Vorreiter der Zinswende
Die Autobanken geben die Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank vergleichsweise schnell an die Sparer weiter. Woran liegt das?
Die Autobanken geben die Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank vergleichsweise schnell an die Sparer weiter. Woran liegt das?
Vonovia-Chef Rolf Buch über den Wohnungsmangel in Deutschland, klamme Mieter und die übertriebene Furcht vor dem Immobiliencrash.
Größeres Angebot, sinkende Nachfrage: Nach den Boom-Jahren während Corona dreht sich in Österreich gerade der Immobilienmarkt. Doch auch bei sinkenden Preisen dürfte es starke regionale Unterschiede geben.
Doch der Schein trügt: Die hohe Inflation macht das Sparen auf dem Bankkonto für die Sparer weiterhin zu einem herben Verlustgeschäft. Das kann sogar zu einer Falle werden.
Der Negativzins ist Geschichte, doch die Inflation wird für Anleger noch gefährlicher. Zum Glück gibt es an der Börse Firmen mit starken Marken wie Porsche oder den japanischen Lieferkettenkünstler Seiko.
Das Jahr 2022 hat viele Überraschungen geboten. Die Zinserhöhungen kamen schneller als gedacht. Auf mittlere Sicht ist das gut.
Lange ging es für Bauwirtschaft und Immobilienbranche nur nach oben. In diesem Jahr haben sich die Aussichten schlagartig verdüstert. Das bekommen nun Beschäftige, Bauherren und Mieter zu spüren.
Isabel Schnabel ist Mitglied im Direktorium der Europäischen Zentralbank. Im Interview spricht sie über die Unterschätzung der Inflation – und die Notwendigkeit einer langfristig ausgerichteten Stabilitätspolitik.
Sparer können wieder Zinsen bekommen. Dazu müssen sie eine lange vergessene Geldanlage wiederentdecken.
10 Prozent Zinsen? Im Mittelalter war das die Regel. Seitdem geht es stetig bergab.
Mindestens fünf weitere gute Jahre für die Branche erwartet Masuch. Nach etwas „Schnappatmung“ durch den Zinsanstieg dürften auch Katalogdeals wieder zunehmen. Im Vergütungsstreit mit Tiktok fordert er, zur Not auch Musik von der App abzuziehen.
In Ostmitteleuropa verzichten die Notenbanken angesichts hoher Zinsen trotz zweistelliger Inflationsraten auf eine Verteuerung der Kredite.
Das Finanzsystem ist verwundbar geworden. Deshalb fordert Claudia Buch, im Bundesbank-Vorstand für Finanzstabilität zuständig, eine höhere Risikovorsorge.
Die nun wahrscheinlich steigenden Zinsen auch in Japan treffen die Anleger überraschend. Die Aktienkurse bestimmter Branchen reagieren eindeutig - in die eine wie auch in die andere Richtung
Völlig unerwartet lässt Japans Notenbank höhere Zinsen zu, ohne die lockere Geldpolitik aufzugeben. Der Yen wertet auf, der Nikkei verliert 2,5 Prozent.
Die Bauzinsen steigen wohl noch weiter. Ein Bausparvertrag kann als Absicherung helfen. In diesen Fällen ergibt das wieder Sinn.
Drei italienische Minister verurteilen die Geldpolitik. Für Verteidigungsminister Crosetto ist sie sogar „irrsinnig“. Sie wollen weitere Stützungskäufe und niedrige Zinsen.
Teure Zinsen machen so manches mittlerweile Hausprojekt unbezahlbar. Ein frühes Einsehen ist besser als eine unbezahlbare Rechnung.
Immobilienkäufer ächzen unter der steigenden Zinslast und sparen an der Tilgung, um die monatlichen Raten nicht zu hoch werden zu lassen. Ein teurer Plan.
Um die Teuerung einzudämmen, steigern die britische und die schweizerische Notenbank ihre Leitzins jeweils um einen halben Prozentpunkt. Der Zinsschritt in Großbritannien war dabei nicht unumstritten.
Noch einmal verständigt sich der EZB-Rat auf eine Zinserhöhung. Die nächsten Schritte dürften umkämpfter sein. Die Anleihebestände in Billionenhöhe sollen vom nächsten Jahr an reduziert werden – aber langsam.
Nach der Zinsentscheidung aus Amerika werden die Anleger in Deutschland zurückhaltender. Mit Spannung schauen die Märkte nun auf mehrere europäische Notenbanken.
Im Frühjahr war Lufthansa mit ihrem Ausblick noch sehr vorsichtig. Doch nun erwartet der Konzern ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern von 1,5 Milliarden Euro.
Die letzte „Woche der Notenbanken“ in diesem Jahr dürfte noch mit Zinserhöhungen im Gleichschritt enden. Wie geht es dann im neuen Jahr weiter mit der Bekämpfung der außergewöhnlich hohen Inflation?
Die EZB-Aufseher kritisieren die Defizite im Risikomanagement und sorgen sich um die Widerstandsfähigkeit. Doch eine neue Finanzkrise droht nicht.
In Zeiten hoher Materialkosten und Zinsen rechnen sich viele Bauprojekte nicht mehr. Die Politik hätte aber durchaus Hebel, Bauen wieder günstiger zu machen.
Viele Bauprojekte werden wegen der gestiegenen Kosten nicht mehr realisiert. Materialknappheit, steigende Zinsen und geringere Fördermöglichkeiten belasten das Geschäft. Für Mieter heißt das nichts Gutes.
Wenn die Aktienkurse fallen, bleiben immerhin die Anleihen stabil – das sagt die Theorie. Schön wär’s.
So langsam kommt auch bei den großen Banken Fahrt in die Zinswende. Zahlen Commerzbank und Deutsche Bank für Tages- und Festgeld mehr als die Sparkasse von nebenan?
Immobilienentwickler Jörn Stobbe spricht über steigende Zinsen, höhere Baukosten und die Folgen für das Geschäft.
Einige Bundesländer fordern eine Schuldenaufnahme mit dem Bund, um sich dessen günstigen Zinsen zu sichern. Doch für Steuerzahler wäre das ein Verlustgeschäft.
Nießbrauch mit Wertpapieren ermöglicht es, durch eine frühzeitige Schenkung Steuern zu sparen und gleichzeitig Zinsen und Dividenden zu nutzen. Dabei gibt es einiges zu beachten.
Die Notenbank hat die Zinsen spät, aber entschlossen angehoben. Nun darf sie keine Angst bekommen vor der eigenen Courage.
EZB-Chefvolkswirt Philip Lane sagt, die Notenbank werde die Zinsen noch mehrfach anheben müssen - auch wenn die Inflation ihren Höhepunkt fast erreicht habe. Die nächste Zinsentscheidung steht am 15. Dezember an.
Die Bausparkasse Schwäbisch Hall profitiert von steigenden Zinsen. Die Bausparverträge legen deutlich zu.
Was sollten „verzweifelte“ Mieter tun, um jetzt noch an einen Hauskredit zu kommen? Die Devise lautet: Finger weg bei Schnäppchen von Banken und Bausparkassen. Sonst wird es teurer!