Leserbriefe vom 6. Juni 2025
Urteil zu Zurückweisungen +++ Demokratiedebatte +++ Kriegsverbrechen im Museum +++ USAID
Urteil zu Zurückweisungen +++ Demokratiedebatte +++ Kriegsverbrechen im Museum +++ USAID
Nach den Berliner Eilbeschlüssen, die Zurückweisungen Asylsuchender für rechtswidrig erklärten, betonen Merz und Dobrindt den vorläufigen Charakter der Entscheidung. Wie argumentiert das Gericht?
Seit das Verwaltungsgericht Berlin drei Zurückweisungen für rechtswidrig erklärt hat, gibt es Lob – und heftige Kritik. Die weist das Gericht von sich. Auch Berlins Justizsenatorin schaltet sich ein.
Historisch betrachtet, haben Grund- und Menschenrechte entscheidend dazu beigetragen, Wahrheitsansprüche zurückzudrängen. In der Gegenwart mutieren sie immer wieder zu einem Instrument neuer Wahrheitsansprüche der wenigen gegen die vielen. Das ist problematisch.
Das Urteil des Berliner Verwaltungsgerichts zu Zurückweisungen sorgt weiter für Diskussionen. Rechte Medienportale wettern gegen einen der Richter, der angeblich Mitglied der Grünen sein soll.
Die Beschlüsse des Berliner Verwaltungsgerichts zu Zurückweisungen kamen nicht überraschend, wie die Rechtsanwältin Gisela Seidler erläutert. Das Kammergericht hat ein wegweisendes Urteil zum Plagiatsbegriff gefällt.
Nazira und Nazima Khairzad waren in ihrer Heimat unzertrennlich, bis sie vor den Taliban flüchten mussten. In Deutschland finden die Schwestern wieder zusammen, doch nun droht eine Abschiebung die Familie abermals zu zerreißen.
Verstöße, Skandale und die Frage nach öffentlicher Transparenz belasten die Anti-Doping-Arbeit. Inmitten internationaler Turbulenzen bereitet sich die NADA auf wegweisende Weichenstellungen vor.
Trzakowski oder Nawrocki? Heute wählen die Polen, und es könnte äußerst knapp werden. Über etwaige Anfechtungen müssten jene Richter entscheiden, deren Unabhängigkeit in Frage steht.
Rumäniens Verfassungsgericht lockert die Vorschriften zur finanziellen Transparenz von Politikern. Nicht nur der neue Präsident Nicușor Dan kritisiert das.
Das Landgericht München 1 hat entschieden: Der Streamingdienst Joyn darf die Mediathek des ZDF nicht länger in sein Basisangebot aufnehmen.
Italien wollte in den Lagern Bootsmigranten unterbringen. Bisher verhindern Gerichte das. Nun klagt Rom beim EuGH – und bringt erst mal abgelehnte Asylbewerber nach Albanien.
In Brüssel denkt der deutsche Staatsminister Krichbaum laut über einen „Stimmrechtsentzug“ für Ungarn nach. Und 20 EU-Staaten verurteilen das Verbot der „Pride Parade“ in Budapest.
Angehörige von subsidiär Schutzberechtigten sollen in den nächsten zwei Jahren keine Visa mehr bekommen. Wie aufgeladen das Thema ist, zeigen die Reaktionen auf das Vorgehen des Innenministers.
Neun Länder fordern mehr Befugnisse bei Abschiebungen. Der Generalsekretär des Europarats warnt nun vor politischem Druck auf die Justiz.
Vorgaben des Straßburger Gerichtshofs für Menschenrechte machen eine effektive Asylpolitik oft unnötig schwer. Ein behutsames Nachjustieren wäre sinnvoll.
Mehrere EU-Länder haben sich unter anderem mit Blick auf die Migration für die Überprüfung der Europäischen Menschenrechtskonvention ausgesprochen.
Die amerikanische Onlineplattform verliert den Markenschutz für „Airbnb“ auf bestimmten Geschäftsfeldern. Doch die wichtigste Verwendungsform bleibt unangetastet.
