Der Steuerwettbewerb wird nicht verschwinden
Die vielen Steuerberater, die Konzernen derzeit beim Verschieben ihrer Gewinne helfen, werden künftig nicht weniger zu tun haben. Der Steuerwettbewerb wird sich verlagern, verschwinden wird er nicht.
Die vielen Steuerberater, die Konzernen derzeit beim Verschieben ihrer Gewinne helfen, werden künftig nicht weniger zu tun haben. Der Steuerwettbewerb wird sich verlagern, verschwinden wird er nicht.
Großkonzerne sollen fairer besteuert werden. Damit das weltweit gelingt, muss das Gesetz in allen Ländern implementiert werden.
Jahrelang haben die führenden Industrieländer über eine globale Mindeststeuer für Unternehmen verhandelt. Nun gibt es eine Einigung – Finanzminister Scholz spricht von einer „Steuerrevolution“.
Ein Vorstoß Amerikas zur Mindeststeuer für Konzerne begeistert die Europäer. Scholz jubelt: „Heute können wir sagen: Wir schaffen das.“
Die Vereinigten Staaten wollen eine weltweite Untergrenze für die Unternehmensbesteuerung durchsetzen. Sie sprechen mit Blick auf das Vorhaben von „beispiellosen Fortschritten“.
Die Finanzminister Olaf Scholz und Bruno Le Maire zeigen sich zuversichtlich, dass es in diesem Sommer zu einer Verständigung in der Debatte um eine Reform des internationalen Steuerwesens kommen könnte.
Die Finanzminister planen eine internationale Mindeststeuer für Unternehmen. Das ist ein Irrweg.
Die amerikanische Regierung will die Steuern für Unternehmen erhöhen, andere Staaten sollen bitteschön folgen. Mit dem Manöver will Präsident Biden mehr Geld einnehmen – und zugleich die heimischen Konzerne konkurrenzfähig halten.
Um einen internationalen Unterbietungswettbewerb zu verhindern, will die frühere Fed-Chefin eine globale Mindeststeuer auf Unternehmensgewinne erheben. Zudem möchte sie verstärkt ärmere Länder unterstützen.
Die OECD-Steuerreform braucht Einheitlichkeit und mehr Transparenz. Sowohl bei der Mindeststeuer als auch beim „consumer facing“ sind noch viele Fragen offen.
Die großen Industrieländer wollen die Besteuerung von Digitalkonzernen schnell neu regeln. Finanzfachmann Wolfgang Schön erklärt im F.A.Z.-Gespräch, welches Risiko das für Deutschland beinhaltet.
Mit ungewöhnlicher Leidenschaft kämpft Finanzminister Scholz für einen weltweit gültigen Mindeststeuersatz. Angesichts der Erosion vorhandener multilateraler Abkommen braucht es schon sehr viel Glauben, um seiner Steuerinitiative den Hauch einer Chance zu geben.
Digitalkonzerne zahlen aus Sicht der Bundesregierung nicht genug Steuern. Deshalb plant Finanzminister Scholz eine Mindeststeuer für Unternehmen. Damit folgt er Trumps Vorbild.
Um Steuerflucht zu erschweren, sollen für Firmen künftig in allen EU-Ländern die gleichen Regeln zum Absetzen von Kosten gelten. Mindeststeuern seien jedoch nicht vorgesehen.
Die EU-Kommission will Mitte Juni einen Aktionsplan zur Unternehmensbesteuerung vorlegen. Es soll zwar keine europaweite Mindestsätze für die Körperschaftssteuer geben, dafür erwägt die Kommission die Einführung einer gemeinsamen Bemessungsgrundlage.
Das Steuerabkommen mit der Schweiz steht auf der Kippe – nun gehen prominente FDP-Politiker auf SPD und Grüne zu und plädieren ebenfalls für Nachverhandlungen. Doch selbst wenn sich die deutsche Politik einig würde – die Regierung in Bern will von Nachverhandlungen nichts wissen.
Amerikas Präsident Obama fordert eine Mindeststeuer für multinationale Unternehmen. Auch die Spitzenverdiener sollen mit höheren Steuern belegt werden, sagte er in seiner Rede zur Lage der Nation.