Anleger ziehen sich in die Defensive zurück
Alte Sorgen wegen der europäischen Schuldenkrise und neue Sorgen wegen der Verluste von JP Morgan verunsichern die Investoren. Der Bericht von den internationalen Finanzmärkten.
Alte Sorgen wegen der europäischen Schuldenkrise und neue Sorgen wegen der Verluste von JP Morgan verunsichern die Investoren. Der Bericht von den internationalen Finanzmärkten.
Jamie Dimon, der Chef von JP Morgan, war der Star unter Amerikas Bankern. Er galt zeitweise als „Lieblingsbanker Obamas“, hat den Status aber wieder verspielt. Jetzt hat er sich ausgerechnet auch noch verzockt.
Nach dem spektakulären Handelsskandal bei JP Morgan senkt die Ratingagentur Fitch den Daumen über der größten amerikanischen Bank. Allein am Freitag verlor die Bank an der Börse 15 Milliarden Dollar an Marktwert.
Spanien leidet unter der Krise, eine amerikanische Großbank verliert zwei Milliarden - aber die Aktienkurse drehen doch noch ins Plus. Denn die Amerikaner sind wieder in Kauflaune.
Die amerikanische Großbank JP Morgan Chase galt als die beste Bank der Welt. Jetzt hat ein Händler rund zwei Milliarden Dollar in den Sand gesetzt. Da brauchen sich die Vorstände nicht wundern, wenn der Ruf nach schärferen Regulierungen laut wird.
Verkaufen zu müssen, wenn die Konkurrenz die Preise drückt, wird teuer. Das ist jetzt offenbar JP Morgan passiert. Die Großbank wird den Verlust überstehen, im Gegensatz zu manch berühmtem Vorläufer.
Die größte amerikanische Bank hat zwei Milliarden Dollar in den Sand gesetzt. Es geht um Milliarden-Spekulation, Hedge-Fonds und einen Händler mit dem Spitznamen „der Londoner Wal“.
Unternehmenszahlen gibt es am Freitag vor allem aus der zweiten Reihe und dem europäischen Ausland. Vor allem aber interessiert der Milliardenverlust von JP Morgan.
Die Nachricht von Fehlspekulationen der amerikanischen Investmentbank JPMorgan hat dem deutschen Aktienmarkt belastet am Freitag den Aktienmarkt. JP Morgan hat seit Anfang April rund 2 Milliarden Dollar oder umgerechnet 1,50 Milliarden Euro bei riskanten Finanzwetten verloren. In Asien hatten die Märkte bereits mit Verlusten auf die Nachricht reagiert und trugen neben einem schwächeren Future auf den Dow Jones Industrial so zu negativen Vorgaben bei.
Fehlspekulationen der Großbank JP Morgan belasten die Aktienkurse. Anleger fürchten, dass sich anderenorts weitere Löcher auftun könnten.
Die Aktie des Düsseldorfer Henkel-Konzerns zählt zu den robusten Titeln im Dax. Seit Jahresbeginn verbuchte sie einen Kursgewinn von rund 25 Prozent und wird ihrem guten Ruf gerecht.
Star-Investor Warren Buffett hat Krebs. Trotzdem bekräftigt er den Herrschaftsanspruch in seiner Firma. Er sieht gute Kaufgelegenheiten in Amerika.
Facebook macht ernst und geht an die Börse. Das Unternehmen will Milliarden einsammeln. Es wird die Sensation des Jahres. So funktioniert der Börsengang.
Neue Bonitätsnoten könnten die Machtbalance zwischen den Investmentbanken ändern. Goldman Sachs und Deutsche Bank wären Gewinner, Morgan Stanley gehörte zu den Verlierern.
Schwächeres Wirtschaftswachstum in China, schlechterer Arbeitsmarktbericht in Amerika - schon weicht die Euphorie der Verunsicherung. Die Korrektur dürfte nicht von Dauer sein.
Der amerikanische Aluminiumkonzern Alcoa hat die Anleger mit einem Gewinn im ersten Jahresviertel überrascht. An den Aktienmärkten hat das Eindruck gemacht.
Der Dax ist am Freitag mit leichten Kursverlusten in den Handel gestartet. Der Leitindex notierte am Morgen 0,1 Prozent im Minus bei 6735 Punkten, nachdem er am Vortag ein Prozent zugelegt hatte.
Sorgen um die Finanzstabilität Spaniens haben die Anleger am Montag vom deutschen Aktienmarkt ferngehalten. Der Dax verlor in den ersten Minuten 0,4 Prozent auf 6556 Zähler.
Die Aktienindizes sind seit der Finanzkrise gestiegen. Den besten Fonds sind aber weitaus höhere Wertzuwächse gelungen.
