Draghi pocht auf Unabhängigkeit der EZB
Europäische Zentralbank und Bundesbank wehren sich gegen den wachsenden Druck, die Schuldenkrise mithilfe der Notenpresse zu lösen.
Europäische Zentralbank und Bundesbank wehren sich gegen den wachsenden Druck, die Schuldenkrise mithilfe der Notenpresse zu lösen.
Die EZB hat sich nach F.A.Z.-Informationen eine Obergrenze für den Ankauf von Staatsanleihen gegeben: rund 20 Milliarden Euro wöchentlich. Nun wächst der Druck, die Ausgaben zu reduzieren.
Der irische Ministerpräsident Enda Kenny zeigt sich im Gespräch mit der F.A.Z. skeptisch gegenüber den Plänen von Bundeskanzlerin Merkel zu Änderungen an den EU-Verträgen. Dafür fehle in der gegenwärtigen Krise die Zeit.
Bundeskanzlerin Merkel hat vor übertriebenen Hoffnungen an die EZB als Retterin in der Euro-Schuldenkrise gewarnt. Kurz zuvor hatte der französische Finanzminister wieder einmal genau das gefordert.
Die Kurse französischer, österreichischer und italienischer Anleihen steigen wieder. Auch der Aktienmarkt zeigt sich etwas fester. Die Unsicherheit bleibt aber hoch.
Mit seinem Vorschlag einer gemeinsamen Haftung für die Schulden der Euroländer hat der Sachverständigenrat Freund und Feind verwirrt. Nun nimmt der Vorsitzende zu der Kritik Stellung.
Im Vergleich zum September sind die Preise im Oktober abermals gestiegen. Vor allem höhere Energiekosten sind für die Teuerung verantwortlich
Die Angst vor der Euro-Krise hält die Anleger weiter vom Aktienmarkt fern. Für Unruhe sorgt vor allem, dass das Misstrauen nun auch auf Kern-Europa übergesprungen ist.
In der vergangenen Woche begannen die Renditen in Frankreich und Österreich zu steigen - nun erfasst der Aufwärtstrend die Staatsanleihen aus den Niederlanden und Finnland.
Die Welt hat bessere Tage gesehen. Angesichts eines drohenden Stagflationsszenarios setzt Jim Leaviss, Anleihenexperte der Fondsgesellschaft M&G auf inflationsgeschützte Anleihen.
Bundesbankpräsident Weidmann fordert ein Ende der Anleihenkäufe und wehrt sich gegen politischen Druck. Italien kann seine Anleihen nur mit Mühe plazieren.
Tausende Menschen haben in Berlin und Frankfurt gegen die Macht der Finanzmärkte protestiert. Vor der Europäischen Zentralbank zelten Demonstranten schon seit Wochen. Jetzt machen sie ihr Lager mit Paletten winterfest.
Die Zahl der Befürworter unbegrenzter Anleihekäufe von Staatsanleihen scheint zuzunehmen. Widerstand kommt hingegen aus Berlin und von Geldpolitikern.
Die Geldschöpfung durch Käufe von Wertpapieren und Kreditgewährung an Banken hat die Güterwirtschaft nicht überall erreicht.
Angela Merkel hat ihre Garantie für deutsche Spareinlagen wiederholt. Sie will den Leuten die Angst nehmen, dass der Euro ihr Vermögen bedroht. Dazu gibt es allen Grund.
Der Italiener Lorenzo Bini Smaghi stand seit Monaten unter Druck, seinen Posten im Direktorium der EZB zugunsten eines französischen Kandidaten aufzugeben. Jetzt wechselt er in die Wissenschaft.
Viele EU-Staaten könnten die in den Defizitverfahren festgelegten Sparziele verfehlen. Deshalb ermahnte die Währungskommission per Brief. Geschieht nichts, sollen die Schuldensünder härter bestraft werden.
