Der Trick der Griechen
Griechenland kauft seine Staatsanleihen zurück und hat die Frist bis Dienstag verlängert. Das Geschäft klappt nur, weil kein Anleger mehr an das Land glaubt.
Griechenland kauft seine Staatsanleihen zurück und hat die Frist bis Dienstag verlängert. Das Geschäft klappt nur, weil kein Anleger mehr an das Land glaubt.
Nachdem Italiens Regierungschefs Mario Monti seinen Rücktritt angekündigt hat, sind die Kurse für italienische Staatsanleihen unter Druck geraten. Auch italienische Bank-Aktien verloren.
Mit einem Schuldenrückkauf will Griechenland sein Budget entlasten. Das am Montag veröffentlichte Angebot liegt deutlich über den Erwartungen. Die Kurse griechischer Anleihen stiegen bis zur Handelsaussetzung sprunghaft.
Dem Vernehmen nach könnte Griechenland vielleicht sogar Staatsanleihen im Volumen von 40 Milliarden Euro zurückkaufen. Wenn das stimmt, ist fraglich, ob die dafür bislang eingeplanten 10 Milliarden Rettungsgeld reichen.
Mehr Rendite: Der Markt für russische Rubel-Staatsanleihen wird für internationale Investoren geöffnet. Die Papiere gelten nicht erst seit der Schuldenkrise der Euroländer als interessant.
Anleger warten auf die Details zum Rückkauf der griechischen Staatsanleihen. Die Bankeinlagen haben im Oktober zugelegt. Ausländische Investoren benötigen dennoch einen Extraanreiz.
Die argentinische Regierung kann und will ihre Schulden zahlen - aber nicht alles, was ein amerikanisches Gericht vorschreibt. Das könnte mit Nicht-Zahlung enden.
Europas Banken saugen sich mit Staatsanleihen voll. Seit Beginn der Krise immer mehr. Wankende Staaten klammern sich an wackelnde Banken. Kann das denn gut gehen?
Die Kurse griechischer Staatsanleihen sind am Donnerstag auf ein Rekordhoch gestiegen. Anleger wetten darauf, dass Griechenland mit Geld aus dem Hilfsfonds Anleihen zurückkaufen könnte.
Staatsanleihen werden immer unsicherer: Analysten rechnen künftig nur noch für Kanada, die Schweiz und die skandinavischen Ländern mit Bestnoten. Auch die EFSF dürfte bald abgestuft werden.
Patrick Artus, Chefvolkswirt der französischen Investmentbank Natixis und Professor an der Sorbonne-Universität, erklärt, was aus der Rating-Herabstufung durch Moody’s für Frankreich folgt: Nichts. Denn Asiens Notenbanken kaufen weiter Frankreichs Anleihen.
Noch können die meisten Versorgungswerke ihre Renditeversprechen halten. Bleiben die Zinsen aber weiter so niedrig, müssen sie ihre Versprechen brechen und notfalls die Renten kürzen.
Der Ökonom Ansgar Belke schlägt vor, dass die Euro-Krisenländer Anleihen mit Goldreserven unterlegen sollen. Damit würden Risikoprämien sinken. Die Europäische Zentralbank könnte so auf ihr Anleihekauf- Programm verzichten.
Trotz seiner hohen Schuldlast halten die Investoren Spanien am Kapitalmarkt die Treue. Das Land nahm am Donnerstag bei Auktionen von Anleihen mittlerer und langer Laufzeiten 4,8 Milliarden Euro ein. Seinen Refinanzierungsbedarf für 2012 hat Spanien damit komplett gedeckt.
Die Europäische Zentralbank hat wie beabsichtigt 208,5 Milliarden Euro aus dem Geldmarkt des Euroraums abgezogen. Das entspricht dem Volumen der Staatsanleihen, die sie im Rahmen ihres Wertpapierkaufprogramms (SMP) erworben hatte.
Der Beleihungswert spanischer Schuldtitel ist möglicherweise 16 Milliarden Euro geringer als behauptet wird. Die EZB prüft nun, ob die spanische Notenbank ihre Ermessenspielräume überschritten hat.
Wenn Japans Parlament nicht bald zustimmt, kann das Land keine neuen Anleihen emittieren. In diesem Fall drohte bereits in zwei Wochen die Zahlungsunfähigkeit.
EZB-Präsident Draghi stellt sich im Bundestag den Fragen der deutschen Volksvertreter. Es ist alles andere als sterile Routine. Am Ende sind viele zufrieden - aber längst nicht alle überzeugt.
Die italienische Zehnjahres-Rendite fällt erstmals seit fünfzehn Monaten deutlich unter fünf Prozent. Und das Land muss künftig weniger Anleihen verkaufen als geplant.
