Die Rente mit 63 wird zum Fluch
Die Frühverrentung droht den Fachkräftemangel in Deutschland dramatisch zu verschärfen. Auch die Metallindustrie fürchtet einen Raubbau am Erfahrungsschatz.
Die Frühverrentung droht den Fachkräftemangel in Deutschland dramatisch zu verschärfen. Auch die Metallindustrie fürchtet einen Raubbau am Erfahrungsschatz.
Der Vorsitzende der Bischofskonferenz Zollitsch und der EKD-Ratsvorsitzende Schneider haben ein Sozialpapier vorgestellt. Sie kritisieren die geplante Rente mit 63 und warnen vor der „Verführungskraft voller Kassen“.
Deutschlands Vermögen ist besonders ungleich verteilt - so heißt es. Doch wer die Rente richtig mitrechnet, kommt zu ganz anderen Ergebnissen.
Kurt Biedenkopf warnte früh vor einem Kollaps des umlagefinanzierten Rentensystems. Im Interview spricht er über den Kampf der Generationen, die fatalen Folgen der Rente mit 63 und die Angst der Alten vor dem Alleinsein.
Arbeitsministerin Andrea Nahles verspricht auch denen eine Rente mit 63, die länger als fünf Jahre arbeitslos waren. Das wird aber teuer – und sorgt für heftigen Gegenwind.
Die Mehrheit der Deutschen hat keine Finanzbildung. Das sollte weder von der Branche noch von der Politik ignoriert werden. Die Lösung des Problems muss aber vom Anleger selbst ausgehen.
EU-Kommissar Olli Rehn hat die Rente mit 63 scharf kritisiert. Die SPD verbittet sich das. Die Linke rät: Rehn soll sich für eine Vermögensabgabe für Millionäre starkmachen, wenn ihn die Staatsfinanzen sorgen.
Die „Mütterrente“, die zum 1. Juli eingeführt werden soll, beschäftigt auch in Frankfurt die Frauen. Eine Gratwanderung zwischen der Anerkennung der eigenen Arbeit und dem Gefühl, der jungen Generation etwas zu nehmen.
Die Bundesregierung will langjährig Beschäftigten eine abschlagsfreie Rente mit 63 Jahren ermöglichen. Die Wirtschaft kritisiert das scharf. Auch EU-Kommissar Rehn geht mit dem Vorhaben hart ins Gericht.
Die Rente mit 63 sei nötig, weil so viele Menschen ein langes und hartes Erwerbsleben haben, heißt es. Stimmt, sagen Statistiker. Was aber auch stimmt: Die Zahl der fitten, älteren Arbeitnehmer hat sich zuletzt fast verdoppelt.
Die Bundesagentur für Arbeit ist besorgt: Die Rente mit 63 verursache immense Zusatzkosten. Und nicht nur für die Beitragszahler, auch für die Rentner selbst könnte das Paket teuer werden.
Jeder Vierte könnte von der Rente mit 63 Gebrauch machen. Der IWF warnt vor Turbulenzen in den Schwellenländer und einer Deflation in der Eurozone. Der
Die abschlagsfreie Rente mit 63 soll im Juli Gesetz werden. Ökonomen warnen vor enormen Mehrkosten, junge Arbeitnehmer fühlen sich benachteiligt. Zwei angehende Rentner hingegen sind überzeugt: Den Ruhestand haben sie sich hart erarbeitet.
Der Chef der mächtigen Industrieländervereinigung OECD kritisiert die deutschen Rentenpläne scharf: Sie belaste die Jungen anstatt das System auf die älter werdende Bevölkerung einzustellen.
Die Absicht von Union und SPD, den Rentenbeitrag 2014 nicht zu senken, werden auch die gut 20 Millionen Rentner negativ zu spüren bekommen.
Die Rentenpläne der großen Koalition treffen den Bundeshaushalt, Rentner, Beschäftigte, Arbeitgeber, vorn allem aber: die Jüngeren. Sie können von der Rente mit 63 nur träumen.
Die Regierung erzählt Märchen über die Renten-Kosten, sagt die Grünen-Politikerin Kerstin Andreae. Die Mehrausgaben des Bundes belaufen sich auf rund zwei Milliarden Euro - im Jahr.
Arbeitsmarktpolitik soll im Europawahlkampf im Zentrum der Hessen-SPD stehen. Auf einer Klausur hat sich die Partei auf ihre Forderungen geeinigt.