Der ehemalige Vize-Präsident der EZB, Lukas Papademos, wird die griechische Übergangsregierung führen. Am Freitag soll er in Athen vereidigt werden.
Der deutsche Aktienmarkt liegt am Freitag im frühen Handel weiter auf Erholungskurs. Der Dax steigt zunächst um 0,5 Prozent auf 5.895 Punkte.
Zum Antritt des neuen Chefs Mario Draghi hat die EZB die Zinsen gesenkt. Einige Ökonomen befürchten einen Politikwechsel der Zentralbank. Sie könnte „amerikanischer“ werden.
Der Wettbewerb um Tages- und Festgeld ist intensiv. Banken sind in ihrer Finanzierung auf die Einlagen ihrer Kunden angewiesen. Ein Überblick über die besten Angebote.
Nach dem Preisrückgang im September verteuert sich das Edelmetall so stark wie seit sechs Wochen nicht mehr. Italiens Schuldensorgen treiben die Käufer an.
Ministerpräsident Berlusconi hat nahezu jede Glaubwürdigkeit an den Kapitalmärkten verloren. Die Renditen italienischer Staatsanleihen sind weiter gestiegen.
Unantastbar sei das Gold der Bundesbank, sagt Vizekanzler Philipp Rösler. Doch die EZB hat schon ein Gutachten erarbeiten lassen, ob der Schatz für die Euro-Rettung genutzt werden könnte.
Der ehemalige EZB-Vize Lukas Papademos gilt als international anerkannter Finanzfachmann. Nun soll der 64 Jahre alte promovierte Wirtschaftswissenschaftler die Übergangsregierung in Athen führen.
Während die Finanzminister der Eurogruppe über die Einzelheiten zur Abwendung der Staatspleite Griechenlands beraten, rückt Italien in den Fokus. Die Risikoprämien für italienische Staatsanleihen erreichen neue Rekorde - ähnlich wie zuvor im Fall Griechenlands, Portugals und Irlands.
An diesem Montag soll Griechenland eine Übergangsregierung und „einen neuen Ministerpräsidenten“ haben. Nach Spekulationen griechischer Medien soll der ehemalige EZB-Vizepräsident Lucas Papademos neuer Ministerpräsident werden.
Italien rutscht immer tiefer in den Sog der Schuldenkrise. Die Investoren gehen auf Distanz. Der Bericht von den internationalen Finanzmärkten.
Paris und Berlin nehmen die Bundesbank in die Zange. Die Reserven der Deutschen sollen für den Euro geopfert werden.
Paris und Berlin nehmen die Bundesbank in die Zange. Die Reserven der Deutschen sollen für den Euro geopfert werden.
Im August hat das verarbeitende Gewerbe vier Prozent weniger Aufträge verzeichnet und lag damit unter den Erwartungen. EZB-Chefvolkswirt Stark begründete die Leitzinssenkung auch mit den konjunkturellen Risiken.
Seit 1996 gab es am deutschen Aktienmarkt nur drei Phasen, in denen die Kurse ähnlich stark schwankten wie derzeit. Viele Anleger ziehen sich zurück.
Noch spielt der neue EZB-Präsident Mario Draghi auf Zeit, doch bald muss er Profil zeigen. Möglicherweise setzt er auf größere Distanz zur Politik.
Die Leitzins-Senkung ist für den neuen EZB-Präsidenten Draghi ein guter Start. Nur über den Zeitpunkt kann man streiten. Nun verdient der Italiener Vertrauen und Geduld.
Mit der Zinssenkung der EZB am Donnerstag haben die Akteure auf den Finanzmärkten nicht gerechnet. Dennoch feiern sie die Nachricht mit kräftigen Aktienkäufen.
Zu Amtsbeginn des neuen Präsidenten Draghi senkt die EZB überraschend den Leitzins auf 1,25 Prozent. Auf die Frage, was er von einem möglichen Ausscheiden Griechenlands aus der Währungsunion halte, antwortet der Italiener kühl.