Demokraten sind schlecht für die Wirtschaft? Diese These lässt sich nicht halten, wenn man die letzten 50 Jahre Wirtschaftsgeschichte in den Vereinigten Staaten anschaut. Ein Sieg von Barack Obama könnte den Amerikanern eine Menge Geld sparen.
Spanien möchte die EZB angeblich zu einem massiven Ankauf spanischer Staatsanleihen zu bewegen. Gerüchten zufolge erwägt Madrid daher eine Art von Scheinantrag um Hilfen vom EU-Rettungsfonds ESM.
Jörg Asmussen hat eine alte Idee wieder zum Leben erweckt: Griechenland könnte sich vom europäischen Rettungsfonds ESM Geld leihen und damit eigene Anleihen zurückkaufen. Das soll die Schuldenlast des Landes senken.
Standard & Poor’s schätzt Spaniens Kreditwürdigkeit nur noch eine Stufe über Ramsch ein. Die Investoren reagieren gelassen, denn viele rechnen schon damit, dass Spanien Finanzhilfe beantragt.
Griechische Staatsanleihen werden wieder beliebter. Allein in den vergangen drei Monaten hat sich ihr Wert verdoppelt. Das nährt die Hoffnung, dass es nicht zu einem Austritt aus dem Euro kommt.
Schuldengeplagte Euro-Länder müssen bei möglichen Hilfsanträgen an den dauerhaften Euro-Rettungsschirm mehrere Hürden nehmen. Das geht aus den ESM-Leitlinien hervor, die der Bundestag am Freitag in einer Sondersitzung billigen soll.
Allianz meidet europäische Staatsanleihen, Daimler kündigt den Einschichtbetrieb in Sindelfingen an, Bayer erhält in den USA grünes Licht für Krebsarznei, bei Rhön-Klinikum gehen Vorstandschef Pföhler und Finanzvorstand, RIM meldet weiteren Riesenverlust im zweiten Quartal und General Electric kündigt ein höheres Wachstum an, Nike drückt Sportartikel in den Markt, Arbeitgeberpräsident: Europa kann gestärkt aus Krise hervorgehen
Nach massiver Kritik an seinem Kurs in der Schuldenkrise geht EZB-Präsident Mario Draghi in die Offensive. Vor Industriemanagern in Berlin verteidigte er die umstrittenen Staatsanleihenkäufe. Die Eurozone mache Fortschritte.
Die Wechselkurspolitik der Schweizerischen Nationalbank hat Folgen: Amerikas Ratingagentur Standard&Poor´s spricht von „Euro-Recycling“ zugunsten der Kernländer. Auch die EZB schaut kritisch zu.
Erst verkünden, dann prüfen? Einem Zeitungsbericht zufolge untersuchen Juristen der Europäischen Zentralbank und der Bundesbank derzeit, ab welchem Umfang und ab welcher Dauer die geplanten Anleihen-Aufkäufe ein Bruch der EU-Verträge sein könnten.
Nach dem Schuldenschnitt Griechenlands mussten Besitzer griechischer Staatsanleihen große Einschnitte hinnehmen. Nun sollen einige von ihnen auf ihre geringen Rückzahlungen Abgeltungssteuer zahlen.
Mohamed El-Erian, Chef des weltgrößten Anleiheninvestors Pimco, hält Europa für ein Pulverfass. Anleger befinden sich in großer Gefahr.
Die Mitgliedstaaten sind Herren der Verträge. Falls die EZB die Geldwertstabilität vernachlässigt und vertragswidrig handelt, muss Deutschland nicht folgen.
Finanz-, Staatsschulden- und Eurokrise haben die Welt der Geldanlage in Staatsanleihen erschüttert. Immer mehr Vermögensverwalter entwickeln neue Kriterien zur Beurteilung.
Die Entscheidung der amerikanischen Fed, noch mehr Staatsanleihen zu kaufen, verstärkt einen weltweiten Trend. Die Wirkung ist umstritten, da die Unternehmen die günstigen Konditionen nicht für Investitionen nutzen.
EZB-Chef Mario Draghi hat erklärt, das Misstrauen der deutschen Bevölkerung gegen seinen Kurs in der Euro-Krise erschwere seine Arbeit. Würde der Bundestag ihn auffordern, sich dort zu rechtfertigen, „würde ich dieser Einladung gerne nachkommen“.
Die amerikanische Notenbank Fed gibt bekannt, dass sie unbefristet Hypothekenanleihen aufkaufen wird – über monatlich 40 Milliarden Dollar. Der Leitzins soll bis 2015 nahe null bleiben.