reise wird der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen behandelt wie ein Staatenlenker der europäischen Oberklasse. Laschet selbst betont die engen Verbindungen zu Italien – und die Bedeutung der Treffen mit Papst Franziskus für ihn.
Andreas Scheuer soll heute vor einem Ausschuss zur Pkw-Maut aussagen, und die EU-Staaten beraten in Sachen Türkei. Armin Laschet trifft in Rom nicht nur auf Italiens Regierung, sondern auch auf Papst Franziskus. Der F.A.Z.-Newsletter.
Der amerikanische Außenminister Mike Pompeo macht keinen Hehl daraus, dass er die China-Politik des Vatikans für falsch hält. Während seines Rom-Besuchs wird er diesmal nur von zwei leitenden Mitarbeitern des Papstes empfangen.
Weil er offenbar mit Geld aus dem Vatikan Unternehmen seiner Brüder begünstigt haben soll, hat Papst Franziskus den italienischen Kurienkardinal Angelo Becciu entlassen. Becciu sagt, er habe keinen Euro gestohlen.
Ein riskantes Immobiliengeschäft kostet einen der mächtigsten Männer im Vatikan sein Amt: Papst Franziskus nimmt den Rücktritt von Kardinal Angelo Becciu vom Amt des Präfekten der Heiligsprechungskongregation an sowie dessen Verzicht auf „die Rechte im Zusammenhang mit seiner Kardinalswürde“.
Während viele westliche Staaten auf Konfrontationskurs zu China gehen, will der Vatikan ein Abkommen mit Peking verlängern. Kritiker werfen ihm vor, er verrate damit die Untergrundkirche.
In seiner neuen Enzyklika tritt der Papst als Anwalt des globalen Wir-Gefühls auf. So verbindet sich Seelsorge mit einem politischen Traum der Weltverbesserung.
Einst galt Moria als Durchgangslager für Migranten. Dann wuchs es zur zweitgrößten Stadt auf Lesbos an und wurde zur Endstation – mit Protesten, Bränden, Toten. Ein Überblick in Wort und Bild.
Europa hatte nach dem Fall der Mauer eine große Idee: Einheit aller Einzelnen zu sein. Heute herrscht ein beschränkter Markt-Realismus. Ein Gastbeitrag.
Die Konstellation ist günstig: Viele Führungskräfte im Vatikan erreichen die Altersgrenze. Das gibt Papst Franziskus die Möglichkeit, personalpolitische Pflöcke einzuschlagen – auch über seine Amtszeit hinaus.
In Rom haben am Wochenende rund 2000 Menschen gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen demonstriert. Dabei verbrannten sie auch ein Bild von Papst Franziskus. Deutlich gestiegene Infektionszahlen nähren derweil die Angst vor einer zweiten Welle.
Mit scharfer Kritik haben italienische Politiker auf die Corona-Proteste reagiert. Die Leugner des Virus sollten „zumindest den Familien der Toten“ Respekt zollen, sagte Außenminister Di Maio. Ministerpräsident Conte will ihnen „mit Zahlen“ antworten.
Immer wieder halten Marienprozessionen in Italien vor den Häusern von Mafiosi, das nennt sich „Verbeugung“. Der Papst will das nun ändern. Die Figur der Maria dürfe nicht dem „Einfluss mafiöser Organisationen“ ausgesetzt sein.
Papst Franziskus ging bei der Audienz nah an die Menschen heran. Eine Maske trug er dabei nicht.
In Frankreich und den Vereinigten Staaten haben der Vandalismus in Kirchen und die Angriffe auf christliche Symbole zugenommen. In Deutschland gibt es keine zuverlässigen Statistiken.
Joe Biden muss die weißen Katholiken für sich gewinnen, die 2016 für Donald Trump gestimmt haben. Ein schwieriges Unterfangen, denn die Bischöfe loben die Haltung des Präsidenten in der Abtreibungsfrage. Und ein Kardinal schätzt ihn besonders.
Der Vatikan hat eine neue Instruktion über das Verhältnis von Priestern und Laien veröffentlicht. Aus vatikanischer Sicht ist sie geradezu revolutionär. Doch unter deutschen Katholiken hagelt es Kritik.
Marija Kolak vertritt Finanzinstitute, die nicht auf Gewinnmaximierung sondern auf Mitgliederförderung setzen. Künftig ist sie zudem Mitglied des vatikanischen Wirtschaftsrats. Auch privat hat sie viele Berührungspunkte mit der katholischen Kirche.
2020 ist für Franziskus ein „annus horribilis“: Der Papst kann wegen der Corona-Pandemie nicht reisen. Zudem ist der Vatikan wohl Ziel eines Hackerangriffs aus China geworden.
In Italien streiten Politik und Kirche über ein geplantes Gesetz gegen Hassrede und Homophobie. Das Wort des Papstes hätte Gewicht in dieser Debatte. Doch er schweigt.
Katholische Gemeinden sollen grundsätzlich von Priestern geführt werden, sagt der Vatikan. Was, wenn es nicht genug Priester gibt?, fragen viele. Dann trotzdem, heißt es in der jüngsten Verlautbarung aus Rom. Die deutschen Bischöfen sind nicht amüsiert.
„Ich denke an St. Sophia und es schmerzt mich sehr“: In seinem Angelus-Gebet kommentiert Papst Franziskus die Umwandlung der Hagia Sophia in Istanbul in eine Moschee. Auch die Türkische Gemeinde in Deutschland kritisiert die Entscheidung.
Eigentlich war eine Erklärung des Papstes zu Hongkong angekündigt. Aber dann schwieg Franziskus, denn: Die Beziehungen des Heiligen Stuhls zu China sind schwierig.
Durch den Besuchereinbruch in den Vatikanischen Museen sind die ohnehin schwächelnden Einnahmen drastisch geschrumpft. Braucht der kleinste Staat der Welt bald Finanzspritzen?