Arbeitgeber sind von den rentenpolitischen Plänen der Bundesregierung enttäuscht. Sie sehen sich um eine Entlastung betrogen.
Der Kepler Ethik Rentenfonds steigert sich und fällt dennoch in der Rangliste der europäischen Rentenfonds zurück.
Die SPD wollte sich mit den Gewerkschaften aussöhnen. Die Union hatte nichts dagegen. Also einigte man sich darauf, dass manche Leute früher als bisher in Ruhestand gehen können. Doch die Einigkeit ist längst dahin.
Die Rürup- oder Basis-Rente ist oft ein schlechtes Geschäft. Die anfangs gesparten Steuern werden in der Rentenphase großteils nachbezahlt. Der Erfolg hängt nicht nur von der Börse, sondern auch noch von der Versicherung ab.
Mehr als eine Million Euro kostet die Kampagne von Sozialministerin Andrea Nahles für die Rentenpläne der Koalition. Der Bund der Steuerzahler ist sauer.
Die Fondsbranche profitiert von der Altersvorsorge und erlebt dabei ein Rekordjahr. BVI-Hauptgeschäftsführer Richter kritisiert jedoch die Rentenpolitik der Bundesregierung und fordert Verbesserungen bei der Riester-Rente.
Seit Jahren sinkt die Schwarzarbeit in Deutschland. Nun könnte sich das ändern - durch den Mindestlohn, den höheren Pflege-Beitrag und die „Rente mit 63“, sagt Arbeitsmarktforscher Friedrich Schneider.
Fernab der deutschen Verhältnisse erleben Fußballfans hierzulande Unbekanntes: In Spanien und England wechseln die Tabellenführungen. André Schürrle muss dabei zuschauen, obwohl er soviel wert ist wie David Camerons Biererlass.
Deutschland will viele Milliarden Euro mehr für Rentner ausgeben. Wie finden das eigentlich unsere europäischen Nachbarländer, die häufig das deutsche Spardiktat kritisieren? FAZ.NET hat sich umgehört.
Franz Müntefering und Gerhard Schröder sind in der SPD zu wichtigen Stimmen der Vernunft geworden. Aber sie sind in der Minderheit. Denn die rot-grün-rote Koalition lockt.
Die 68er sind schon im Ruhestand, bald folgen die Babyboomer: Die Alten übernehmen die Macht. Kein Wunder, dass die Politik ihnen ein Geschenk nach dem anderen macht.
Wenn die Rentenpläne der Regierung verwirklicht werden, könnten viele Leute schon mit 61 Jahren aufhören zu arbeiten. Das will Unions-Fraktionschef Volker Kauder nicht. Er hat eine Idee.
Die Rente mit 63 und die Mütterrente kosten zu viel Geld, findet der ehemalige SPD-Chef Franz Müntefering. Er ist nicht der einzige. Erstmals kritisiert auch ein aktiver Koalitionspolitiker die Pläne.
SPD und Union nähern sich in der Frage der Anrechnung von Arbeitslosigkeit für die Rente mit 63 an. Ausschlaggebend könnte der Bezug von Arbeitslosengeld I sein, berichtet die F.A.S. Der frühere SPD-Vorsitzende Müntefering kritisierte das Rentenpaket.
Wie sollen die teuren Rentenpläne der Regierung finanziert werden? Die Rentenversicherung will das Geld nicht ganz alleine aufbringen. Sie fordert einen Zuschuss vom Staat. Der gibt schon viel Geld für die Rente aus.
Vor kurzem hat F.A.S.-Redakteurin Lisa Nienhaus ihrer Tochter Clara erklärt, warum die Rentenreform teuer für sie wird. Unsere Leserin hat Clara auch einen Brief geschrieben. Und erklärt ihr, warum die Rente nicht zu hoch ist.
Der neuen Arbeitsministerin bläst wegen ihrer Rentenpolitik derzeit eisiger Wind entgegen. Auch die Altvorderen ihrer eigenen Partei schimpfen über Nahles. Das scheint sie nicht zu schrecken.
Angela Merkel sprach in ihrer Regierungserklärung wieder vom Herz, das den Verstand führen müsse. Die Zeit der schwarz-gelben Koalition hat es offenbar nicht gegeben. Alles wird gut.