Die große Geldschwemme. Oder: Wo wächst die nächste Blase?
Die Notenbanken sollen den Euro mit viel Geld aus der Krise holen. Dabei hat ihn das viele Geld vermutlich erst hineingebracht. Von Patrick Bernau.
Die Notenbanken sollen den Euro mit viel Geld aus der Krise holen. Dabei hat ihn das viele Geld vermutlich erst hineingebracht. Von Patrick Bernau.
Die Zentralbanken kommen den Geschäftsbanken zur Hilfe. Dabei müssen sie sich zweier Gefahren bewusst sein. Denn Geldpolitik ist mächtig, aber nicht allmächtig.
Die wichtigsten Notenbanken der Welt stellen den globalen Finanzmärkten in einer überraschenden und koordinierten Aktion mehr Geld zur Verfügung. Der Schritt kommt an den Börsen gut an.
Der Euro-Krisenfonds EFSF lässt sich nicht so stark hebeln wie geplant - jetzt wollen die Euro-Finanzminister den Internationalen Währungsfonds stärker einbeziehen. Denn der Druck der Finanzmärkte auf den Euroraum nimmt weiter zu.
Deutschland und Frankreich demonstrierten in Brüssel Einigkeit. Den Eindruck einer Rangelei um die Besetzung der Posten im Direktorium der Europäischen Zentralbank wollten sie unbedingt vermeiden.
In Österreich ermittelt die Staatsanwaltschaft in einer Korruptionsaffäre bei der Banknotendruckerei. Weil sie ein Tochterunternehmen der Nationalbank ist, gerät nun auch das österreichische EZB-Ratsmitglied Ewald Nowotny in das Visier der Ermittler.
Die Risikoprämien für Bankanleihen sind auf ein Rekordhoch gestiegen. Doch für fällige Anleihen werden 2012 rund 800 Milliarden Euro gebraucht
Der deutsche Aktienmarkt ist am Freitag sehr freundlich in den Handel gestartet. Der Dax gewinnt zum Auftakt 1,27 Prozent auf 6.112,63 Punkte und ist damit auf Wochensicht auf bestem Wege, ein Plus von ungefähr zehn Prozent zu erzielen.
Die drohende Herabstufung Deutschlands und praktisch aller anderen Eurozonen-Ländern drückt die Aktienkurse am Dienstag ins Minus gedrückt.
Hoffnungen auf Fortschritte in der Euro-Krise lassen Anleger zu Aktien greifen. Für Optimismus sorgte, dass Italien die Staatsfinanzen mit ein Sparpaket verabschiedet hat.
Jörg Asmussen wird Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank. Er sagt von sich, er sei ein Pragmatiker. Doch womöglich werden gerade die Pragmatiker die Regeln der Geldpolitik missachten.
Chefvolkswirt Jürgen Stark verlässt die Europäische Zentralbank. Er sieht ihre Unabhängigkeit gefährdet und warnt in einem Abschiedsinterview vor der Gefahr der Inflation.
Unter französischen Politikern wächst die Furcht vor deutscher Hegemonie. Die Bürger beklagen aber vor allem die hohen Schulden des Landes.
Der Nachfolger des Italieners Lorenzo Bini Smaghi im Direktorium soll Benoît Coeuré werden. Dieser Schritt gilt als Zeichen der Öffnungspolitik der französischen Regierung gegenüber dem politischen Mitte-links-Lager.
Der Dax verzeichnet am Freitag zum Handelsstart leichte Kursgewinne. Der Leitindex notiert am Morgen 0,5 Prozent im Plus bei 5451 Punkten.
Die EZB kann die Krise nicht überwinden, sondern nur vorübergehend helfen, sagt DWS-Anlagechef Wöhrmann. Die Euroländer müssen striktere Grenzen für ihre Defizite ziehen.
Italiens Ministerpräsident Monti und Frankreichs Präsident Sarkozy pflichten beim Dreiertreffen in Straßburg der Kanzlerin bei. Die Deutsche gibt dort den Ton an: „Eurobonds wären das falsche Zeichen“.
