Antisemitismus mit Ansage
Dass die Antisemitismus-Doku nun in Frankreich gezeigt wurde, war überfällig. Doch dass sich Arte nicht zu einer eigenen Bearbeitung durchringen konnte, ist eine Bankrotterklärung.
Dass die Antisemitismus-Doku nun in Frankreich gezeigt wurde, war überfällig. Doch dass sich Arte nicht zu einer eigenen Bearbeitung durchringen konnte, ist eine Bankrotterklärung.
Arte, der WDR und die Dokumentation über Judenhass in Europa: Ein Film als überspitzte, teilweise nachlässig gearbeitete und doch notwendige Provokation – denn sein Fazit ist verheerend.
Ein Dokumentarfilm über neue Formen des Antisemitismus wird sehr gelobt. Aber Arte und der WDR wollen ihn nicht zeigen, weil er nicht „ausgewogen“ sei. Die Autoren verstehen die Welt nicht mehr.
Götz Aly hat seinen früheren widersprüchlichen Thesen von Sozialneid und interessengeleiteter Gleichheitssucht Europa übergestülpt. Sein Deutungsmodell des Antisemitismus wird weder der umfassenden Verwandlung der Welt im 19. Jahrhundert noch der Komplexität der darauffolgenden Entwicklungen gerecht.
Ein Brandsatz fliegt auf eine Synagoge – und Richter erkennen keinen Antisemitismus. Es mangelt an einer einheitlichen Definition. Der Vorsitzende des Zentralrats der Juden appelliert an die Bundesregierung. Ein Gastbeitrag.
Die Zuwanderung von Muslimen verunsichert die jüdische Bevölkerung in Deutschland. Judenfeindliche Botschaften im Netz lösen Angst vor Übergriffen aus. Die bedeutendste Trägergruppe kommt indes weiter aus dem Inland.
Antisemitische Einstellungen bei muslimischen Flüchtlingen müssten aus Sicht des Zentralrats der Juden gezielter bekämpft werden. Bildungsministerin Wanka fordert mit Blick auf die Integration eine Begrenzung des Migrantenanteils in Schulklassen.
Ist Antisemitismus an deutschen Schulen weit verbreitet? Viele jüdische Eltern haben Angst, darüber auch nur zu reden – um die Kinder nicht zu gefährden. Manche tun es aber doch.
Antisemitismus in der AfD? Frauke Petry sieht dafür keine Anzeichen. Im Gegenteil. Als Argument verweist die AfD-Chefin ausgerechnet auf die Zuwanderungspolitik ihrer Partei. Der Präsident des Jüdischen Weltkongresses nennt die Partei „eine Schande.“
Ein jüdischer Junge wird in Berlin antisemitisch beschimpft und verlässt die Schule. Im Interview erklärt eine Expertin, wieso die Beleidigung „Du Judenschwein“ nicht nur unter arabischstämmigen Kinder verbreitet ist – und wie Lehrer reagieren sollten.
Zerschlagene und umgeworfene Grabsteine auf einem jüdischen Friedhof: Die Polizei in Philadelphia ermittelt wegen der Schändung. Die Tat reiht sich ein in eine Welle antisemitischer Vorfälle in Amerika.
Bombendrohungen, Beleidigungen, Hetze – in Amerika bricht sich der Antisemitismus Bahn. Doch Präsident Donald Trump fällt es schwer, sich klar und deutlich von Rechtsradikalen unter seinen Anhängern zu distanzieren.
Update als großes Fernsehspiel: Thomas Ostermeier inszeniert Arthur Schnitzlers „Professor Bernhardi“ an der Schaubühne Berlin.
Keiner der vielen mindestens ebenso gefährlichen Weltkonflikte beschäftigt die amerikanische Linke so sehr wie der palästinensisch-israelische. Diese Disproportionalität ist weder nur links noch exklusiv amerikanisch.
Die wenigen in der DDR lebenden Juden bekamen das ihnen gegenüber geschürte Misstrauen vielfältig zu spüren. Ihr Verfolgungsschicksal wurde weitgehend ignoriert und tabuisiert, Restitutionszahlungen für die Überlebenden des Holocaust wurden kategorisch abgelehnt.
Zwei „Tagesspiegel“-Reporter geben sich auf der Fanmeile in Berlin als Freunde Israels zu erkennen. Dreimal darf man raten, was passiert. Sie werden beschimpft, bespuckt und müssen flüchten.
Der Antisemitismus-Streit der AfD in Baden-Württemberg hat auch die Bundesspitze der Partei erreicht. Sowohl der betroffene Jörg Meuthen als auch der stellvertretende Parteivorsitzende Gauland kritisierten das Eingreifen von Co-Chefin Petry.