Das Investmentbanking in Deutschland gewinnt an Schwung. Holger Bross, Deutschlandchef der Bank of America Merrill Lynch, ist überzeugt, dass den Universalbanken die Zukunft gehört.
Die Bank JP Morgan muss eine Geldstrafe für ihre Rolle bei der Lehman-Pleite zahlen, fünf europäische Großbanken haben Probleme mit ihrem Eigenkapital und die Bafin moniert den Jahresabschluss 2009 der Nord/LB. Der Fukushima-Betreiber Tepco kommt in Staatshand, Brüssel genehmigt das Gemeinschafts-unternehmen von BayWa und Agrana und Thyssen Krupp erhält einen algerischen Fregattenauftrag. Außerdem steigert Air Berlin die Auslastung im März. Der IWF gibt mehr als 5 Milliarden Euro für Portugal frei, Chinas Dienstleister rechnen mit anhaltendem Wachstum und Griechenland verlängert die Umtauschfrist für einen Teil der Anleihen.
Lange war dies nicht mehr zu sehen: Immobilienaktienfonds unter den Spitzenprodukten. Gleich drei global ausgerichtete Aktienfonds sind erstmals dabei.
Der Dax hat die Verluste des zweiten Halbjahres 2011 ausgebügelt. Der Dow Jones, Nasdaq und Nikkei schneiden auf Jahressicht sogar noch besser als deutsche Aktien ab.
Wacker Chemie und Hannover Rück kürzen nach einem Gewinnrückgang die Dividende, der operative Gewinn von Symrise fällt. Hugo Boss will nach einem Rekordjahr Vorzugsaktien in Stammaktien tauschen, Adidas eine Wandelanleihe begeben. Die Citigroup strauchelt beim Banken-Stresstest, American Express JPMorgan wollen die Dividende erhöhen und Aktien zurückkaufen. Fitch hebt die Bonitätsnote Griechenlands an. Die Fed setzt ihren expansiven Kurs fort, China lockert die Auflagen für seine Großbanken.
Nach der griechischen Umschuldung ist die Stunde der Kreditausfallversicherungen gekommen. Doch das Volumen der Kontrakte gilt als verkraftbar.
Die Deutsche Bank will große Teile ihrer Vermögensverwaltung verkaufen. Der Käufer Guggenheim Partners würde damit, ganz in alter Familientradition, einen großen Erfolg verbuchen.
Griechenland könnte per Gesetz den Schuldenschnitt erzwingen. Ratingagenturen senken die Noten. Ob auch Kreditausfallderivate (CDS) deshalb fällig werden, ist aber nicht gesagt.
Unsere Welt wird von Algorithmen bestimmt. Jetzt sollen sie auch darüber schreiben: Eine Firma in Chicago entwirft den digitalen Journalisten.
Auf das im Januar genannte Jahresergebnis werden nun noch Abschreibungen auf Griechenland fällig. Die Lücke in der Kapitaldecke vergrößert sich zwar nicht. Aber die Commerzbank machte 2011 nach HGB wohl Verlust. Der Staat wird daher wieder keine Zinsen auf die stille Einlage erhalten.
Die Ratingagentur Moody’s erwägt die Herabstufung der Bonitätsnote von 17 internationalen Großbanken, darunter auch der Deutschen Bank. Bei mehr als 100 Instituten will die Ratingagentur vor dem Hintergrund der Schuldenkrise die Kreditwürdigkeit überprüfen.
Trotz hoher Schadenbelastung haben sich Munich Re, Hannover Rück und andere beachtlich geschlagen. Die Börse hofft aber auf deutlich höhere Prämieneinnahmen.
Der Milliardenvergleich wegen fragwürdiger Zwangsvollstreckungen hat die amerikanischen Bankaktien kaum belastet. Die Klagewelle gegen die fünf Großbanken geht aber weiter.
Überraschend hat die Bank von Japan ihre Geldpolitik weiter gelockert. Sie beugt sich damit politischem Druck, die Staatsschulden zu finanzieren. Der Einfluss auf den Yen-Kurs ist fraglich.
Auf der ganzen Welt wird gegen Banken wegen Manipulationen von Interbankenzinsen ermittelt. Sie sollen geringere Zinsen gemeldet haben, um ihre Situation entspannter darzustellen.
Beim Facebook-Börsengang sticht die Bank Morgan Stanley Erzrivale Goldman Sachs aus und erhält den Zuschlag als Konsortialführer. Der Kampf der Aktienbörsen Nyse und Nasdaq hingegen dauert an.
Am Aktienmarkt wird das Scheitern der Börsenfusion vor allem für die Deutsche Börse positiv bewertet. Ein Kursanstieg um 6 Prozent zeugt von Erleichterung.