Nach ihrem Treffen mit dem französischen Präsidenten Sarkozy und Italiens Ministerpräsident Monti in Straßburg hat sich Kanzlerin Merkel abermals gegen Eurobonds ausgesprochen. Paris und Berlin wollen aber Vorschläge zur Änderung der EU-Verträge vorlegen.
José Barroso verteidigt seine Vorschläge für Euro-Anleihen gegen Kritik der Bundesregierung. „Die Leute in Deutschland“ kritisierten nur den Zeitpunkt seines Vorstoßes - nicht gemeinsame Anleihen selbst.
In der Generaldebatte zum Haushalt steht der Kanzlerin frei, über das zu reden, was sie für dringlich hält. Abermals machte sie dabei deutlich: Europa mag nicht alles sein, aber ohne Europa ist alles nichts.
Nun also doch: In einem Brief an die EU, die Eurogruppe, die EZB und den IWF hat sich der Vorsitzende der griechischen Konservativen, Antonis Samaras, zu den Zielen des Sparprogramms für Griechenland bekannt.
Noch fliegen die Sterne um den Euro - doch nicht mehr lange: Die Stadt Frankfurt will nach dem Umzug der Europäischen Zentralbank die Euro-Skulptur vor dem Hochhaus wegwerfen.
Die neue spanische Regierung muss Ergebnisse liefern, sonst sinken die Zinsen nicht. Über die Finanzierungsquellen der Banken sorgen sich Anleger mehr und mehr.
Mit Anleihekäufen hat die Europäische Zentralbank ihr Mandat überschritten, kritisiert Bankenverbandschef Andreas Schmitz. Steigende Zinsen seien richtig, um schlechte Regierungen aus dem Amt zu drängen.
Vor Weihnachten dürfte die neue Regierung vereidigt sein. Mariano Rajoy kündigte bereits an, er setze auf Finanzhilfe der Europäischen Zentralbank.
Eurobonds heißen jetzt „Stabilitäts-Anleihen“. Die Kanzlerin bleibt skeptisch. Doch EU-Währungskommissar Olli Rehn will sie weiter zum Umdenken bewegen. Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn nennt den Plan einen „Weg ins Verderben Europas“.
Die Börsennachrichten der ARD sind voller versteckter Botschaften. Im Grunde ist es eine Liturgie, eine Andacht, eine Bußübung. Das zeigt eine Woche mit dem Moderator Klaus-Rainer Jackisch.
Nicolas Sarkozy drängt, doch Angela Merkel gibt nicht nach. Und doch ist es wie bei einer guten Ehe. Sie funktioniert, und keiner weiß, warum.
Die Kanzlerin dringt auf eine abermalige Änderung der Europäischen Verträge. Welche Neuerungen sie damit durchsetzen will, ist aber nur teilweise klar.
Die Euro-Krise und die Schuldenprobleme in den Vereinigten Staaten drücken die Aktienkurse ins Minus. In Europa bereiten die hohen Renditen einiger Länder weiter Kopfzerbrechen.
Der Markt für europäische Staatsanleihen bleibt extrem unruhig. Am Devisenmarkt geht es hingegen eher gelassen zu. Der Bericht vom internationalen Finanzmarkt.
Offiziell dient die Europäische Zentralbank dem Gesamtinteresse. Neue Studien belegen aber, dass die nationalen Vertreter im EZB-Rat den Leitzins mit Blick auf ihre Heimatländer aushandeln.
Die Krisenländer betteln bei der Europäischen Zentralbank um Geld. Wird sie weich, ist die nächste Krise programmiert.
Die Krise ist der Dauerbrenner auf dem European Banking Congress in der Alten Oper - seit Jahren inzwischen.
Die Mehrheit der Frankfurter Banker sähe den neuen EZB-Präsidenten wohl gerne am Hebel der Notenpresse. Hält Draghi stand?
Die Auftragsbücher der Flugzeughersteller füllen sich. Und Dominique Strauss-Kahn trägt plötzlich Vollbart. Die Woche im Rückblick.