Antisemitismusforscher Marcus Funck bietet sich als Gutachter für die AfD in Stuttgart an. Was er von den Schriften von Wolfgang Gedeon hält, sagt er im FAZ.NET-Gespräch.
In der Affäre um die antisemitischen Äußerungen des AfD-Abgeordneten Gedeon hat der Stuttgarter Fraktionsvorsitzende Meuthen keine gute Figur gemacht. Der AfD-Vorsitzende ist zum Gefangenen rechtsextremer Kräfte geworden. Ein Kommentar.
Dem baden-württembergischen Landtagsabgeordneten Gedeon droht wegen antisemitischer Äußerungen der Ausschluss aus seiner Fraktion. Der AfD-Politiker verteidigt sich und will den Rauswurf verhindern.
England streitet derzeit über linken Antisemitismus. Eine Bemerkung des früheren Londoner Bürgermeisters führte zur Eskalation. Warum spielen Teile der Linken den Holocaust herunter?
Fast die Hälfte aller Juden in Frankreich erwägt auszuwandern. Bei der Gedenkfeier vor dem im vergangenen Jahr attackierten jüdischen Supermarkt in Paris hat Premierminister Valls daher dazu aufgerufen, die Ängste von Frankreichs Juden ernst zu nehmen.
Der neue deutsche Glaubenskampf findet sein Opfer. In dieser Woche war es der Präsident des Zentralrats der Juden. Was Josef Schuster über Flüchtlinge gesagt hat und was behauptet wurde, dass er es gesagt habe – eine Klärung.
Durch die Einwanderung muslimischer Flüchtlinge könnte der Antisemitismus zunehmen, fürchtet der Vorsitzende des Zentralrats der Juden, Josef Schuster. Er fordert, das Bekenntnis zum Existenzrecht Israels müsse zum Wertekanon gehören, der den Ankömmlingen vermittelt werde.
Eine zionistische Organisation sieht in der Gepäck-Beschränkung der Lufthansa bei Flügen nach Israel Antisemitismus am Werk. Die Fluggesellschaft wiegelt ab. Doch das reicht den Israel-Lobbyisten nicht.
Es ist eine lange, traurige Geschichte: Antisemitismus im Fußball ist nach wie vor ein Problem, wie der Themenabend vom FSV und Makkabi Frankfurt zeigt.
Eine amerikanische Universität sagt einem berufenen Professor palästinischer Herkunft wieder ab. Denn der meint, Freunde Israels seien scheußliche Menschen.
Die Kundgebungen gegen den neuen Antisemitismus sind ungewöhnlich für die jüdischen Gemeinden in Deutschland. Selten setzten sie auf öffentlichen Protest. Die Straße jetzt zu mobilisieren, hat gute Gründe.
Bundeskanzlerin Merkel hat auf einer Kundgebung in Berlin „jede Form von Judenfeindlichkeit“ scharf verurteilt. Der Zentralratsvorsitzende Graumann wünschte sich „mehr Empathie“ von den Deutschen.
Warum „Islamophobie“ in Europa nicht mit Antisemitismus gleichgesetzt werden kann. Weder im Wesen noch im Ausmaß. Ein Gastbeitrag.
Die antisemitischen Parolen und Übergriffe auf deutschen Straßen während Israels Offensive im Gaza-Streifen haben viele jüdische Bürger schockiert. Nun will die Kanzlerin an symbolträchtiger Stelle klare Worte sprechen.
Immer wieder gern zitiert: Die Islamische Religionsgemeinschaft Hessen wird stärker beachtet, als es ihrer Bedeutung entspricht - denn sie vertritt mitnichten die Muslime in Hessen.
Der Zentralrat der Muslime wehrt sich gegen den Vorwurf von Dieter Graumann, Präsident des Zentralrats der Juden, nicht genug gegen Antisemitismus zu tun. Im Interview spricht der Vorsitzende Aiman Mazyek über den „strukturell antirassistischen“ Islam und den Umgang mit Extremisten in den eigenen Reihen.
Der Zentralrat der Juden wirft muslimischen Verbänden vor, sie täten zu wenig gegen Antisemitismus. Präsident Dieter Graumann spricht im Interview über Nazi-Parolen auf deutschen Straßen und verspieltes Vertrauen.
Sie skandieren antijüdische Parolen. Ich fühle mich davon herausgefordert. Nicht nur als Jude, sondern weil ich die Kritik an Israel in manchen Punkten teile. Aber meine eigene Familiengeschichte zeigt die Gefahren der Diskriminierung und des Hasses. Ein Gastbeitrag.