Nach zähen Verhandlungen einigen sich London und Brüssel bei Verteidigung, Handel und Fischerei. In anderen Fragen bleiben Differenzen.
Auch Touristen sind betroffen. Und wer mit einem älteren Dieselfahrzeug in eine der Städte fährt, muss mit einer saftigen Geldstrafe rechnen – oder Führerscheinentzug.
US-Präsident Trump legt die Axt an die Welthandelsorganisation WTO und verführt andere, es ihm gleichzutun. Eine jahrzehntelange Erfolgsgeschichte droht zu enden – doch es keimt eine Alternative auf.
Erfolgreich, verschlossen und umstritten: der Sportwettenanbieter Tipico vermied lange den Gang in die Öffentlichkeit. Das hat sich mit Axel Hefer als neuem Mann an der Spitze geändert. In seiner Freizeit beaufsichtigt der Manager Schalke 04.
Kommt es doch noch zu direkten Gesprächen zwischen Russland und der Ukraine? Wie will die FDP den Neuanfang schaffen? Wer steigt in die Bundesliga auf? Der F.A.Z. Frühdenker.
Ungarns Regierungspartei Fidesz will NGOs und unabhängige Medien von ausländischen Spenden abschneiden. Sie spricht von „Souveränität“. Kritiker sehen Parallelen zu Putins Russland.
Auch nach europäischem Recht dürfen Flüchtlinge kontrolliert und abgewiesen werden. Man muss das nur ernst nehmen.
Trotz des Urteils des Europäischen Gerichtshofs hält Malta an seinen „Goldenen Pässen“ fest. Premier Abela kämpft für das Programm, das dem Land bereits 1,4 Milliarden Euro eingebracht hat.
Polen wählt am Sonntag einen Nachfolger für den konservativen Staatspräsidenten Andrzej Duda. Der lag mit Ministerpräsident Tusk ständig über Kreuz. Wird der nächste Präsident den Stillstand endlich beenden?
Steffen Kampeter führt die Arbeitgeber in der Mindestlohnkommission an – und lehnt die Zielmarke der Regierung ab. Arbeitsministerin Bas wirft er „unwürdige Drohgebärden“ und „Lohnpopulismus“ vor.
Was folgt aus einer Neubewertung der AfD durch den Verfassungsschutz für Beamte, die der Partei angehören? Es gibt Gerichtsurteile zur Mitgliedschaft in extremistischen Parteien.
Kanzler Merz und sein Innenminister Dobrindt vermeiden das Wort. So erhoffen sie sich wohl, bei Zurückweisungen gerichtlich auf der sicheren Seite zu stehen.
Ein Unternehmen in Baden-Württemberg muss einem Beschäftigten Schadensersatz zahlen, weil es personenbezogene Daten unbefugt weitergegeben hat. Der Fall gelangte vor das höchste deutsche Arbeitsgericht.
In gelben Westen und mit 155 Reisebussen sind Energiewirtschafts-Beschäftigte nach Bonn gereist. Wegen einer Neuordnung, die Verbraucher vor überbordenden Netzkosten schützen soll, fürchten sie um Privilegien.
Das Gericht kann in der Bewertung mit Sternen und Tarifnoten keine irreführende Werbung erkennen. Das dürfte Versicherer und Finanzdienstleister massiv verärgern.
Im Bundestag wird des Kriegsendes vor 80 Jahren gedacht, Merz will „offen“ mit Trump reden und der EuGH entscheidet über Noten bei Vergleichsportalen. Der F.A.Z. Frühdenker.
Ohne die Arbeit von Autoren, Komponisten und anderen hätte Künstliche Intelligenz gar nicht trainiert werden können. Matthias Hornschuh, Sprecher der Initiative Urheberrecht, fordert einen besseren Schutz von Kultur und Kreativberufen.
Der Bundesvorsitzende des Beamtenbunds, Ulrich Silberbach, ist für zugespitzten Streit mit der Politik bekannt. Nun hat er angekündigt, sein Amt aus gesundheitlichen Gründen abzugeben.